Gebet am Meer 

 

Abschied nehmend stand ich am Strand,

die Augen dem Meere zugewandt,

Mit jeder Welle, die ans Ufer rollte,

dacht´ ich an jene, der ich zürnen wollte.

 

Ich bat die Wellen: Gebt mir Kraft,

zu tragen, was mir Leid verschafft. 

Die Wellen rauschen:“ Kurz ist das Leben!

Du solltest jedem stets vergeben.“

 

Das Meer vom Wind ward aufgewühlt,

da hab ich´s auch im Herz gefühlt

Den Himmel bat ich, mit meinem Mund:

Mach die, die krank ist, doch gesund!“ 

 

 Zum Meer sprach ich: Schenke den Frieden

der uns nicht immer ist beschieden.

Zum Sonnenstrahl: Bring doch das Glück,

für uns alle jetzt zurück.

 

Den Wind bat ich um frohen Mut,

Dass, was nicht recht ist, werde gut.  

Die Wellen haben meineFüße umspielt,

da hab ich im Herzen den Frieden gefühlt.

 

Mit dem Wind, der ständig weht´,

stieg zum Himmel auf mein Dankgebet:

Hab Dank für diese ruhige Zeit,

von der uns stets so wenig bleibt.  

 

Carena (Gabi 12.06.09)