Er wünschte sich zum 10. Geburtstag einen Hamster. Hamster schlafen aber am Tag und werden nachts munter... Gut, dann eben keinen Hamster, dafür aber zwei Meerschweinchen. So ein Meerschweinchenkäfig würde jedoch zuviel Platz brauchen. Geht also auch nicht. Eine Katze vielleicht? Die wäre aber besser in einem Haus mit Garten aufgehoben. Gestrichen ...

Nach einigem Hin und Her einigte man sich auf einen Wellensittich. Der könnte doch dem schon vorhandenen Kanarienvogel ein bißchen Gesellschaft leisten - natürlich in einem eigenen Käfig. Das gäbe sonst noch Mord- und Totschlag ... So einem Wellensittich kann man mit etwas Geduld das Sprechen beibringen. "Kein Problem", meint mein Enkel zuversichtlich. Da bin ich ja gespannt, wann mich der neue Hausgenosse mit einem "Guten Tag" begrüßen wird.

Jedes Kind wünscht sich irgendwann ein Tier. Oder auch mehrere. Mein Sohn träumte z.B. von einem Affen, da war er vier... Einem kleinen natürlich, der nicht soviel Platz braucht, vernahm ich erstaunt. "Wenn man im Wohnzimmer ein Seil spannt, kann er daran turnen", meinte er begeistert. "Ein Affe ist aber zu teuer." Alle anderen Gegenargumente ließ er nicht gelten. "Dann wünsche ich mir eben einen gebrauchten ..." (Wo ist da der Unterschied, mein Sohn?)

Wenn er aber keinen Affen haben dürfte, dann doch wenigstens einen Elefanten. Natürlich einen sprechenden, wie Benjamin Blümchen. Auf ihm wollte er in den Kindergarten reiten. "Und wo stellen wir ihn unter?"
"Im Garten ..." Ist doch mal was anderes. Wer hat schon einen Elefanten im Garten?

Unsere Tochter wünschte sich zum 7. Geburtstag ein Meerschweinchen. Den Wunsch wollten wir ihr erfüllen, und so zog "Peggy" bei uns ein. Wir wunderten uns, dass Peggy von Tag zu Tag fülliger wurde und ermahnten unser Töchterchen, das Tier nicht zu überfüttern. Wenn es das nur gewesen wäre... Eines Morgens bevölkerten außer Peggy drei weitere, winzig kleine Meerschweinchen den Käfig. Der Zoohändler hatte uns ein trächtiges Tier verkauft. Unser Sprössling war entzückt von dem unerwarteten Neuzugang, wie man sich vorstellen kann.

Man kann aber auch auf ganz einfache Art und Weise zu einem Tier kommen.Ich wünschte mir als Sechsjährige vergeblich einen Hund. Da kam mir dieser anscheinend herrenlose Schäferhund gerade recht, den ich auf unserer Straße traf. Weit und breit war kein Besitzer zu sehen. Das war die Gelegenheit für mich! Ich nahm den Vierbeiner kurzerhand mit nach Hause. Leider dauerte mein Glück nur ein paar Minuten. Der Hundebesitzer hatte mein Tun von weitem beobachtet - sehr zu meinem Bedauern...