Gedanken über den Tod
Diesen Nachruf habe ich für meinen Vater geschrieben, der am 20. April 2008 im 94. Lebensjahr, zwei Tage vor seinem 95. Geburtstag verstorben ist. Mit meiner Mutter war er 70 Jahre verheiratet. Das ist in der heutigen Zeit etwas seltenes. Sie haben alle Höhe und Tiefen, alle Schicksalschläge des Lebens gemeinsam gemeistert. Das war nur mit gegenseitiger Achtung, Aufrichtigkeit und verzeihender Liebe möglich.
Es ist bekannt, je älter eine Kerze ist, desto länger brennt sie. Im Leben ist es nicht viel anders. Je älter ein Mensch ist, desto mehr kämpft er, um nicht zu erlöschen. Auch mein Vater hat gekämpft!
Als ich noch Kind war habe ich all seine Liebe und Fürsorge als selbstverständlich angenommen. Ich kannte es ja nicht anders.
Jetzt habe ich eigene Kinder, und seit dem weiß ich, das das, was er für uns getan hat, von unsagbarem Wert ist.
Für mich, meine Schwester und seine Enkelkinder hat er es geschafft, unsere Wurzeln tief im Boden zu verankern, und als es an der Zeit war, da hat er uns Flügel gegeben.
Das ihm das fast das Herz zerriss, hat er uns nicht spüren lassen.
Seit ich denken kann, war er zusammen mit unserer Mutter der ruhende Fels in der Brandung. Durch ihre Liebe gewappnet, konnten wir unser Leben gut meistern, auch wenn wir andere Wege einschlugen, als sie es für uns gewünscht haben.
Nicht nur seine Familie, sondern auch viele andere Menschen sind von seiner Liebe, seiner Fröhlichkeit, seinen Gedanken und kleinen Gesten begleitet worden. Ohne Große Worte zu machen hat er wichtige Spuren im Leben seiner Mitmenschen hinterlassen.
In einem seiner letzten Briefe schrieb er mir:
„Es liegt in der Bestimmung des Menschen geboren zu werden, zu leben und auch zu sterben.
Tod bedeutet Ende und Ende bedeutet gleichzeitig Anfang, der Beginn eines neuen Seins für mich und eines neuen Lebens für euch.
Der Kreislauf der Natur hat sich nun für mich geschlossen.
Ich habe meine irdischen Aufgaben erfüllt und darf jetzt
nach Hause zurückkehren.
Nach Hause in eine Welt voll von tiefstem Frieden, Harmonie und reiner bedingungsloser Liebe.
Die Liebe ist die stärkste Kraft im Universum und durch das Band der Liebe werde ich mit euch verbunden bleiben, solange, bis wir uns wiedersehen und wieder in die Arme nehmen ... irgendwann, irgendwo über dem Regenbogen.
Wenn ich über die Schwelle in den nächsten Raum gegangen bin, sind wir noch, was wir füreinander waren.
Ruft mich bei meinem vertrauten Namen.
Sprecht zu mir in der Art, wie ihr es immer getan habt.
Wechselt den Tonfall eurer Stimme nicht.
Zeigt keine Miene des Ernstes und der Sorge.
Lacht, wie wir immer zusammen über die kleinen Späße gelacht haben.
Betet, lächelt, denkt an mich. Betet für mich.
Lasst im Hause meinen Namen das sein, was er immer war.
Sprecht ihn aus, ohne die Spur eines Schadens an ihm.
Leben bedeutet all das, was es immer bedeutete.
Es ist dasselbe, was es immer war –
eine ununterbrochene Fortsetzung.
Es geht weiter.
Warum soll ich aus euren Gedanken sein?
Nur, weil ich aus eurem Blick bin?
Ich warte auf euch – irgendwo in eurer Nähe.
Alles ist gut.“
Herbert H., mein Vater, hat in mein Herz, die Herzen seiner Familie, Verwandten und Bekannten Licht und Wärme gebracht.
Es ist mir eine Ehre seine Tochter zu sein.
Als ich noch Kind war habe ich all seine Liebe und Fürsorge als selbstverständlich angenommen. Ich kannte es ja nicht anders.
Jetzt habe ich eigene Kinder, und seit dem weiß ich, das das, was er für uns getan hat, von unsagbarem Wert ist.
Für mich, meine Schwester und seine Enkelkinder hat er es geschafft, unsere Wurzeln tief im Boden zu verankern, und als es an der Zeit war, da hat er uns Flügel gegeben.
Das ihm das fast das Herz zerriss, hat er uns nicht spüren lassen.
Seit ich denken kann, war er zusammen mit unserer Mutter der ruhende Fels in der Brandung. Durch ihre Liebe gewappnet, konnten wir unser Leben gut meistern, auch wenn wir andere Wege einschlugen, als sie es für uns gewünscht haben.
Nicht nur seine Familie, sondern auch viele andere Menschen sind von seiner Liebe, seiner Fröhlichkeit, seinen Gedanken und kleinen Gesten begleitet worden. Ohne Große Worte zu machen hat er wichtige Spuren im Leben seiner Mitmenschen hinterlassen.
In einem seiner letzten Briefe schrieb er mir:
„Es liegt in der Bestimmung des Menschen geboren zu werden, zu leben und auch zu sterben.
Tod bedeutet Ende und Ende bedeutet gleichzeitig Anfang, der Beginn eines neuen Seins für mich und eines neuen Lebens für euch.
Der Kreislauf der Natur hat sich nun für mich geschlossen.
Ich habe meine irdischen Aufgaben erfüllt und darf jetzt
nach Hause zurückkehren.
Nach Hause in eine Welt voll von tiefstem Frieden, Harmonie und reiner bedingungsloser Liebe.
Die Liebe ist die stärkste Kraft im Universum und durch das Band der Liebe werde ich mit euch verbunden bleiben, solange, bis wir uns wiedersehen und wieder in die Arme nehmen ... irgendwann, irgendwo über dem Regenbogen.
Wenn ich über die Schwelle in den nächsten Raum gegangen bin, sind wir noch, was wir füreinander waren.
Ruft mich bei meinem vertrauten Namen.
Sprecht zu mir in der Art, wie ihr es immer getan habt.
Wechselt den Tonfall eurer Stimme nicht.
Zeigt keine Miene des Ernstes und der Sorge.
Lacht, wie wir immer zusammen über die kleinen Späße gelacht haben.
Betet, lächelt, denkt an mich. Betet für mich.
Lasst im Hause meinen Namen das sein, was er immer war.
Sprecht ihn aus, ohne die Spur eines Schadens an ihm.
Leben bedeutet all das, was es immer bedeutete.
Es ist dasselbe, was es immer war –
eine ununterbrochene Fortsetzung.
Es geht weiter.
Warum soll ich aus euren Gedanken sein?
Nur, weil ich aus eurem Blick bin?
Ich warte auf euch – irgendwo in eurer Nähe.
Alles ist gut.“
Herbert H., mein Vater, hat in mein Herz, die Herzen seiner Familie, Verwandten und Bekannten Licht und Wärme gebracht.
Es ist mir eine Ehre seine Tochter zu sein.
11 Platinern gefällt der Artikel
Gefällt mir auch
Kommentare zum Artikel