„Wie geht´s?“
heißt die -meist nicht Ernst gemeinte - Frage, die mich immer wieder Nachdenken läßt. An einer echten detaillierten Antwort ist der Frager meist sowieso nicht interessiert.
Ich habe festgestellt, daß die Menschen mich in der Regel anrufen, wenn sie etwas von mir wollen. Ob das nur eine Information oder ein Gefallen oder Geld ist. Und ich tue sehr viel für diese Menschen.
Habt ihr Euch schon mal gefragt:
„Was tut denn der andere für DICH?“
Es ist erschreckend wenig.
Was antworte ich nun?
Die lapidare und erwartete Standard Antwort: „Gut“ oder bestenfalls „Es geht so“ wäre am einfachsten. Dann kommt der Frager nämlich schnell zur Sache.
Als Skorpion komme ich aber provozierend oft nicht herum, mit einer detaillierten Schilderung zu antworten. Zum Beispiel bei meine besonders oberflächliche Schwester.
Spätestens nach einer halben Minute sagt Sie:
„Du, ich hab jetzt im Moment grade wenig Zeit. Eigentlich wollte ich Dich nur fragen....“
Vor kurzem stellte ich mir selbst die Frage:
- „Wie geht´s Dir?“
- Und ich fragte weiter „Geht es Dir gut?“
- Und weiter „Warum geht es Dir gut?“
- Und dann: Wann geht es mir gut?
So entstand diese Analyse und die daraus folgende Erkenntnis:
Wann geht es mir gut?Wenn ich Freude am Leben habe.
Was brauche ich, um Freude am Leben zu haben?
körperliches Wohlbefinden
Was braucht der Körper
- Wasser ...............habe ich und Du?
- Nahrung ..............habe ich und Du?
- Wärme ............... habe ich und Du?
- Gesundheit...........habe ich und Du?
geistiges Wohlbefinden
Tätigkeit fürs Hirn.............habe ich und Du?
seelisches Wohlbefinden
- Liebe ............................habe ich und Du?
- Anerkennung ................habe ich und Du?
- Soziale Umgebung ........habe ich und Du?
Alles andere ist Luxus.
Das sind Bedürfnisse die in unserem Hirn entstehen.In erster Linie dadurch, daß den letzten beiden Faktoren (Geist und Seele) etwas fehlt.Durch andere werden diese Bedürfnisse geweckt. Ander sagen uns, was uns fehlt.
Um Freude am Leben zu haben.
Um „glücklich“ zu sein.
Meist ist das nicht das Wirkliche, was uns fehlt. Man redet uns ein, daß wir Konsumgüter brauchen, um glücklich zu sein.
Und wie kommen wir nun zum Glück?
Es ist ganz einfach:
Wir brauchen nur einen Schalter in unserem Hirn umzulegen.
Nämlich unsere Sichtweise verändern.
Dann ändert sich auch unser „Beuteschema“, mit dem wir zum Beispiel bisher immer den falschen Partner erwischten.
Und es ändern sich die Ziele, deren Erreichen uns so viele Probleme machen.
Die sich in unserer Prioritätenskala immer weiter nach oben drängen.
Ersetzt doch einfach das „ich muß unbedingt“ oder ich brauche unbedingt“ durch
„Es wäre ganz nett wenn.. aber es muß nicht sein!“
Ihr werdet feststellen, wie sich ein Problem nachdem anderen fast automatisch von selbst erledigt.
Hans
