Die Angst vor Enttäuschungen haben viele Menschen. Bevor sie sich entscheiden oder auf etwas Neues einlassen, wägen sie alle Möglichkeiten ab, die geschehen KÖNNTEN. Sie sind bekanntlich sehr vorsichtig und nicht besonders spontan.

Doch ist es nicht so, dass sie einfach nicht erkennen, dass sie es sind, die diese Enttäuschung hervorrufen? Denn eine Enttäuschung ist doch nichts anderes als das Aufdecken einer Täuschung. Jeder Enttäuschung geht eine Täuschung voraus. Jetzt könnte man sagen: "Ich habe mich eben getäuscht..." Doch meistens heißt es dann: "Ich bin enttäuscht worden ..." Mit anderen Worten: "Der andere ist schuld."

Vielleicht sind es ja die Erwartungen, die unerfüllt bleiben und eine Enttäuschung hervorrufen. Oft ist man sich aber seiner Erwartungen nicht bewusst. Man sucht etwas, ein Gefühl, das der andere oder die Partnerschaft uns geben sollen. Will sich dieses Gefühl nicht einstellen, ist man unbefriedigt und enttäuscht. Es ist eben nicht das, was man gesucht hat, vielleicht nicht der richtige Partner.

Hier sollte man sich seiner Erwartungen einmal bewusst werden. Eine Möglichkeit wäre, mal ganz ehrlich alles aufzuschreiben, was man von seinem Partner und der Partnerschaft erwartet und sich wünscht. Danach ist es vielleicht möglich, all diese Vorstellungen loszulassen, man wird dann auch keine Enttäuschung mehr erleben.

Einen idealen Partner und eine ideale Partnerschaft gibt es sowieso nicht.