Gift im Essen
Heut' wollen wir was Leckre's essen,
und das Giftgeschwätz vergessen.
Denn Dioxin und Rinderwahn
stehn nicht auf unserem Speiseplan.
Drum bilden wir uns einfach ein,
der Braten wär' vom echten Schwein,
das glücklich rote Rüben fraß
und schmatzend in dem Koben saß.
Und nicht von so'ner armen Sau,
die dicht gedrängt im Schweinebau,
mit Chemikalien voll gestopft,
nur auf ihr gnädig' Ende hofft.
Wir glauben an das Glück der Henne,
die nach dem Liebesspiel mit Männe,
ein Ei aus ihrem Popo drückt,
das vom Geschmack her uns entzückt.
Denn diese Henne, die läuft frei
im Hof herum, drum schmeckt das Ei.
Lieber wollen wir nicht sehen,
wie sich die Hennen grausam quälen.
Denn auf ihrem Platz, dem engen
wo sich die armen Viecher drängen,
können sie kaum gerade stehen,
und sich nicht mal im Kreise drehen.
Doch das ist uns ganz egal,
wir pfeifen auf der Tiere Qual.
Was stört' uns schon die Schweinepest,
wir feiern Schlacht- und Fleischfressfest.
