... Es ist Sommer, der schönste den ich je erlebt habe. Meine Eltern sind mit mir ans Meer gefahren. Es war traumhaft, denn wir hatten ein Zimmer direkt am Strand gemietet. Wir waren jeden Abend am Strand und war ganz allein im Wasser, da es meinen Eltern zu kalt war.


Am letzten Abend bin ich dann nocheinmal zum Strand gegangen , da ich ein wenig Abstand brauchte und setzte mich in den Sonnengewärmten Sand. Ich dachte über viele Sachen nach, da in meinem Koof ein wildes Durcheinander herrschte. Die Sonne war schon schwächer geworden und ich merkte, dass ich schon ziehmlich lange dort gesessen hatte.


Ich schaute mich um und bemerkte, dass nur noch ein alter Mann und ich am Strand waren. Deswegen beschloss ich zu ihm hinüberzugehen. Er stand mit dem Füßen im Meer und sah in die nun schon blutrote Sonne und ich hatte das gefühl, dass er genauso verwirrt war wie ich.


Als ich ihm näher und versuchte ich ihn auf gar keinen Fall zu stören. ich stellte mich neben ihn und sah in die untergehende Sonne. Ich spürte, wie der Mann mich ansah. Als er sich wieder dem meer zuwand, schaute auch ich ihm ins Gesicht. Doch dann wandte er sich weg und ging. Er sah mir hinterher und irgendetwas sagte mir ich solle hinterhergehen, was ich dann auch tat.


Wir gingen eine ganze Weile ohne auch nur ein Wort zu sagen. Wir genossen es durch den noch warmen Sand zu laufen. Es wurde langsam kühler, da die Sonne jetzt fast völlig verschwunden war. Man konnte nicht mehr zwischen Himmel und Erde unterscheiden. Es war ein wirklich einzigartiges Farbspiel, was sich vor uns abspielte.

Irgendwann konnte ich meine Neugierde nicht mehr verbergen und fragte ihn schließlich, ob er öfters alleine am Strand spaziert. Er sah mich an und antwortete mir:"Ich bin immer allein. Ich habe nur noch mich und das Meer aber ich bin zufrieden damit... nein das ist nicht ganz richtig... ich denke, dass ich glücklich bin, denn ich habe das Glück gefunden; mein persönliches Glück, was die meisten Menschen nie finden werden."


Mit diesen Worten verabschiedete er sich und ging weiter. Da es schon ziemlich spät geworden war, ging ich zurrück zu dem Haus in dem wir wohnten aber seine Worte kann ich bis heute nicht vergessen.