Liebes Glück,

 

ich habe es schon immer geahnt, aber seit gestern ist es für mich Gewissheit. Wir haben ein Problem miteinander. Fast könnte ich annehmen, Du magst mich nicht.

 

Mein ganzes Leben lang habe ich mal mehr, mal weniger, zuweilen im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte aber oft wohl auch unbewußt nach Dir gesucht. Ich will mich ja gar nicht beschweren, denn wenn ich zurückblicke, habe ich Dich auch des öfteren gefunden. Daß ich Dich nicht lange und auf Dauer festhalten konnte, kann ich Dir nicht vorwerfen, das liegt eben in Deiner Natur (und vielleicht auch in meiner).  

 

Aber darum geht es gar nicht. Seit gestern weiß ich, dass es auch die andere Richtung gibt. Daß es Menschen gibt, die gar nicht nach Dir suchen, aber doch von Dir gefunden werden. Warum hast Du denn nie nach mir gesucht? Es gab Zeiten und sie wird es gewiß auch wieder geben, da hätte/würde ich mich gerne von Dir finden lassen.   

 

Wie schön wäre es, mich ruhig in die Ecke zu setzen, mit einem Andechser Weizenbier und einer Sumatra-Zigarre und auf Dein Eintreffen zu warten. Im Gepäck hast Du dann alles Glück der Welt dabei, ich bräuchte nur zuzugreifen…..  

 

Aber leider haben wir nun ein gestörtes Verhältnis, deshalb kann ich Dir nicht vertrauen, dass Du wirklich nach mir suchst. Vielleicht habe ich es Dir in der Vergangenheit ja auch ein bisschen schwer gemacht, durch Entscheidungen, bei denen sogar Du als Glück machtlos warst. Wie auch immer, ich werde wohl weiter hinter Dir herlaufen müssen und wenn Du irgendwann mal meinen keuchenden Atmen spürst – bleibe einfach stehen und tue so, als hättest Du nach mir gesucht. 

 

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Für die, die es verstehen: Nochmals alles Gute und die besten Wünsche für Ilona und ihr Halmamännchen :-)