Als sie an diesem Morgen erwachte, spürte sie, etwas war geschehen, fühlte sich von einer Fee im Traum mit Gold bestäubt, schlug die Decke zurück, schwang die Beine aus dem Bett, stand auf, schaute in den großen Spiegel ihres Schlafzimmerschrankes, der wohl über Nacht verzaubert wurde, denn sie sah ein wunderschönes Wesen, dass sie anstrahlte, goldenes Licht versprühte, kurz schloss sie ihre Augen, öffnete sie jedoch sofort wieder, das Spiegelbild hatte sich nicht verändert, sie lächelte vergnügt dieser Märchenfee zu, reckte und streckte sich wohlig wie eine satte Katze, schaute nochmals hin, immer noch etwas ungläubig, doch nichts hatte sich geändert, sie ließ fröhlich singend Zauberspiegel und Fee links liegen, huschte unter die Dusche, ließ das Wasser auf ihren Körper rieseln, prasseln, von heiß bis kalt, das hereinfallende Sonnenlicht verwandelte die Wassertropfen in Diamanten, einer Königin würdig, sie streichelte, massierte ihren Körper, nur mit diesem glitzernden Wasser, ihre goldene Haut mit leichter Gänsehaut überzogen, von ihren harten Brustwarzen perlten die Tropfen, ihre fast haarlose Scham glitzerte, sie hielt ihr Gesicht mit geöffneten Lippen dem Schwall entgegen, die Augen geschlossen, ihre langen, dunklen Wimpern glichen einem Perlenvorhang, ihr Mund einer frischen Erdbeere, sie genoss dieses Erlebnis in vollen Zügen …

Er stand wie angewurzelt, zeitloses Gefühl, den Blick auf sie gerichtet, wollte sich dieses Zauberwesen nicht entgehen lassen, eine Nixe, die mit ihrem Element, dem Wasser sinnliche Spiele trieb, ein Zittern durchlief seinen Körper, er atmete flach, lautlos, mochte sie nicht stören bei diesem Treiben, doch seine Erregung wuchs ins Unermessliche, Hitze stieg in ihm hoch, fast schon schmerzhaft spürte er sein stolzes Schwert, dass nur für sie bestimmt war, er stöhnte laut, eilte zu ihr, die Festung zu erobern, zu stürmen, für immer zu besetzen …

Als sie ein Geräusch hörte öffnete sie ihre Augen, smaragdgrün, mit goldenen Lichtern, ihre dunklen Haare glänzten durch die Nässe wie Lack, ihre Zunge stahl sich hervor, umspielte ihre prallen Lippen …

Da war er auch schon bei ihr, ihre Zungen fanden sich, erst zart, sacht, wie Schmetterlingsflügel, ein Tanz im Sonnenlicht, dann immer wilder, heftiger, fest aneinander gepresst, wilde Münder im Rausch ihrer Leidenschaft, atemlos ließen sie voneinander, holten staunend Luft, ölten ihre Körper gegenseitig, hastig, doch gründlich, jede Stelle des anderen, er knetete ihre wundervollen Brüste, sie streichelte seine Warzen, ihre Zungen, Lippen übernahmen das Werk ihrer Hände, dann endlich drang er in sie, nahm sie von hinten, ihren wundervollen Po vor sich, an dem er sie hielt, stützte, gleichzeitig ihre festen Backen massierte, das Wasser rieselte in mildem, warmen Strahl, sie ließ wild ihre Hüften kreisen, zog sich zwischendurch leicht zurück, spielte mit ihren Muskeln, trieb ihn an den Rand des Wahnsinns, er revanchierte sich, indem er seine Bewegungen kontrollierte, innehielt, ihre feuchte Perle berührte, bis sie beide in einem wilden, gemeinsamen Rhythmus ihre Erfüllung fanden, die Nixe und ihr Wassergott, beide umspielt von flirrendem, sonnenlichtgetränkten Nass, er drehte sie sacht zu sich, küsste sie leidenschaftlich, stellte das Wasser ab, hüllte sie in ein weiches Badehandtuch, sie trocknete sich flüchtig ab, ging auf die Knie und bedankte sich mit einem tiefen Kuss …

Er zog sie hoch, mit sich, zurück, vorbei an dem großen Spiegel, sie folgte mit geschlossenen Augen, wollte den Zauber nicht brechen, sie krochen noch feucht, lachend, unter die Bettecke, sie lag halb über ihm, auf seiner Brust, hörte auf den Schlag seines Herzens, er betrachtete sie liebevoll, zufrieden, hatte den Sieg errungen, sie streichelten zart die Haut des anderen, raunten das Alphabet der Liebenden und Träumer, irgendwann schliefen sie ein, erwachten durch ihre heiße Lust, liebten sich erneut, sie ritt ihn vor dem Spiegel, schaute hinein

der Zauber war nicht gewichen …

das goldene Licht geblieben, in ihren Augen und Herzen


Bildquelle Pixelio, Fotograf ad