...."...Google spioniert eMails aus
Erschienen am 22. Januar 2008 | Christoph Schmidt mit Material der dpaDer Suchmaschinenriese Google entwickelt sich zunehmend zur beängstigenden Datenkrake. Nun kamen die Praktiken des Unternehmens bei einer Anhörung zu "Datenschutz im Internet" im Europa-Parlament ans Licht. Demnach durchkämmt Google systematisch den Inhalt von eMails. Europas oberster Datenschützer Peter Hustinx stuft dies als problematisch ein und fordert: "IP- Adressen müssen als persönliche Daten betrachtet werden."

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Spionage zu Werbezwecken
Peter Fleischer, Datenschutz-Experte bei Google, erklärte vor den EU-Abgeordneten: "Wir müssen Emails scannen." Die elektronische Post werde aus Sicherheitsgründen geprüft, um Spam und Viren abzuwehren. Aber auch, "um Schlüsselworte für die Werbung herauszufiltern". So etwas nennt Google dann verhaltensgesteuertes Marketing. Der Google-Nutzer wird also aus Profitgründen systematisch durchleuchtet und schließlich mit personalisierter Werbung überschüttet.


Die EU-Abgeordneten zeigten sich angesichts dieser Praktiken besorgt. "Da muss man ja mit seinen Emails richtig vorsichtig sein", sagte etwa die liberale Abgeordnete Sophia in't Veld. "Die meisten Verbraucher wissen nicht, wie ihre Daten verwendet werden", stellte Kommissarin Pamela Harbour vom US-Handelsausschuss FTC fest. Sie persönlich sei besorgt.

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Datenschutz stärken
Europas oberster Datenschützer Peter Hustinx nennt weitere Aspekte: "Wenn Suchverhalten überwacht und festgehalten wird - Foto-Show Beliebteste Promis zum Beispiel für Werbung, die auf menschliches Verhalten reagiert - dann fällt das unter die Datenschutz-Richtlinie." Deshalb fordern Hustinx und seine Kollegen in den Mitgliedstaaten: "IP- Adressen müssen als persönliche Daten betrachtet werden." Marc Rotenberg vom Electronic Privacy Information Center, einer gemeinnützigen Forschungseinrichtung in Washington sagt warum: "In den meisten Fällen» sei der Mensch hinter der IP-Adresse identifizierbar......."