Mädchen werden immer aggressiver
Der Berliner Innensenator schlug Alarm. Mädchen werden immer aggressiver und fallen häufiger durch Delikte wie Straßenraub und leichte Körperverletzung auf. Australische Verkehrspolizisten beklagen, dass junge Frauen in de „Aggressions-Skala“ aufgeholt haben und schon fast so rüpelhaft und brutal fahren wie eine Großzahl der Männer. Sind wir auf dem Wege, dass Frauen aus sich Männern machen. Obwohl ganze Kerle können sie nie werden, dafür werden sie wiederum von Männern nicht voll akzeptiert. Frauen benötigen immer noch den Segen von Männern, wenn sie vorwärtskommen wollen. Dass sie auf dem Weg dorthin Wesenzüge annehmen, die von ihrer Weiblichkeit nichts mehr viel übrig lässt stimmt allerdings bedenklich.
George Sand(1804-1876)
Werden Frauen sich demnächst auch noch Männernamen geben, um auch hier ihre Identität aufzugeben. Warum marschieren Frauen in diesem Land, fragte mich mein amerikanischer Ehemann als er nach Deutschland kam.
Nun die Ehe ist längst geschieden, aber dennoch sehen ich meine Geschlechtsgenossinnen mit schnellem Stechschritt durchs Leben eilen. Frauen erzählen mir oft, was sie an Männer nervt, frage ich sie aber nach ihrer eigenen Sexualität oder ihrem letzten Orgasmus oder wie sie es mit der Selbstbefriedigung halten, schauen sie mich an, ob ich von Himmel gefallen sei. Ungezählt sind auch die Vibratoren – mit Batterien zum sofortigen Einsatz, die ich an Freundinnen verschenkt habe, bevorzugt an die, die seit Jahren auf den sogenannten Märchenprinzen warten.
Wenn ich Frauen frage, warum sie einen Gang wie ein Mann haben oder im Stechschritt laufen, schauen sie mich verwundert an. Meist antworten sie:
„Ich habe es eben oft eilig.“
Aber mal ehrlich. Sollte eine Frau es jemals so eilig haben, dass sie im Männerschritt durchs Leben hastet? Überhaupt frage ich mich: Wo ist der sinnliche Gang, wo zeigt sich auch hier die Weiblichkeit.
Meine Modistin in Düsseldorf bestätigt mir immer wieder:
„Frauen wollen es praktisch, aber nicht weiblich.“
Dabei geraten selbst ältere Damen beim Anblick meiner Hüte in Verzückung und auch zunehmend jüngere.
„Einfach toll“, sagen sie. Kämen aber nie auf die Idee – außer einer warmen Wollmütze im Winter – einen extravaganten Hut aufzuziehen.
Hut und Weiblichkeit – eine Symbiose wie Frau und der betörende Gang oder Frau, die sich auf sich selbst besinnt, ihre Fähigkeiten, ihre Sexualität, ihre Intelligenz, ihre Managerqualitäten, ihre Weiblichkeit, ihre Fähigkeit vieles zu bewegen und trotzdem weiblich zu sein und das zu zeigen.
Französinnen oder Italienerinnen gehen einfach ganz anders gehen als wir Deutschen. Kann mir selbst da manchmal eine Scheibe abschneiden, wenn ich durch die Gegend eile!.
Aber besonders Frauen zwischen 45 und 60, die irgendwie „an die Macht“ gekommen sind, haben ihre Weiblichkeit dabei aufgegeben.
George Sand wählte zu ihrer Zeit ein Männerpseudonym, trug Anzüge und Herrenhüte wie später auch Marlene Dietrich. George Sand heiratete eine ungeliebten Mann, weil es damals so üblich war. Sie lernte aber schnell, ihr eigenes Leben zu entfalten, hatte wechselnde Liebhaber und eine Dauergeliebte, bekam ein Kind von einem Geliebten, war gegen die Ehe und probagierte die freie Liebe und setzte sich für die leidenschaftliche Liebe und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und von arm und reich ein.
Wie Bewegungen auf unser Sein schwingen
Ob wir als Frau marschieren oder die Hüfte von links nach rechts im sinnlichen Rhythmus bewegen – ist nicht nur ein Unterschied in der Bewegung. Er wirkt sich auf unser Sein aus, auf unser Gefühl, auf unser Inneres, auf unsere Weiblichkeit und auf unser Ich.
Probieren Sie es aus. Bewegen Sie sich mit schnellen Schritten oder genießen Sie die Momente der Bewegung, fühlen Sie in diese Bewegung hinein, in Ihren Körper und fühlen Sie sich als Frau – ohne Wenn und Aber.
Denn „nur die Frau, die im vollen Bewusstein im ihr Frausein gleichzeitig die <männliche Anmaßung> (Jellinek) wagt, kann ein echtes Gegenüber für Männer und eine wahres Vorbild für Frauen sein.“ (Die Zeit 30.10.2003) Nr. 45.
Vorbilder von Frauen für Frauen
Vorbilder brauchen wir Frauen wie sie Männer schon lange verinnerlicht haben.Dabei habe wir sie schon längst.
Einige möchte ich als Beispiel nennen: Gabriele Henkel, George Sand, Klara Zetkin, Camille Claudel, Sophia Loren, Hillary Clinton, Liz Mohn, Jil Sander, Clara Schumann, Virginia Wolf, Nancy Friday, Linda B. Buck Nobelpreisträgerin Medizin 2004, unsere Mütter – jeder einzelne, die Trümmerfrauen, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut haben, Pina Bausch, Simone de Beauvoir und vielen anderen mehr. Besonders all die Frauen, die tagtäglich viel bewirken und selten damit an die Öffentlichkeit gehen.
Rosige Aussichten
Ich möchte Sie ermutigen, sich auf sich selbst zu besinnen, Weichheit und Weiblichkeit nicht zu verstecken, sondern zu fördern.
Wie sagte es Bundesfamilienministerin Renate Schmidt: „Familienpolitik ist kein ,WW`-Thema mehr, kein ,weiches Weiberthema`, sondern ein Wachstums- und Zukunftsthema.“
Auch Weiblichkeit ist ein aktuelles und ein Zukunftsthema.
Wird Frauen schon heute prophezeit: Britische Wissenschaftler haben anhand einer Untersuchung der 100m-Zeiten bei den olympischen Spielen der Neuzeit festgestellt, dass im Jahr 2156 erstmals die weibliche 100m-Olympiasiegerin schneller als ihr männliches Pendant sein wird. Die prognostizierten Zeiten sind 8,079 s für die Frau und 8,098 s für den Mann.
Es geht nicht darum besser oder schneller als Männer zu sein. Für uns Frauen geht es darum, weiblich, sinnlich, fraulich zu sein und trotzdem das zu erreichen, was wir wollen. Macht muss also nicht bedeuten männlich zu werden, sondern weiblich zu sein und es zu bleiben. Daran sollten wir mit all unserer Energie arbeiten und dabei Lieben – Lachen – Leben nicht vergessen.
Tippfehler einfach ignorieren ... in einer schnelllebigen Zeit ist dafür einfach keine Zeit ;-)
