Im Stadtcafe sind schon ein paar Tische belegt, als Heike und Tim ankommen. Lukas, der Chef, richtet grade frisch gebackene Brötchen in die Auslage. Sie duften herrlich, machen Heike und Tim Appetit.
„Guten Morgen ihr Zwei,“ begrüsst er sie, richtet gleich zwei Teller her. „Ich hab was Leckeres für euch.“
Mt einem erwartungsvollen Blick legt er zwei Hörnchen auf die Teller, holt zwei Teekännenchen aus dem Regal.
„Hab heute Morgen was Neues ausprobiert. Müsst ihr unbedingt probieren. Der Tee ist auch eine neue Mischung.“
Gespannt sehen Heike und Tim zu, wie Lukas den Tee aus etwa einem halben Meter Höhe in die Kanne füllt.
„Jetzt wird er zum Leben erweckt,“ grinst er, lässt das Kännchen immer wieder rauf und runter, „dann wird er eure Lebensgeister aufwecken.“
„Hmm, wenn er so schmeckt, wie er duftet,“ lächelt Heike, nimmt Lukas ihr Gedeck ab, das er ihr mit einem verheissungsvollen Lächeln über die Theke reicht.
„Einmal für die Lady, bitte schön.“
Das Kännchen für Tim befüllt er mit mehreren Schwenkungen, grinst noch verheissungsvoller.
„Einmal extra gemischt und aufbereitet für dich.“
Der kleine Ecktisch für zwei Personen ist frei. Heike freut sich, dass sie das Frühstück in ihrer Stammecke geniessen können.
„Hmmm,“ hält sie sich die Tasse unter die Nase, nachdem sie einen Schluck probiert hat, „schmeckt ausgezeichnet.“ Während sie noch einen Schluck trinkt, schlüpft sie aus ihren Schuhen, lässt ihren nackten Fuss an Tim´s Bein rauf streichen. Er streckt ihr sein Bein entgegen, lächelt sie über seine Tasse an.
„Stimmt, macht richtig Laune,“ sieht er Heike lüstern an, lässt seine Finger über ihren Knöchel gleiten. Heike mag es, wenn er sie so streichelt. Von dem Kitzel begleitet, dass die anderen Gäste vielleicht was bemerken könnten, streichelt sie Tim´s Hand mit dem anderen Fuss. Einen Moment fragt sie sich, ob in dem Tee etwas drin ist, das ihr dieses Kribbeln durch den Bauch streichen lässt. Ihre Gedanken schweifen an den Moment zurück, als Tim sie so leidenschaftlich genommen hat, sie sich nach der Fensterputzaktion noch mal hingebungsvoll geliebt haben. Jetzt weiss sie auch, dass da noch eine Glut in ihr schwelt, die Tim mit seinem Streicheln wieder aufflammen lässt und die für das Kribbeln verantwortlich ist.
„Duu, das ist gefährlich, was du da machst,“ lächelt sie ihn an, beisst mit glänzenden Augen in ihr Hörnchen.
„Ich liebe die Gefahr,“ lächelt Tim zurück, sieht sie über seine Tasse weg an. Das funkelnde Glänzen in seinen Augen sagt ihr, dass er auch Lust hat, noch mal mit ihr aktiv zu werden.
Mit klopfendem Herz lässt sie ihren Fuss zwischen seine Schenkel gleiten, spürt die Beule in seiner Hose, als er ihren Fuss dagegen presst.
„Lustmolch,“ schäkert sie ihn an.
„Ich kann nichts dafür,“ steigt Tim in das Spiel ein, presst sein hartes Glied zwischen ihre Füsse, „du machst mich heiss.“
„Dann würdest du Strolch es mit mir tun.. hier… trotz der Leute..“
Der Gedanke lässt Tim einen heissen Schauer durch die Brust streichen.
„Wenn du einen Rock an hättest und nichts drunter..wer weiss..“ lächelt er Heike zu, lässt seine Finger über ihre Knöchel auf die Waden streichen. Als sie an den Kniekehlen ankommen, gurrt sie lustvoll.
„Warte, wenn wir zu Hause sind..“
„Du machst mir ja richtig Angst,“ grinst Tim, steckt sich den Rest von seinem Hörnchen in den Mund. Heike sieht an seinem Lächeln, dass er sich freut, bis sie wieder zu Hause sind.
„War eine gute Idee von dir, hier zu frühstücken,“ lächelt sie, kommt um den Tisch, setzt sich auf seinen Schoß. „Vielen Dank für die Einladung.“
Bevor sie ihn küssen kann, hält Tim ihren Kopf fest.
„Du hast da ein paar Krümel, warte, ich mach sie dir weg.“
Mit einem lüsternen Grinsen leckt er die entdeckten Krümel von ihrem Mundwinkel ab. Dass er ihre Wange mit ableckt, seine Zunge hinter das Ohr streichen lässt, hat Heike nicht anders erwartet. Sie schmiegt sich eng an ihn, geniesst seine Hände, die sich frech unter ihre Bluse schleichen.
„Ich hab grosse Lust, durch die Fussgängerzone zu strolchen,“ flüstert er ihr dann zu, während er seine Zunge über ihre Schulter gleiten lässt.
„Dann lass uns schnell gehen, sonst fall ich ohne Rock über dich her.“
Lukas schüttelt lächelnd den Kopf, als Tim ihn fragt, was er für das oberleckere Frühstück bezahlen muss.
„Ihr seid meine Versuchskaninchen. Wenn es euch geschmeckt hat, werde ich die Hörnchen und den Tee in meine Karte aufnehmen. Ihr könnt auch noch eine Portion haben.“
„Nein, vielen Dank,“ lehnt Heike ab, „wir müssen los, Tim hat mir versprochen, ich krieg noch was zum Anziehen.“
„Na dann aber los, bevor alles ausverkauft ist,“ geht Lukas lachend hinter die Theke, um sich um zwei neue Gäste zu kümmern. Er freut sich jedes mal, wenn Heike und Tim da sind, beneidet sie sogar ein wenig, weil sie sich nach so vielen Jahren immer noch so gut verstehen.
In der Ladenstrasse sieht Tim eine Werbetafel.
„Neu in der Ladenstrasse, Inga´s Modeschatulle,“ liest er laut, „Eröffnung dritter Juni. Hei, das war ja schon vor zwei Wochen und wir haben es nicht mitbekommen.“
„Komm,“ nimmt er Heike an der Hand, geht mit ihr in das neue Geschäft.
Die neue Inhaberin hat die Räume komplett umgestaltet. Der gesamte Eingangsbereich ist zu einem von allen Seiten einsehbaren Schaufenster umgebaut. So können die Kunden schon von aussen sehen, dass es bei Inga eine grosse Auswahl an Damenoberbekleidung und Wäsche gibt. Die Schaufensterpuppen sind täuschend echt.
Auf den ersten Blick sieht es aus, als stünden echte Models hinter den Scheiben.
„Sieh dir die Farben an,“ strahlt Tim begeistert, „das gab´s schon lang nicht mehr. Komm.“
„Sieh dir die Preise an,“ gibt Heike zu bedenken.
„Hab ich gesehen,“ nimmt Tim sie in die Arme, „für meine Süsse ist das nicht zuviel.“
Heike weiss erst nicht, was sie sagen soll. Sie hakt sich bei ihm unter, wirft noch einen Blick in die Schaufenster. Ein Lederrock in einem wunderbaren Braunton fällt ihr auf.
´´ Neunundsechzig, ist nicht mal teuer, ´´ denkt sie, während sie drauf warten, dass die Ladentür aufgeht.
