Dass uns Geld nicht glücklich macht

wird sehr leicht dahin gesagt,

meist von dem, der davon satt

schon auf seinem Konto hat.

Doch die nicht so gute Seite:

Hat man keins, dann ist man pleite.

Auch Herrn Meier ging’s meist so,

viel zu weit stets Ultimo.

 

Nun ist Meier nicht der Mann

der sich Geld einteilen kann,

lebt auch gern in Saus und Braus,

hat er Geld, dann gibt er’s aus.

Schnell sind dann die Taschen leer,

fragt sich, wo kommt Nachschub her?

Ist doch erst der Zehnte heut

Ultimo ist noch so weit…

 

Meier denkt, es kann nicht schaden,

geht schnurstracks zum Lottoladen,

hat die Kreuzchen schnell gemacht,

hofft, dass ihm Fortuna lacht.

Doch am Abend vorm TV

stellt er fest, dass diese Frau

einen andren hat beglückt.

Seine Lage ist verzwickt,

hatte doch vom letzten Geld

er den Lottoschein erstellt.

 

Doch dann kommt ihm die Idee:

In das Pfandleihhaus ich geh.

Und das tut er dann auch jetzt,

hat die goldne Uhr versetzt.

Mit dem Geld kann er so eben

bis zum zwanzigsten gut leben.

Hätt’ er  anfangs nur gespart,

doch das ist nicht seine Art.

Nun merkt Meier voller Schreck:

Noch viel Monat, Geld ist weg.

 

Doch er macht sich keine Sorgen,

wird sich halt vom Freund was borgen.

Hat dabei nur nicht bedacht,

dass er das erst jüngst gemacht.

Dieser Plan  fällt somit  flach.

Meier denkt darüber nach,

ob ein andrer ihm vielleicht,

noch was gibt, damit es reicht?

Hat jedoch dabei kein Glück,

wer was leiht, will’s auch zurück.

 

Schließlich kommt er zu dem Schluss

dass er rationieren muss,

macht, weil anders es nicht geht,

nun bis Ultimo Diät.

Voller Frust muss er erkennen:

 

Luxus muss man sich leisten können.

 

 

 

© Sibylle E.

Foto: Kreuznacher Zeitung / Pixelio.de