Ein weniger bekanntes, aber ganz bezauberndes Buch stammt aus der Feder von Eric Gurney und heisst: Vom Umgang mit neurotischen Hunden ..

Ein MUSS für jeden Hundefreund und wer je einen Hund besessen hat wird diesen und sich selbst unschwer wiederfinden.

Meine liebste Geschichte daraus ist: der Hund darf nicht ins Bett. In mehreren Bildern wird der subtile *Machtkampf zwischen Herr und Hund beschrieben, auf dem letzten Bild schüttelt ein Mann verzweifelt seine Matratze, während Hundi sich mit allen vier Pfoten und wild entschlossenem Gesicht an die Unterseite krallt. Der Text dazu: man beschliesst, konsequent zu bleiben und sein Bett NICHT mit dem Hund zu teilen ...

man schläft auf der Couch!

Meine Hunde durften eigentlich nie ins Bett. Erstens waren die Kerls meistens zu gross, dann waren es ja auch zwei und das wäre dann doch sehr eng geworden und auserdem wollte ich nicht ständig schmuddelige Pfotenabdrücke auf der Bettwäsche haben. Trotzdem haben es alle immer wieder versucht. Ich vergesse da nie die *Technik meines Chow-Mischlings Barry: zuerst versuchte er es auf die *normale Tour .. Vorderpfoten aufs Bett und zum Springen ansetzen. Mein energisches NEIN brachte die Pfoten wieder nach unten, Kopf aufs Bett und ergebenes Seufzen. Dann den Kopf laaaangsam weiter ins Bett schieben. Wenn ich ihn ansah, drehte er den Kopf weg nach dem Motto: *sehe ich dich nicht siehst du mich auch nicht* und der Hals wurde lang und länger. SO lang kann ein Hundehals gar nicht sein! Bei genauem Hinsehen entdeckte ich dann, dass er die Vorderbeine einfach nach hinten hängen liess und Brust und Oberkörper immer weiter auf das Bett geschoben hatte. Der halbe Hund war schon drin aber noch immer K E I N E Pfote.

Rocco, der Hund, den ich jetzt habe, ist eine Ausnahme. Wir bekamen ihn mit ca 8 Wochen, natürlich durfte er auch auf dem Bettvorleger schlafen .. auf meinem natürlich, obwohl es *eigentlich nicht mein Hund war, aber ich würde wenigstens nachts wach, wenn er mal nach draussen musste. Als er anfing zu *weinen und seine Geschwister suchte habe ich ihn kurzerhand unter die Decke befördert, wo er auch sofort einschlief und die ganze Nacht durchschlief. Das behielt er ein paar Tage bei, dann suchte er sich seinen eigenen Platz ... auf einem grossen runden Rattansessel.

Mein PC steht in einer abgeteilten Ecke vom Schlafzimmer und solange ich hier sitze liegt der Hund irgendwo in der Nähe. Aber sobald ich den Kasten abschalte springt er auf und ins Bett. Wenn ich ihn dann anspreche: das ist MEIN Bett, macht er die Augen zu und atmet gaaanz langsam und tief, was soviel heissen soll wie: Siehst du nicht, dass ich grade sooo schön und fest schlafe? du kannst es doch unmöglich übers Herz bringen mich hier zu vertreiben! Dabei werden die Lefzen ganz breit und die Mundwinkel wandern bis fast hinter die Ohren ... ein echtes Hunde-Grinsen. Allerdings muss ich noch nicht auf die Couch, wenn ich *RAUS sage, zieht er seufzend ab.
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by M.K.