HUNDENAMEN

 

 

  Mein letzter Hund, ich gab ihm den Namen „Max“.

 

Nicht ohne Grund, mein Schwiegervater hieß so.

 

 Sehr zum Leidwesen von „Max“, meinem Hund, denn der Name fiel des öfteren und somit trafen sie sich ebenfalls des öfteren, da gerufen!

 

 Max, mein Schwiegervater hielt dieses Verhalten von „Max“, meinem Hund für den Ausdruck seiner unabdingbaren Gefolgschaft, also seiner, mit was auch immer begründeten Führungsqualität. 

 

Max hörte gelegentlich schlecht.

 

„Max“ hingegen hörte hundetypisch zehntausendmal besser. 

 

Dies wiederum führte bei Lore, meiner Schwiegermutter zum Nachdenken und zu den unausweichlichen Bemerkungen, die man bei älteren Ehepaaren durchaus feststellen kann: „Der Hund hört besser, als du!“ 

 

Dies wurde von Max als sachlich richtig abgenickt, ohne den Playboy aus der Hand zu legen.  

 

Frustration allenthalben. 

 

Max, er konnte nicht ungestört den Playboy lesen.... 

 

 „Max“ hingegen erwartete bei den Rufen nach Max jeweils ein „Leckerli“, was ausblieb und Lore, sie hatte den Hund vor den Beinen, der mit dem Küchenhandtuch nichts anfangen konnte, geschweige denn Geschirr abtrocknen.  

 

Rufe aus der Küche: “Mensch „Max“, jetzt hau doch endlich ab!“

 

Wurden beim Playboyleser im Wohnzimmer irritiert vernommen und erst nach Jahren der Gewöhnung, richtig zugeordnet.

 

 Festzustellen bleibt, dass nie nach meiner Motivation zur Namensgebung gefragt wurde, auch war „Max“ nach Jahren seiner Erziehung auf Namenszuruf, immer zur Stelle........... 

 

Was bei Max nur noch gelegentlich funktionierte, schon gar nicht, wenn ein neuer Playboy im Körbchen lag. 

 

© W. Griffelspitzer