Hunger
gereimte Gefühle von einer Hobbydichterin
Im Menschenstrom der großen Stadt,
da sitzt ein Mann im Staub;
ich denk mir, dieser arme Mann
ist blind wohl oder taub.
Dann sehe ich genauer hin
und merk`, er ist nicht krank;
er hält ein Schild in seiner Hand:
Ich habe Hunger, vielen Dank.
Ich hab auch Hunger, guter Mann,
denk wütend ich bei mir,
doch bettel ich keine Leute an,
ich arbeite dafür.
Warscheinlich bist du arbeitsscheu,
gehst gerne "einen heben",
lachst hinterher die Leute aus,
die dir hier etwas geben.
Und außerdem gibt`s noch den Staat
der läßt schon keinen fallen;
ab und zu muß jeder mal
den Gürtel enger schnallen.
Drei Münzen fall`n in deinen Hut,
ich Denk`, na was ein Glück;
du dankst dem Spender still dafür
mit resigniertem Blick.
Der Groll, den ich bis jetzt empfand,
verflüchtigt sich im Nu,
dein Blick, ja dieser stumme Schrei,
drückt mir die Kehle zu.
Ich eile weiter bin beschämt
und will dein Leid vergessen;
du hast Hunger immer noch,
ich viel zu viel zu essen.
da sitzt ein Mann im Staub;
ich denk mir, dieser arme Mann
ist blind wohl oder taub.
Dann sehe ich genauer hin
und merk`, er ist nicht krank;
er hält ein Schild in seiner Hand:
Ich habe Hunger, vielen Dank.
Ich hab auch Hunger, guter Mann,
denk wütend ich bei mir,
doch bettel ich keine Leute an,
ich arbeite dafür.
Warscheinlich bist du arbeitsscheu,
gehst gerne "einen heben",
lachst hinterher die Leute aus,
die dir hier etwas geben.
Und außerdem gibt`s noch den Staat
der läßt schon keinen fallen;
ab und zu muß jeder mal
den Gürtel enger schnallen.
Drei Münzen fall`n in deinen Hut,
ich Denk`, na was ein Glück;
du dankst dem Spender still dafür
mit resigniertem Blick.
Der Groll, den ich bis jetzt empfand,
verflüchtigt sich im Nu,
dein Blick, ja dieser stumme Schrei,
drückt mir die Kehle zu.
Ich eile weiter bin beschämt
und will dein Leid vergessen;
du hast Hunger immer noch,
ich viel zu viel zu essen.
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