Ich darf 2 mal im Jahr Geburtstag feiern
Es ist nicht schlimm, diese Krankheit zu haben,aber schlimm, wenn ich nichts dagegen unternehme.
Hallo, ich bin die Anne und morgen mein 18 tes Jahr trocken. (5.5.1990)
Ich bin tief dankbar, dass ich den Weg gefunden habe, meine Alkoholsucht zu stoppen. Ich wurde oft gefragt, wie machst Du das denn, es ist doch nicht so einfach...... Nein, Freunde, einfach ist es sicher nicht, denn der Alkohol hat mein Leben bestimmt. Er hat bestimmt, wie es mir körperlich und seelisch ging, er hat bestimmt, wohin ich am Tage ging, ohne zwischendurch einen Schnaps trinken zu dürfen. Ich konnte nicht einfach so einen Tag unterwegs sein, auch wenn ich es wollte, mein Körper hat nach Alkohol verlangt. Ich freute mich dann immer, wenn andere was tranken, denn dann fiel ich ja nicht auf, wenn ich was brauchte. Ich habe nie oder selten viel trinken müssen, ich war eine sogenannte Spiegel- oder auch Pegeltrinkerin, ich musste immer nur meinen Pegel auffüllen, damit es mir halbwegs gutging. Das Schlimmste daran ist gewesen, dass ich alles immer nur heimlich machen konnte, denn ich wollte doch nicht auffallen. Ich fraß ständig irgendwelche Pfefferminzbonbon, damit bloß keiner meine Fahne roch. Heute weiß ich, wie diese Mischung zusammen stinkt.......
Wie oft habe ich mir abends vorgenommen, morgen trinkst du nicht mehr, morgen fängst du ein neues Leben an. Aber am nächsten Tag war dieser Vorsatz schon wieder ganz weit weg und die Sucht hat mich wieder eingeholt. Nur einen Weinbrand wollte ich trinken, dann kann ich auch besser einkaufen gehen oder meinen Haushalt machen. Aber als der 1. Weinbrand durch die Kehle rann, war auch dieser Zug abgefahren, meine Gedanken waren ständig bei der Flasche im Schrank. Ach, Anne, wenn du einen trinkst, dann kannst du doch auch den zweiten........ wieder war eine halbe Flasche leer. Es kotzte mich selbst an, dass ich so "haltlos" war, ich mochte mich im Spiegel nicht mehr ansehen, dieses aufgedunsene Gesicht, die Haare könnten auch mal wieder gewaschen werden, kein Wunder, dass mein Mann nach anderen Frauen schaute. Jetzt hatte ich ja wieder einen Grund zum Trinken. Depressionen kamen, - gesoffen. Ängste kamen - gesoffen, Werder hat gewonnen - gesoffen, Werder hat verloren - gesoffen. Und was habe ich mich bedauert, was war ich doch für ein armes Schwein - gesoffen usw. usw. usw.
Irgendwann wachte ich morgens auf, hatte Panikattacken, gepaart mit Depressionen, doch anstatt zu trinken, fragte ich eine Freundin gegenüber, von der ich wusste, dass sie schon 10 Jahre trocken war, ob sie mich nicht mal mit zu AA nehmen könnte. Von dem Tag an bin ich über 10 Jahre in die Gruppen gegangen, habe gelernt,dass Alkoholsucht eine Krankheit ist, habe gelernt, mein Leben völlig umzukrempeln, denn der Platz Alkohol musste mit anderen Aktivitäten ausgefüllt werden. Mit Hilfe vieler Freunde von Selbsthilfegruppen und einer höheren Macht durfte ich langsam Schritt für Schritt trocken werden. Es war sicher nicht einfach, aber das ist auch der Grund, dass ich heute eine starke Frau geworden bin.
Morgen ist mein 18. Geburtstag, also volljährig, ich bin dankbar, dass ich nicht mehr zu trinken brauche.
Es ist nicht schlimm alkoholkrank zu sein,
aber schlimm, wenn man nichts dagegen tut.
Jeder von Euch, der diese Zeilen hier lesen kann und eventuell ein Alkoholproblem hat, kann es schaffen, davon loszukommen, er muss es nur wollen. Denn nichts ist schöner, als den Tag so zugestalten, wie ich es möchte und nicht der Alkohol bestimmt.
Ich wünsche allen ein zufriedenes trockenes Leben
Anne, eine trockene Alkoholikerin
Ich bin tief dankbar, dass ich den Weg gefunden habe, meine Alkoholsucht zu stoppen. Ich wurde oft gefragt, wie machst Du das denn, es ist doch nicht so einfach...... Nein, Freunde, einfach ist es sicher nicht, denn der Alkohol hat mein Leben bestimmt. Er hat bestimmt, wie es mir körperlich und seelisch ging, er hat bestimmt, wohin ich am Tage ging, ohne zwischendurch einen Schnaps trinken zu dürfen. Ich konnte nicht einfach so einen Tag unterwegs sein, auch wenn ich es wollte, mein Körper hat nach Alkohol verlangt. Ich freute mich dann immer, wenn andere was tranken, denn dann fiel ich ja nicht auf, wenn ich was brauchte. Ich habe nie oder selten viel trinken müssen, ich war eine sogenannte Spiegel- oder auch Pegeltrinkerin, ich musste immer nur meinen Pegel auffüllen, damit es mir halbwegs gutging. Das Schlimmste daran ist gewesen, dass ich alles immer nur heimlich machen konnte, denn ich wollte doch nicht auffallen. Ich fraß ständig irgendwelche Pfefferminzbonbon, damit bloß keiner meine Fahne roch. Heute weiß ich, wie diese Mischung zusammen stinkt.......
Wie oft habe ich mir abends vorgenommen, morgen trinkst du nicht mehr, morgen fängst du ein neues Leben an. Aber am nächsten Tag war dieser Vorsatz schon wieder ganz weit weg und die Sucht hat mich wieder eingeholt. Nur einen Weinbrand wollte ich trinken, dann kann ich auch besser einkaufen gehen oder meinen Haushalt machen. Aber als der 1. Weinbrand durch die Kehle rann, war auch dieser Zug abgefahren, meine Gedanken waren ständig bei der Flasche im Schrank. Ach, Anne, wenn du einen trinkst, dann kannst du doch auch den zweiten........ wieder war eine halbe Flasche leer. Es kotzte mich selbst an, dass ich so "haltlos" war, ich mochte mich im Spiegel nicht mehr ansehen, dieses aufgedunsene Gesicht, die Haare könnten auch mal wieder gewaschen werden, kein Wunder, dass mein Mann nach anderen Frauen schaute. Jetzt hatte ich ja wieder einen Grund zum Trinken. Depressionen kamen, - gesoffen. Ängste kamen - gesoffen, Werder hat gewonnen - gesoffen, Werder hat verloren - gesoffen. Und was habe ich mich bedauert, was war ich doch für ein armes Schwein - gesoffen usw. usw. usw.
Irgendwann wachte ich morgens auf, hatte Panikattacken, gepaart mit Depressionen, doch anstatt zu trinken, fragte ich eine Freundin gegenüber, von der ich wusste, dass sie schon 10 Jahre trocken war, ob sie mich nicht mal mit zu AA nehmen könnte. Von dem Tag an bin ich über 10 Jahre in die Gruppen gegangen, habe gelernt,dass Alkoholsucht eine Krankheit ist, habe gelernt, mein Leben völlig umzukrempeln, denn der Platz Alkohol musste mit anderen Aktivitäten ausgefüllt werden. Mit Hilfe vieler Freunde von Selbsthilfegruppen und einer höheren Macht durfte ich langsam Schritt für Schritt trocken werden. Es war sicher nicht einfach, aber das ist auch der Grund, dass ich heute eine starke Frau geworden bin.
Morgen ist mein 18. Geburtstag, also volljährig, ich bin dankbar, dass ich nicht mehr zu trinken brauche.
Es ist nicht schlimm alkoholkrank zu sein,
aber schlimm, wenn man nichts dagegen tut.
Jeder von Euch, der diese Zeilen hier lesen kann und eventuell ein Alkoholproblem hat, kann es schaffen, davon loszukommen, er muss es nur wollen. Denn nichts ist schöner, als den Tag so zugestalten, wie ich es möchte und nicht der Alkohol bestimmt.
Ich wünsche allen ein zufriedenes trockenes Leben
Anne, eine trockene Alkoholikerin
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