Ich fühle mich sehr wohl.
Danke Jochen, alter Freund.
Ein recht unfreundlicher Samstagvormittag gestern, neblig und kalt.
Ich stand unter dem Vordach unseres Redaktionshauses
und der Wind blies mir den Regen ins Gesicht.
Aber, der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier.
Und eine meiner Angewohnheiten ist es, um genau 11 Uhr einen Kaffee zu trinken,
dabei meine Notizen auszuwerten und meinen Freunden zu erklären, warum der FC
in dieser Saison nicht absteigen kann.
Also stapfte ich zügig durch den Regen, die 150 Meter über den Heumarkt, hin zu
Rudis Kaffeehaus.
Rudis Kaffeehaus, eine der letzten kölner Hochburgen für Raucher.
Da aber andere anscheinend dasselbe beschlossen hatten, fand ich natürlich nicht nur
meinen Stammplatz besetzt.
Aber was soll`s?
Ich bin Optimist, und ich bin froh, dass ich einer bin.
Denn, wenn wir Optimisten nicht wären, wüssten die Pessimisten gar nicht, wie
glücklich sie sind.
Ich zwängte mich also durch die Tischreihen, Ausschau haltend nach einem
freien Stuhl, als ich meinen Namen hörte: „ Markus?“
Ich sah mich um, und erkannte meinen alten-besten Freund Jochen.
Jochen, mit dem ich bis zu seiner Hochzeit mein Leben teilte.
Danach war es aus zwischen uns.
Mir gefiel seine Frau nicht, seiner Frau gefiel ich nicht, und so ging unsere
Freundschaft auseinander.
Erika war eine dieser Frauen, die -hinter einem erfolgreichen Mann stehen- wollen.
Zunächst trafen wir uns noch sporadisch, meist zufällig in der Stadt.
Verloren uns aber durch seinem Umzug nach München völlig aus den Augen.
Von Kollegen und Bekannten wurde ich ab und an mit den neuesten Nachrichten
über meinen Freund Jochen versorgt.
So erfuhr ich, dass er zum dritten, oder vierten Mal geschieden war, bei der Geburt
seines vierten Kindes seinen 2. Vorderwandinfarkt erlitt, und dass sein Job ihn voll
in Anspruch nimmt.
Am Nebentisch wurde ein Stuhl frei, ich schnappte ihn mir und setzte mich zu Jochen.
„ Und, wie geht’s dir?“ erkundigte ich mich.
„ Na ja,“ antwortete er leicht verkrampft.
„ Immer noch in München?“
„ Schon seit Jahren nicht mehr.“
„ So, wo denn?“
„ Berlin.
Bin dort für einen Konzern als Brandmanager tätig,
viel unterwegs, Fernost, neue Märkte und so, weiß du?“
„ Muss ein toller Job sein.“
„ Wie man’s nimmt.“
Er erzählte mir etwas von seinen Ex-Frauen, seinen vier Kindern, von ihren Ansprüchen
und seinen Verpflichtungen.
„ Du hast ja keine Ahnung, was das alles kostet.“
Dass sein Job ein Pulverfass sei, er alle Notfallkliniken zwischen Ohio und Shanghai kenne.
Von seiner derzeitigen Lebensabschnittsbegleiterin,
„ Sie stellt sehr hohe Ansprüche. Wenn ich mit meinem Gehalt auskommen möchte,
komme ich mit ihr nicht aus. Und wollte ich mit ihr auskommen, würde mein Gehalt nicht reichen.“
Er lachte ein wenig gequält.
„ Und du, noch immer bei der Zeitung?“
„ Jo, hab jetzt mein eigenes Büro,“ lächelte ich „ und meine eigene Tippse.“
„Hab Vater besucht, geht ihm nicht gut, wird ja auch 80 im März.
Rudi, rufst du mir bitte ein Taxi?
Muss um eins am Flughafen sein.“
Bis das Taxi kam, erzählte er noch etwas von unzuverlässigen Mitarbeitern in
La Paz und schlechten Handyverbindungen in Mozambique.
„ Ich ruf dich an, wenn ich im März in der Stadt bin, zu Vaters 80.,
war toll dich mal wieder zu sehen Markus.“
Es regnete noch immer, als ich später vom Schreibtisch aus zu Rudis Kaffeehaus
rüberschaute.
Mit Inge gehe ich am Sonntag zum Griechen, danach ins Kino.
Und nächste Woche zum Spiel, nehme ich Christa mit, die ist noch fußballverrückter
als ich.
Morgen muss ich mir das Spiel der A-Jugend ansehen.
Werd mal einen Kasten Bier mitnehmen.
Ach ja, der Jochen.
Ich weiß, ist kein toller Artikel, interessiert auch keinen Menschen.
Aber ich habe gerade im Moment, einfach ein gutes Gefühl.
Ich stand unter dem Vordach unseres Redaktionshauses
und der Wind blies mir den Regen ins Gesicht.
Aber, der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier.
Und eine meiner Angewohnheiten ist es, um genau 11 Uhr einen Kaffee zu trinken,
dabei meine Notizen auszuwerten und meinen Freunden zu erklären, warum der FC
in dieser Saison nicht absteigen kann.
Also stapfte ich zügig durch den Regen, die 150 Meter über den Heumarkt, hin zu
Rudis Kaffeehaus.
Rudis Kaffeehaus, eine der letzten kölner Hochburgen für Raucher.
Da aber andere anscheinend dasselbe beschlossen hatten, fand ich natürlich nicht nur
meinen Stammplatz besetzt.
Aber was soll`s?
Ich bin Optimist, und ich bin froh, dass ich einer bin.
Denn, wenn wir Optimisten nicht wären, wüssten die Pessimisten gar nicht, wie
glücklich sie sind.
Ich zwängte mich also durch die Tischreihen, Ausschau haltend nach einem
freien Stuhl, als ich meinen Namen hörte: „ Markus?“
Ich sah mich um, und erkannte meinen alten-besten Freund Jochen.
Jochen, mit dem ich bis zu seiner Hochzeit mein Leben teilte.
Danach war es aus zwischen uns.
Mir gefiel seine Frau nicht, seiner Frau gefiel ich nicht, und so ging unsere
Freundschaft auseinander.
Erika war eine dieser Frauen, die -hinter einem erfolgreichen Mann stehen- wollen.
Zunächst trafen wir uns noch sporadisch, meist zufällig in der Stadt.
Verloren uns aber durch seinem Umzug nach München völlig aus den Augen.
Von Kollegen und Bekannten wurde ich ab und an mit den neuesten Nachrichten
über meinen Freund Jochen versorgt.
So erfuhr ich, dass er zum dritten, oder vierten Mal geschieden war, bei der Geburt
seines vierten Kindes seinen 2. Vorderwandinfarkt erlitt, und dass sein Job ihn voll
in Anspruch nimmt.
Am Nebentisch wurde ein Stuhl frei, ich schnappte ihn mir und setzte mich zu Jochen.
„ Und, wie geht’s dir?“ erkundigte ich mich.
„ Na ja,“ antwortete er leicht verkrampft.
„ Immer noch in München?“
„ Schon seit Jahren nicht mehr.“
„ So, wo denn?“
„ Berlin.
Bin dort für einen Konzern als Brandmanager tätig,
viel unterwegs, Fernost, neue Märkte und so, weiß du?“
„ Muss ein toller Job sein.“
„ Wie man’s nimmt.“
Er erzählte mir etwas von seinen Ex-Frauen, seinen vier Kindern, von ihren Ansprüchen
und seinen Verpflichtungen.
„ Du hast ja keine Ahnung, was das alles kostet.“
Dass sein Job ein Pulverfass sei, er alle Notfallkliniken zwischen Ohio und Shanghai kenne.
Von seiner derzeitigen Lebensabschnittsbegleiterin,
„ Sie stellt sehr hohe Ansprüche. Wenn ich mit meinem Gehalt auskommen möchte,
komme ich mit ihr nicht aus. Und wollte ich mit ihr auskommen, würde mein Gehalt nicht reichen.“
Er lachte ein wenig gequält.
„ Und du, noch immer bei der Zeitung?“
„ Jo, hab jetzt mein eigenes Büro,“ lächelte ich „ und meine eigene Tippse.“
„Hab Vater besucht, geht ihm nicht gut, wird ja auch 80 im März.
Rudi, rufst du mir bitte ein Taxi?
Muss um eins am Flughafen sein.“
Bis das Taxi kam, erzählte er noch etwas von unzuverlässigen Mitarbeitern in
La Paz und schlechten Handyverbindungen in Mozambique.
„ Ich ruf dich an, wenn ich im März in der Stadt bin, zu Vaters 80.,
war toll dich mal wieder zu sehen Markus.“
Es regnete noch immer, als ich später vom Schreibtisch aus zu Rudis Kaffeehaus
rüberschaute.
Mit Inge gehe ich am Sonntag zum Griechen, danach ins Kino.
Und nächste Woche zum Spiel, nehme ich Christa mit, die ist noch fußballverrückter
als ich.
Morgen muss ich mir das Spiel der A-Jugend ansehen.
Werd mal einen Kasten Bier mitnehmen.
Ach ja, der Jochen.
Ich weiß, ist kein toller Artikel, interessiert auch keinen Menschen.
Aber ich habe gerade im Moment, einfach ein gutes Gefühl.
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