der gesamte bericht steht auf neiner werbsite
http://WWW.margy-plauen.de

Dieser Bericht geht da los wo es eigentlich aufhören sollte.Dieser Termin sollte der 2.Mai 2004 gewesen sein.
Ich ging an diesem Tag von der Ranch nach Hause, wir hatten gerade eine Party mit den Midnight Ramblers beendet, legte mich schlafen und wachte gegen 11 Uhr mit einem eigentümlichen Rauschen im rechten Ohr auf. Ich konnte gerade noch zu meiner Frau sagen sie soll die 112 anrufen, da fiel ich auch schon um.
Gehirnstammbluten bei 280 Blutdruck.
Nun wurde ich für zwei Wochen ins Koma gelegt aus dem ich erst in Kreischa bei Dresden erwachte .
ab jetzt schreibe ich klein weil ich mit links schreibe, ich bin halbseitig gelähmt.
was ich in den wochen darauf träumte und vieleicht auch im koma ist anzusiedeln zwischen chaos und grössenwahn. bezeichnend dafür ist die begebenheit, wie ich mit meinem freund klaus dem alten schnorrer plauen unter freibier setzte so das die brauereien nicht nachkamen und sie das bier aus dem norden holen mussten, die plörre wollte aber keiner trinken. der frieder aus der ranch musste das alles bezalen, die arme sau.
wen ich das alles aufschreiben würde und einen herausgeber für den schwachsinn finden würde könnte ich echt kohle verdienen. auf dem comedysektor.
wie dem auch sei hatte ich echt glück gehabt, dass damals meine frau zuhause war und gleich die 112 anrief. so ist ´nur´ mein motorikzentrum im gehirn ausgeschalten gewesen. ich konnte zu anfang nicht einmal alleine atmen und nur die augen bewegen. meine angehörigen haben sich gefreut als dann ein finger zuckte. jetzt kann ich schon die ersten aufstehversuche machen.
so ein gehirnbluten,habe ich durch internetlektüre herausgefunden, tritt nur als folgeerscheinung von etas anderem auf. bei mir war das ein schlaganfall,daraus resultiert auch die halbseitige lähmung.
also habe ich im ersten jahr einiges überlebt, einen schlaganfall, gehirnbluten, eine verrutschte sprechkanüle, wobei das blut bis an die decke spritzte, zwei lungenentzündungen und die sektion der hüftköpfe. was das ist und warum das geschehen musste erkläre ich später, denn das war erst zu sankt nikolaus in meinem stiefel, statt nüsse, pfefferkuchen und zuckerzeugs.
ich habe leute gesehen, die zwar laufen konnten, aber ihre eigenen kinder nicht mehr erkannt haben. jedoch weiss ich manchmal nicht, ob die zusammenhänge nicht zu erkennen nun ein fluch oder ein segen ist. manchmal weiss ich nicht ob ich die ärzte,die mich damals wieder ins leben holten nun verfluchen soll oder ob ich mich bei ihnen bedanken soll, aber sie wussten ja nicht, was noch kommen sollte.der hammer kam ja erst ein halbes jahr später.
erst einmal habe ich nichts mitbekommen weil ich ja gerade aus dem koma erwacht bin, besser geweckt wurde. als erstes wusste ich nicht wieviel zeit vergangenwar, wochen, monate, jahre,jahrzehnte oder in ermangelung logische zusammenhänge zu erkennen jahhunderte. die autos konnten plötzlich fliegen, das lag daran, dass vor neinem fenster ein hang zur strasse hinauf war und ich deshalb die räder nicht sehen konnte.
das kann ich jetzt sagen, nachdem ich über damals nachgedacht habe.damals realisierte ich das alles nicht. überhaupt kommt es mir vor, als ob sich das bewusstsein seit dem erwachen bis heute immer mehr öffnet.so habe ich meiner frau bis zun jareswechsel 2006/07 blind vertraut, so muss ich jetzt sagen, wie konntest du nur.
also lag ich da in kreischa herum, meine wachphasen vergingen mit therapien in denen ich durchbewegt wurde oder für eine bestimmte zeit in einen pflegerollstuhl mehr oder weniger gesetzt wurde.aus dieser zeit stammte auch das kommunikationsmittel, da ich ja nicht reden konnte,eine umklappbare kladde mit buchstaben und zahlen auf die ich mit der linken hand zeigen konnte.und dann wurde ich von der intensivstation auf die reguläre station für frührehabilitaton gelegt. das muss so um den 1.juli herum gewesen sein.
um diese zeit ging es los, dass ich nicht auf der seite gelagert sein wollte, weil mir meine hüfte und später meine knie so weh taten. man röntge mich und sagte nir, auf den röntgenbildern ist etwas gries um die hüftgelenke zu sehen, ich soll meine schmerzgrenze höher schrauben. und damit war das thema gegessen.
es gab viele schwestern und besonders einen pfleger, die auf die seitenlage bestanden und einfach die tür schlossen wen ich schrie, einmal muss ich sogar das bewusstsein verloren haben. positiv ist mir ein junger aushilfspfleger in erinnerung geblieben,die mich die ganze schicht lang auf dem rückenn lies.
eines tages kam eine ärztin zu mir und sagte meine leberwerte sind schlecht aber man kann mir bei den ganzen medikamenten die ich schon bekomme jetzt nicht noch antibiotika geben.bei dem was ich jetzt weis und rechnungtragend dem umstand dass mein bewussein nicht weit geöffnet war hätte ich stutzig werden müssen.seit wann heilt nan schlechte leberwerte nit antibiotika das ist doch nur eine auswirkung deren ursache erst einmal herausgefunden werden muss. und wenn eine blutuntersuchung gemacht wurde und ein erhöhter anteil von bakterien vorkommt,dann muss man deren herkunft herausfinden.und wenn der patient über schmerzende hüften klagt, dann werden das wohl die hüften sein. das sagt dir ein gescheiterter medizinstudent, der nach dem ersten semester abgebrochen hat und der jetzt b.w.l. studiert,weil ihm das besser liegt.
allerdings wäre es zu dieser zeit mit antibiotika noch heilbar gewesen?
zu dieser zeit wurde ich nicht mehr beatmet und man entschied, dass ich eine sprechkanüle bekommen sollte.das ist ein gerät,das in die röhre im hals, durch die man atmet, gesteckt wird, das einem hilft zu sprechen. was heist sprechen, mehr als ein brummen bekam ich nicht heraus. wenn drei monate die stimmwerkzeuge nicht benutzt werden muss man lernen wieder damit umzugehen.
nach einigen tagen war das auch pasé, nachts verrutschte das gerät, ich sah irgendwie das blut spritzen, einen operationssal, oder was aus der sicht des patienten zu sehen ist und dann nichts mehr, weil ich wieder mal im künstlichen koma lag