Für Notfälle sollte man immer Geld auf der hohen Kante haben, wie jeder weiß. Auch ich. Wirkliche Notfälle kann es immer geben, und dann ist es doch beruhigend, darauf zurückgreifen zu können. Was ist zum Beispiel, wenn die Waschmaschine streikt? Genau. Eine Waschmaschine muss immer funktionieren.
Da gibt es nur ein winzig kleines Problem: Wie legt man Geld auf die hohe Kante, dass es nicht herunterfällt? Über die Antwort auf diese alles entscheidende Frage muss ich noch nachdenken. Redensarten haben es überhaupt in sich. Sie können trösten, einem Streit die Schärfe nehmen oder uns auch zum Lachen bringen, wie der Spruch, der in den Siebziger Jahren entstanden ist: "Ich glaube, mein Schwein pfeift".
Ich besitze kein Schwein. Hätte ich eins, könnte ich ja versuchen, ihm geduldig das Pfeifen beizubringen. Wer weiß, vielleicht wäre es sogar eins der begabteren Schweine. Und was ist mit der Behauptung "Ich glaube, mein Hamster bohnert"? Na ja, möglicherweise gibt es fleißige Hamster, die das Bohnern beherrschen...
"Ich glaube, mein Hund spielt Halma". Da hätte man als Hundebesitzer immer einen Spielpartner. Wäre doch sicher ganz lustig, mal mit seinem Hund eine Runde Halma zu spielen. (Falls er ein guter Verlierer ist).
Über das Wort "Kokolores", den man so gerne redet, habe ich mal gelesen, dass es etwas mit dem Ausdruck "Kuckelöres" zu tun hat, einer veralteten Variante des Wortes "Kikeriki". Wer Kokolores redet, plustert sich also auf wie ein Hahn.
Vielleicht schaffe ich mir irgendwann einmal wieder eine Katze an. Ich habe aber nicht vor, dann "die Katze im Sack" zu kaufen. Im Mittelalter betrogen Händler oft ihre Kunden und verkauften ihnen statt einer Legehenne eine "wertlose" Katze im Sack. Arme Katzen, kann man da nur sagen.
Aber ich bin vom Thema abgekommen. Ich werde mir jetzt überlegen müssen, wie ich Geld auf die hohe Kante bekomme, ohne dass es herunterfällt. Ich habe auch schon eine Idee...
Bild: pixelio
Gisela Peter
