Man hat ein Leben.
Nicht immer geht man vorsichtig damit um.
Meist belastet man es ohne nachzudenken.
Treibt Schindluder mit seiner Gesundheit.
Vergisst seine Schwachstellen und die eigene Sterblichkeit.
Die moderne Medizin bietet Lösungen.
Bietet Hoffnungen. Worauf?
Anschließend mit der neuen Lunge weiter zu rauchen?
Wieso hat man überhaupt eine Transplantation gemacht?
Mit der neuen Leber auf das neue Leben anstoßen?
Wieso hinterlässt das einen schalen Beigeschmack?
Bei mir. Auch bei Dir?
Viele feiern ihren zweiten Geburtstag.
Vergessen, dass sie den Tod eines Menschen feiern, ohne den sie nicht weiterleben würden.
Ist die Waage wirklich austariert?
Muss die Organtransplantationsmedizin zur Routine werden?
Wird uns der Wert des eigenen Lebens erst bewusst, wenn wir ohne Rücksicht auf Verluste leben und dann mit dem Ergebnis konfrontiert werden?
Das sind meine persönlichen Gedanken und ich will und werde keinem nahetreten, der Organe spenden will. Für mich gibt es nur das eine Leben und ich will keine Spende von Organen.
Es gibt zudem Menschen, die nicht spenden dürfen, sollen die dann auch keine Organe erhalten? Wird es für ALG-II Empfänger Organspenden geben? Wer kontrolliert die Vergabe? Kann es noch schlimmer werden?
Copyright, Bild und Text, P. Archie 2011
Ist es das wert?
Im Zuge der neu entfachten Diskussion um Organspenden, Widerspruchslösung, habe ich ein paar Gedanken, die ich hier ausbreiten möchte.
Ich persönlich empfinde es als pervers, statt mit meinem Leben abzuschließen und mich zu verabschieden, auf den Tod eines Menschen zu warten. Denn nur der Tod eines anderen Lebewesens ist die Ursache für neue Hoffnung.
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