Jedem Abschied wohnt ein Anfang inne
In ein paar Wochen heißt es für mich Abschied nehmen vom Berufsleben.Ein Lebensabschnitt von 44 Jahren geht zu Ende.
In ein paar Wochen heißt es für mich Abschied nehmen vom Berufsleben.
Ein Lebensabschnitt von 44 Jahren geht zu Ende.
Je näher der Stichtag rückt, desto gemischter werden die Gefühle:
Die lang ersehnte freie Zeit steht nun an -
andererseits aber der Abschied von Kollegen und Geschäftspartnern.
Meine Tätigkeit in einem fest abgesteckten Aufgabengebiet hatte ich im Griff - wie man so schön sagt. Tägliche Telefonate quer durch die Republik nannte ich scherzhaft meine Deutschlandtour. Die entscheidenden Informationen auf Zuruf, dazu wenn die Zeit erlaubte, ein paar freundliche Worte zum tollen Wochenendwetter oder dem geplanten Urlaub waren selbstverständlich und stärkten die Verbindung. Es gab mir ein befriedigendes Gefühl, wenn alles fluppte, oder bei Gesprächsbedarf die Dinge sich meist einfach und unbürokratisch am Telefon regeln ließen. Diese Art der Anerkennung werde ich ganz sicher vermissen. Meine Arbeit war nie nur Job für mich, ich engagierte und identifizierte mich damit, machte meine Tätigkeit so qualifiziert und effizient wie irgend möglich. Ich wollte auch ein möglichst harmonisches Umfeld haben, als dies nicht möglich war, wurde ich ernsthaft krank.
Daraus zog ich die Konsequenz und beschränkte mich mit den Kollegen auf das Nötigste, und kam damit ganz gut zurecht. Ich hatte zwischenzeitlich meinen Focus auf den näher rückenden Ruhestand gerichtet.
Wie oft habe ich gewünscht, wenn morgens der Wecker rief, endlich nicht mehr so früh aufstehen müssen. Inzwischen habe ich ein wenig Bedenken, ich könne mit der neu gewonnenen Zeit nicht zurecht kommen und sehe die Vorteile der festen Struktur, die ein Berufsalltag mit sich bringt.
Diese Struktur neu zu schaffen bedeutet wohl, sich die erste Zeit mit einer Art Stundenplan durch die neue Freizeit zu hangeln. Das gesundheitlich notwendige Schwimmen, das mangels Zeit immer zu kurz kam, soll mit ein, zwei Terminen in der Woche das richtige Gewicht bekommen. Sicher ist es sehr schön, Besorgungen in der Stadt mit einem gemütlichen Frühstück in meinem Lieblingscafe zu verbinden. Die verlängerte Wochenendreise muß nun auch kein Traum mehr bleiben.
Aber was wird mit den Kontakten sein: Die täglichen Gespräche am Telefon mit den freundlichen Geschäftspartnern werden mir sehr fehlen und müssen durch neue Kontakte ersetzt werden. Ein VHS-Kurs würde sich anbieten, vielleicht wieder einmal ein Sprachkurs, an Wassergymnastik und Yoga hätte ich noch eher Bedarf als Interesse.
Mein Wunsch, in die bevorstehende Altersteilzeit mit einem passenden Partner zu starten, hat sich bis jetzt noch nicht erfüllt. Ich habe allerdings mein bisheriges Leben auch nicht danach ausgerichtet, ob ich einen Partner hatte, sondern mein Leben in beide Hände genommen und gehandelt. Ich werde ganz sicher nicht tatenlos und hilfesuchend auf der Couch auf meinen Märchenprinzen warten.
Aber ganz ehrlich - schön wäre es doch, wenn er mich findet!!!
Ein Lebensabschnitt von 44 Jahren geht zu Ende.
Je näher der Stichtag rückt, desto gemischter werden die Gefühle:
Die lang ersehnte freie Zeit steht nun an -
andererseits aber der Abschied von Kollegen und Geschäftspartnern.
Meine Tätigkeit in einem fest abgesteckten Aufgabengebiet hatte ich im Griff - wie man so schön sagt. Tägliche Telefonate quer durch die Republik nannte ich scherzhaft meine Deutschlandtour. Die entscheidenden Informationen auf Zuruf, dazu wenn die Zeit erlaubte, ein paar freundliche Worte zum tollen Wochenendwetter oder dem geplanten Urlaub waren selbstverständlich und stärkten die Verbindung. Es gab mir ein befriedigendes Gefühl, wenn alles fluppte, oder bei Gesprächsbedarf die Dinge sich meist einfach und unbürokratisch am Telefon regeln ließen. Diese Art der Anerkennung werde ich ganz sicher vermissen. Meine Arbeit war nie nur Job für mich, ich engagierte und identifizierte mich damit, machte meine Tätigkeit so qualifiziert und effizient wie irgend möglich. Ich wollte auch ein möglichst harmonisches Umfeld haben, als dies nicht möglich war, wurde ich ernsthaft krank.
Daraus zog ich die Konsequenz und beschränkte mich mit den Kollegen auf das Nötigste, und kam damit ganz gut zurecht. Ich hatte zwischenzeitlich meinen Focus auf den näher rückenden Ruhestand gerichtet.
Wie oft habe ich gewünscht, wenn morgens der Wecker rief, endlich nicht mehr so früh aufstehen müssen. Inzwischen habe ich ein wenig Bedenken, ich könne mit der neu gewonnenen Zeit nicht zurecht kommen und sehe die Vorteile der festen Struktur, die ein Berufsalltag mit sich bringt.
Diese Struktur neu zu schaffen bedeutet wohl, sich die erste Zeit mit einer Art Stundenplan durch die neue Freizeit zu hangeln. Das gesundheitlich notwendige Schwimmen, das mangels Zeit immer zu kurz kam, soll mit ein, zwei Terminen in der Woche das richtige Gewicht bekommen. Sicher ist es sehr schön, Besorgungen in der Stadt mit einem gemütlichen Frühstück in meinem Lieblingscafe zu verbinden. Die verlängerte Wochenendreise muß nun auch kein Traum mehr bleiben.
Aber was wird mit den Kontakten sein: Die täglichen Gespräche am Telefon mit den freundlichen Geschäftspartnern werden mir sehr fehlen und müssen durch neue Kontakte ersetzt werden. Ein VHS-Kurs würde sich anbieten, vielleicht wieder einmal ein Sprachkurs, an Wassergymnastik und Yoga hätte ich noch eher Bedarf als Interesse.
Mein Wunsch, in die bevorstehende Altersteilzeit mit einem passenden Partner zu starten, hat sich bis jetzt noch nicht erfüllt. Ich habe allerdings mein bisheriges Leben auch nicht danach ausgerichtet, ob ich einen Partner hatte, sondern mein Leben in beide Hände genommen und gehandelt. Ich werde ganz sicher nicht tatenlos und hilfesuchend auf der Couch auf meinen Märchenprinzen warten.
Aber ganz ehrlich - schön wäre es doch, wenn er mich findet!!!
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