Jung gefreit, früh , wer weiss was,,,
Ein Taxifahrer.Ein junges Paar.
Goodnight Ladies
Goodnight ladies, ladies goodnight
It's time to say goodbye
Let me tell you, now, goodnight ladies, ladies goodnight
It's time to say goodbye
Ah, all night long you've been drinking your tequilla rye
But now you've sucked your lemon peel dry
So why not get high, high, high and
Goodnight ladies, ladies goodnight
Goodnight ladies, ladies goodnight
It's time to say goodbye
Goodnight sweet ladies, all ladies goodnight
It's time to say goodbye, bye-bye
Ah, we've been together for the longest time
But now it's time to get high
Come on, let's get high, high, high
And goodnight ladies, ladies goodnight
Oh, I'm still missing my other half
Oh, it must be something I did in the past
Don't it just make you wanna laugh
It's a lonely Saturday night
Oh, nobody calls me on the telephone
I put another record on my stereo
But I'm still singing a song of you
It's a lonely Saturday night
Now, if I was an actor or a dancer that was glamorous
Then, you know, an amourus life would soon be mine
But now the tinsel light of star break
Is all that's left to applaud my heart break
And eleven o'clock I watch the network news
Oh, oh, oh, something tells me that you're really gone
You said we could be friends, but that's not what's not what I want
And, anyway, my TV-dinner's almost done
It's a lonely Saturday night
I mean to tell you, it's a lonely Saturday night
One more word, it's a lonely Saturday night
Lou Reed
`Wintergarten,st.dr.,m`.
Das bedeutet : `Am oder im Cafè Wintergarten steht eine Person männlichen Geschlechts draußen.`
O.K., dann man los !
Angekommen erwartet mich bereits ein chickes Pärchen.
Sie stehen bereits draußen am Eingang, sie an die Hauswand gelehnt, die Beine geöffnet, er eng an sie geschmiegt.
`Er`, Mitte zwanzig, `Sie` schlecht zu schätzen, wie so oft bei den Frauen.
Für`n one night stand sah er zu `gut erzogen` aus, sie schien schon eher so drauf zu sein, aber bei näherer Betrachtung vermittelte sie dann auch den Eindruck einer `Tochter aus gutem Hause`, eines jener Mädels, die zwar etwas auf sich halten und recht emanzipiert daherkommen, letztendlich aber auch lieber nach dem Sex auf `nem weißen Ledersofa im vom `Daddy` gezahlten Appartment aufwachen, als im ordinären Futon-Bett neben einem Philosophen oder Sozialwissenschaftsstudenten, wenngleich sie vorgeben, sich auf Studentenfèten gerne mit denen zu unterhalten.
Nicht nur `Sex sells`.
Intelligenz , gepaart mit Selbstbewusstsein , auch.
Status kommt immer gut, Macht wirkt geradezu aphrodisierend.
Der etwas verwirrte, vergeistigte Intellektuelle, kommt immer noch gut.
Aber nur für`s Vögeln und Reden.
Gelegentlich gönnt Sie sich schon mal einen gut gebauten Dachdecker.
Der muss aber nach dem Orgasmus schnellstmöglich die Wohnung verlassen.
Der ist nicht alltagstauglich.
Sie machte schon den Eindruck, sexuell nicht unerfahren zu sein, ich hatte aber den Verdacht, dass sie zur Gattung der Frauen gehört, die immer ein Tempo in Griffnähe haben, um gewisse Verunreinigungen schnellstmöglich beseitigen zu können.
Kondome kommen in deren Leben nicht vor.
Frauen aus bestimmten Kreisen neigen offensichtlich dazu, in allen Bereichen, in denen
sie die Aufsicht führen, peinliche Sauberkeit herzustellen.
Deren Räume sind meistens so klinisch sauber, wie ihr Sex steril ist.
Ein Kollege war lange Jahre mit einer dieser Frauen liiert und meinte, schon aus dem Grund
sei sie so verdammt gut darin gewesen, keine Spuren zu hinterlassen.
Die beiden steigen ein, Sie hinten , Er vorne und geben zielstrebig ihr Ziel an, ein nobler Vorort Osnabrücks.
Eine Gegend, in denen die Häuser mehrere Ebenen haben und die Autos in der Garage unter den Häusern stehen; Käfer Cabriolet , oder 911-er von Mama, BMW oder Benz von Papa, des öfteren ein XJS, racing green.
Die Männer dieser Frauen sind meistens `beruflich sehr eingespannt` und ihre Autos verraten, welche Prioritäten hier greifen.
Das erleichtert es ihren Frauen später zu sagen : `Wir haben uns auseinandergelebt.`
Nach wenigen Kilometern mustert der Knabe mich und kann es sich nicht verkneifen:
`Ist mir schon lange nicht passiert; ein Taxifahrer im Sakko...`
Wenig später, nachdem er offensichtlich ein Buch neben uns entdeckt hat:
`Ach, sie lesen ?`
Selbstverständlich nimmt er ohne zu fragen das Buch in die Hand und versucht interessiert zu schauen.
Das interessiert mich nun doch, und ich frage zurück, ob das so überraschend für ihn sei.
Er glaubt, in mir einen `untypischen` Taxifahrer erkannt zu haben und findet einen soziologische Bücher lesenden Taxifahrer ausgesprochen ungewöhnlich.
Ich glaube nicht, dass er Luhmanns` Traktat über die Liebe` verstehen würde...
Das arrogante, lebensferne Getue geht mir nunmehr so auf die Nerven, dass ich entgegne, das sei gar nicht so ungewöhnlich und zurückfrage, ob er glaube, alle Taxifahrer seien ungebildete Zeitgenossen ?!
So weit wolle er nicht gehen, aber das sei doch recht untypisch für einen Taxifahrer, ob ich das ernsthaft bestreiten wolle ?
Ich verstehe durchaus, dass der Knabe seiner Angebeteten etwas beweisen muss, schließlich will er als angehender Jurist - 2. Semester, hat er angemerkt - einmal was werden, und da muss man so einer jungen Dame gegenüber schon `auftreten` und was zeigen- mangels eigener beruflicher Leistungen und in Ermangelung eigener Lebenserfahrung wenigstens rhetorisch.
Das harte Los eines Alphamännchens.
Ich kann`s dann doch nicht lassen und frage zurück, ob er eigentlich wisse, wieviel akademisch ausgebildete Taxifahrer es gebe, gerade unter Juristen und Soziologen, von Lehrern ganz zu schweigen...
Damit hat er nicht gerechnet. Kleinlaut nimmt er sich zurück: `Naja, war nicht so gemeint !`
Die beiden steigen dann bald aus und schlendern engumschlungen ins Haus seiner Eltern.
Der junge Mann wird solch ein Mädel aus gutem Hause irgendwann seine Gattin nennen, nachdem die beiden ordentlich das Staatsexamen bestanden und erste berufliche Erfahrungen gesammelt haben.
Dann werden sie in den Stand der Ehe treten, ein paar Kinder in die Welt setzen und langweilige Parties geben.
Auf denen werden die Herren über `alte Zeiten` und den Job reden, Investmentfonds und darüber, wie der Nachwuchs sich so macht; die Gattinnen über das Kinderkriegen und Design, oder Kunstgeschichte, den Salsa- workshop , oder heimlich über ihre sexuellen Sehnsüchte, ihre Liebhaber.
Irgendwann wird die eine oder andere Dame es bereuen, nicht mit einem Taxifahrer, Dichter oder ihrem Salsa-Lehrer geschlafen zu haben, denn das Leben neben ihrem Gatten ist Routine und gleicht einer Sackgasse.
Sie wird dann - wie bei Wecker - zu Partys Dichter oder Philosophen einladen, und das fürchterlich chick finden, oder sich irgendwann von ihrem `Langweilergatten` trennen, alleine leben- wohlfeil alimentiert, versteht sich- und sich von einem arbeitslosen Literaturwissenschaftler Gedichte vorlesen lassen und mit ihm hemmungslosen Sex haben.
Mir fiel der Song von Konstantin Wecker ein, in dem es sinngemäß heißt, man habe sich geschworen, nie wieder einen Dichter einzuladen, nachdem man dies zunächst chic gefunden, dann aber bereut hatte, weil die Dame des Hauses mit einem `Dichter` herumgemacht hatte.
So ist das wohl!
Goodnight ladies, ladies goodnight
It's time to say goodbye
Let me tell you, now, goodnight ladies, ladies goodnight
It's time to say goodbye
Ah, all night long you've been drinking your tequilla rye
But now you've sucked your lemon peel dry
So why not get high, high, high and
Goodnight ladies, ladies goodnight
Goodnight ladies, ladies goodnight
It's time to say goodbye
Goodnight sweet ladies, all ladies goodnight
It's time to say goodbye, bye-bye
Ah, we've been together for the longest time
But now it's time to get high
Come on, let's get high, high, high
And goodnight ladies, ladies goodnight
Oh, I'm still missing my other half
Oh, it must be something I did in the past
Don't it just make you wanna laugh
It's a lonely Saturday night
Oh, nobody calls me on the telephone
I put another record on my stereo
But I'm still singing a song of you
It's a lonely Saturday night
Now, if I was an actor or a dancer that was glamorous
Then, you know, an amourus life would soon be mine
But now the tinsel light of star break
Is all that's left to applaud my heart break
And eleven o'clock I watch the network news
Oh, oh, oh, something tells me that you're really gone
You said we could be friends, but that's not what's not what I want
And, anyway, my TV-dinner's almost done
It's a lonely Saturday night
I mean to tell you, it's a lonely Saturday night
One more word, it's a lonely Saturday night
Lou Reed
`Wintergarten,st.dr.,m`.
Das bedeutet : `Am oder im Cafè Wintergarten steht eine Person männlichen Geschlechts draußen.`
O.K., dann man los !
Angekommen erwartet mich bereits ein chickes Pärchen.
Sie stehen bereits draußen am Eingang, sie an die Hauswand gelehnt, die Beine geöffnet, er eng an sie geschmiegt.
`Er`, Mitte zwanzig, `Sie` schlecht zu schätzen, wie so oft bei den Frauen.
Für`n one night stand sah er zu `gut erzogen` aus, sie schien schon eher so drauf zu sein, aber bei näherer Betrachtung vermittelte sie dann auch den Eindruck einer `Tochter aus gutem Hause`, eines jener Mädels, die zwar etwas auf sich halten und recht emanzipiert daherkommen, letztendlich aber auch lieber nach dem Sex auf `nem weißen Ledersofa im vom `Daddy` gezahlten Appartment aufwachen, als im ordinären Futon-Bett neben einem Philosophen oder Sozialwissenschaftsstudenten, wenngleich sie vorgeben, sich auf Studentenfèten gerne mit denen zu unterhalten.
Nicht nur `Sex sells`.
Intelligenz , gepaart mit Selbstbewusstsein , auch.
Status kommt immer gut, Macht wirkt geradezu aphrodisierend.
Der etwas verwirrte, vergeistigte Intellektuelle, kommt immer noch gut.
Aber nur für`s Vögeln und Reden.
Gelegentlich gönnt Sie sich schon mal einen gut gebauten Dachdecker.
Der muss aber nach dem Orgasmus schnellstmöglich die Wohnung verlassen.
Der ist nicht alltagstauglich.
Sie machte schon den Eindruck, sexuell nicht unerfahren zu sein, ich hatte aber den Verdacht, dass sie zur Gattung der Frauen gehört, die immer ein Tempo in Griffnähe haben, um gewisse Verunreinigungen schnellstmöglich beseitigen zu können.
Kondome kommen in deren Leben nicht vor.
Frauen aus bestimmten Kreisen neigen offensichtlich dazu, in allen Bereichen, in denen
sie die Aufsicht führen, peinliche Sauberkeit herzustellen.
Deren Räume sind meistens so klinisch sauber, wie ihr Sex steril ist.
Ein Kollege war lange Jahre mit einer dieser Frauen liiert und meinte, schon aus dem Grund
sei sie so verdammt gut darin gewesen, keine Spuren zu hinterlassen.
Die beiden steigen ein, Sie hinten , Er vorne und geben zielstrebig ihr Ziel an, ein nobler Vorort Osnabrücks.
Eine Gegend, in denen die Häuser mehrere Ebenen haben und die Autos in der Garage unter den Häusern stehen; Käfer Cabriolet , oder 911-er von Mama, BMW oder Benz von Papa, des öfteren ein XJS, racing green.
Die Männer dieser Frauen sind meistens `beruflich sehr eingespannt` und ihre Autos verraten, welche Prioritäten hier greifen.
Das erleichtert es ihren Frauen später zu sagen : `Wir haben uns auseinandergelebt.`
Nach wenigen Kilometern mustert der Knabe mich und kann es sich nicht verkneifen:
`Ist mir schon lange nicht passiert; ein Taxifahrer im Sakko...`
Wenig später, nachdem er offensichtlich ein Buch neben uns entdeckt hat:
`Ach, sie lesen ?`
Selbstverständlich nimmt er ohne zu fragen das Buch in die Hand und versucht interessiert zu schauen.
Das interessiert mich nun doch, und ich frage zurück, ob das so überraschend für ihn sei.
Er glaubt, in mir einen `untypischen` Taxifahrer erkannt zu haben und findet einen soziologische Bücher lesenden Taxifahrer ausgesprochen ungewöhnlich.
Ich glaube nicht, dass er Luhmanns` Traktat über die Liebe` verstehen würde...
Das arrogante, lebensferne Getue geht mir nunmehr so auf die Nerven, dass ich entgegne, das sei gar nicht so ungewöhnlich und zurückfrage, ob er glaube, alle Taxifahrer seien ungebildete Zeitgenossen ?!
So weit wolle er nicht gehen, aber das sei doch recht untypisch für einen Taxifahrer, ob ich das ernsthaft bestreiten wolle ?
Ich verstehe durchaus, dass der Knabe seiner Angebeteten etwas beweisen muss, schließlich will er als angehender Jurist - 2. Semester, hat er angemerkt - einmal was werden, und da muss man so einer jungen Dame gegenüber schon `auftreten` und was zeigen- mangels eigener beruflicher Leistungen und in Ermangelung eigener Lebenserfahrung wenigstens rhetorisch.
Das harte Los eines Alphamännchens.
Ich kann`s dann doch nicht lassen und frage zurück, ob er eigentlich wisse, wieviel akademisch ausgebildete Taxifahrer es gebe, gerade unter Juristen und Soziologen, von Lehrern ganz zu schweigen...
Damit hat er nicht gerechnet. Kleinlaut nimmt er sich zurück: `Naja, war nicht so gemeint !`
Die beiden steigen dann bald aus und schlendern engumschlungen ins Haus seiner Eltern.
Der junge Mann wird solch ein Mädel aus gutem Hause irgendwann seine Gattin nennen, nachdem die beiden ordentlich das Staatsexamen bestanden und erste berufliche Erfahrungen gesammelt haben.
Dann werden sie in den Stand der Ehe treten, ein paar Kinder in die Welt setzen und langweilige Parties geben.
Auf denen werden die Herren über `alte Zeiten` und den Job reden, Investmentfonds und darüber, wie der Nachwuchs sich so macht; die Gattinnen über das Kinderkriegen und Design, oder Kunstgeschichte, den Salsa- workshop , oder heimlich über ihre sexuellen Sehnsüchte, ihre Liebhaber.
Irgendwann wird die eine oder andere Dame es bereuen, nicht mit einem Taxifahrer, Dichter oder ihrem Salsa-Lehrer geschlafen zu haben, denn das Leben neben ihrem Gatten ist Routine und gleicht einer Sackgasse.
Sie wird dann - wie bei Wecker - zu Partys Dichter oder Philosophen einladen, und das fürchterlich chick finden, oder sich irgendwann von ihrem `Langweilergatten` trennen, alleine leben- wohlfeil alimentiert, versteht sich- und sich von einem arbeitslosen Literaturwissenschaftler Gedichte vorlesen lassen und mit ihm hemmungslosen Sex haben.
Mir fiel der Song von Konstantin Wecker ein, in dem es sinngemäß heißt, man habe sich geschworen, nie wieder einen Dichter einzuladen, nachdem man dies zunächst chic gefunden, dann aber bereut hatte, weil die Dame des Hauses mit einem `Dichter` herumgemacht hatte.
So ist das wohl!
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