
Die Wissenschaft streitet sich noch darüber, ob die Mutation durch das fehlgeprägte Aufwachsen in zerrütteten Familienverbänden der gesellschaftlichen Unterschicht zustande kommt, oder ob hier auch eine Vererbung zum Tragen kommt.
Die Kampfhunde-Besitzer zeichnen sich im Allgemeinen durch eine betonte Bemuskelung, fehlendes Fell im Kopfbereich, Springerstiefel und einer flegelhaft gefärbten Haut aus, unter Fachleuten auch Tatoos genannt.
Sie sind wenig intelligent und weisen ein grundsätzlich asoziales Verhalten auf, womit die Integration in die domestizierte menschliche Gesellschaft nahezu unmöglich wird. Dementsprechend ist diese Spezie überwiegend schlecht ausgebildet und ungehobelt.
Von direktem Kontakt ist abzuraten. Zum einen sind die Eigenschaften des Kampfhunde-Besitzers ansteckend und ehe man sich versieht ist man selber einer, zum anderen zeichnen sie sich durch ein hohes Maß an Aggressivität aus. Darum trifft man sie meist in kriminellen Gefilden an, wo die Männchen die Weibchen von fremden Männchen bespringen lassen und damit Geld verdienen.
Negativ unterstützt wird das angriffslustige Verhalten auch durch die Nahrungsgewohnheiten. So vertilgt der gemeine Kampfhunde-Besitzer täglich große Mengen an bewußtseinsverändernden Drogen, vorzugsweise Alkohol. Das erklärt auch ihr halluzinöses Weltbild. So ist diese Gattung häufig der Meinung, ihre vierbeinigen Rudelmitglieder seien normale Hunde und nicht gefährlicher als andere auch. Glauben Sie dem bloß nicht ! Diese Tiere sind das personifizierte Verderben !
Ihre Rudelzugehörigkeit machen die Kampfhunde-Besitzer durch das Tragen Kuhkettengroßer Goldketten deutlich.
Besonders unverträglich sind sie mit alten Menschen und Kindern, die dann dementsprechend auch im Focus der Aggressivität ihrer vierbeinigen Genossen stehen.
Entsprechend oft sieht man die Kampfhunde-Besitzer mit ihren Tieren vor Seniorenheimen und auf Kinderspielplätzen, wo sie auf ihre Chance lauern, das Verderben zu verbreiten.
Das Gewicht ist nicht einheitlich. Männchen werden für gewöhnlich schwerer als Weibchen.
Bei den Männchen ist auffällig, daß sie ein äußerst kleines Geschlechtsorgan haben. Es wird ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dieser stiefmütterlichen Behandlung der Natur und dem aggressiven Verhalten des Kampfhunde-Besitzers vermutet, der seine Frustration auf seinen Hund projeziert und so zum Werkzeug seines zerissenen Inneren macht.
Aufgrund ihres bedenklichen Sozialverhaltens fordern besorgte Soziologen und Bürger (und natürlich die Zeitungen mit den großen Schlagzeilen), daß alle Vertreter dieser Gattung eingefangen und in Zwingerhaltung verbracht werden sollen.
Ein entsprechender Gesetzesentwurf konnte bislang noch nicht durchgesetzt werden, findet jedoch viele Befürworter, zumal die Kampfhunde-Besitzer hauptverdächtig am Untergang der Titanic und dem Enstehen des Ozonlochs sind.Allerdings nehmen wir mit großer Erleichterung zur Kenntnis, dass endlich eine einleuchtende Erklärung für sämtliches politisches und soziales Versagen wurde. Manchmal kann die Lösung so einfach sein. Alles wird gut. Wenn auch Sie in die soziale Gosse abrutschen möchten, weil Sie vielleicht sonst nichts in Ihrem Leben zustande gebracht haben, unterstützen wir das gerne mit der untern stehenden Anleitung, wie man aus einem ganz normalen Hund die personifizierte Bösartigkeit macht.
Wie mache ich aus meinem Hund einen voll krassen Kampfhund ?
Anhand unseres Hundes Arco - der Inbegriff der Bösartigkeit - werden wir die Grundsätzlichkeiten der nötigen Vorgehensweise begrifflich machen.
1. Der wirklich harte Hund ist nicht etwa bräsig, wie es vielleicht anflugweise scheinen mag, nein, er sucht sich nur deshalb die unbequemsten Plätze zum Schlafen aus, weil er so wahnsinnig krass ist. Unterstützen Sie ihn dabei unbedingt ! Kaufen Sie alle Möbel in Miniformat und zeigen Sie Einsatz, indem Sie mitleiden.

2. Trainieren Sie die Ausdauer Ihres Hundes. Erklären Sie ihm, daß es imaginäre, außerirdische Tiere gibt und man nur lange genug auf den Boden starren muß, um sie zu erkennen. Warten Sie anschließend geduldig mehrere Stunden, bis Ihr Hund den gesamten Rasen umgepflügt und metertiefe Krater gebuddelt hat.


3. Lassen Sie den Hund viele unzumutbar negative Erfahrungen mit anderen Tieren machen, vorzugsweise mit Bedrängungssituationen, damit er einen richtig krassen Hass entwickelt.

4. Denken Sie weiter ! Ihr Hund soll nicht nur andere Tiere töten, sondern schließlich auch mal Menschen zerfleischen. Also lassen Sie ihn viele schlechte Erfahrungen mit dieser Spezie machen. Fordern Sie Freunde und Bekannte auf, Ihren Hund hemmungslos zu quälen.

Wenn Sie all dies beherzigen, egal wie schwer es Ihnen fällt, dann werden Sie bald eine knallharte Kampfsau Ihr Eigen nennen, dem die Aggressivität schon förmlich aus dem Gesicht springt (siehe folgendes Bild).
