Immer wieder hört und liest man, Männer seien überwiegend Kopfmenschen und Frauen handelten eher über den Bauch. Das mag zutreffen, wenn wir antiquiert erzogen wurden, aber wie sieht es aus, wenn wir ein Stück gereift sind und aus Erfahrungen gelernt haben?
Solange der Mensch nicht einseitig agiert, nämlich bspw. sein Bauchgefühl unterdrückt und seinen Kopf allein herrschen lässt, fließen automatisch alle Impulse mit ein, wenn er sich artikuliert, wo und wie auch immer.
Auch Entscheidungen werden nur bei innerlich nicht sehr ausgereiften Menschen generell allein über den Kopf oder den Bauch getroffen. Ein entwickelter Mensch lässt alle seine Kräfte in seine Überlegungen einfließen, und was dabei heraus kommt, ist die reine Intuition.
Über die Intuition findet man sich hervorragend in der Welt zurecht. Erfolgreiche Geschäftsleute handeln nach ihrer Intuition und nicht nur nach dem Verstand. Intuitives Handeln zeugt also nicht davon, dass man nicht erfolgreich denken kann.
Manchmal handelt man eher über das Gefühl und manchmal mehr nach der rationalen Erkenntnis. Da hat man dann seine Präferenzen. Ich bspw. kann romantische Liebe nicht verkraften. Zuviel schlechte Erfahrungen, wobei ich jederzeit bereit bin, jemandem zu helfen, der Hilfe braucht, auch wenn ich nichts davon habe. Also habe ich einen Teil meines "Bauchmenschen" kultiviert und einen anderen abgeschaltet.
Kopfmensch und Bauchmensch... eine Einteilung, die ich so nicht passend finde, weil sie meist benutzt wird, um sich gegenüber anderen abzugrenzen. Gern wird man als Kopfmensch bezeichnet, wenn man die deutsche Sprache - geschrieben oder gesprochen - beherrscht und auch voll benutzt. Hingeworfene Formulierungen gelten dann als emotional...
