Kuba, die Perle der Karibik?? Heute eher das Armenhaus!
Das Wirtschaftsembargo und die totale Isolation (ausser von China u.ein paar anderen Ländern) hat seine Spuren in Kuba hinterlassen. Früher war Kuba eine Insel voller Lebensfreude, den Kubanern ging es verhältnismässig gut, doch heute merkt man fast nichts mehr davon.
Ich kenne Kuba seit 25 Jahren, war früher sehr viel dort, habe auch längerfristig in Havanna gelebt (vor 25 Jahren).
Damals war ich regelrecht von diesem Land und der karibischen Lebensfreude fasziniert, hatte viele Freunde, bin auf der ganzen Insel herumgefahren - was vor 25 Jahren als "Westdeutsche" noch ein richtiges Abenteuer war und habe viel gesehen und erlebt. Dann bekam ich Ärger mit dem System, weil ich 1. einen kubanischen Freund hatte, mich als Journalistin nicht im politisch korrekten Sinne verhielt und wurde mehr oder weniger "ausgewiesen". Vor 10 Jahren nun war ich wieder mal in Kuba mit einer Salsatanzgruppe und habe damals schon festgestellt, dass sehr vieles im Argen lag und sich negativ verändert hat.
Sicher, die Insel ist nach wie vor sehr schön. es gibt wundervolle Strände, interessante Ecken und Kuba hat viel Sehenswertes zu bieten. Der Durchschnittstourist bucht eine Rundreise, an denen ihm nur die schönen Ecken und das Positive gezeigt wird. Mangel an Essen etc. gibt es nicht.
Und von der Armut und den ganzen Problemen bekommt er/sie nichts mit, zumal auch fast immer die Sprachkenntnisse eine Barriere darstellen und sich fast niemand die Mühe macht, in engeren Kontakt mit den Kubanern zu kommen. Und dann noch eine Woche irgendwo an einem schönen Strand, wo man ebenfalls nur seinen Urlaub abliegt/absitzt und seine All inclusive Buchung bis zum Anschlag ausnutzt.
Jetzt war ich den ganzen Januar in Kuba, bin herumgefahren, war in Varadero und 2 Wochen in Havanna. Varadero ist ein abgeschottetes steriles Touristen-Ghetto, zwar mit schönem Strand und ansprechenden Hotels. Am Strand jedoch keine Kubaner, nur Touristen, in den Hotels ebenfalls ausser dem Personal, viele Russen, Kanadier usw. Früher war in Varadero ein tolles Flair, viele Bars, Live Musik überall, überall Kubaner etc. Heute ist abends tote Hose, tagsüber ist auch nicht viel los. Das Wetter war teilweise furchtbar, tagelang regnete es, ca. 14-16 Grad, es war wie in Sylt im November. Und wenn man dann alleine ist - in den Hotels waren nur sehr junge Singles, jede Menge Paare, Gruppen und Familien - dann kann die Zeit sehr lang werden. Und wenn man dann noch krank wird, so wie ich, und dann nirgendwo - weder in einer Apotheke (nur fast leere Regale) bzw. im Krankenhaus keinerlei Medikamente erhält, dann macht man sich schon so seine Gedanken, wie gut es uns doch hier in unserem wohlhabenden Land geht, wo alles im Überfluss vorhanden ist.
Am Stadtstrand von Havanna - Playa del Este - hingegen herrscht ein reger Sextourismus mit jeder Menge Prostituierten - männlichen wie weiblichen, die alle darauf aus sind, eine/n willigen Touristen zu finden, dem man das Geld aus der Tasche ziehen kann. Dort findet man noch ein bisschen das Flair der Karibik mit kleinen Restaurants, Bars und viel Musik am Strand. Und ausserdem vielen Gaunern, Dieben und jeder Menge Kriminalität.
In Havanna war das Wetter auch nicht viel besser, Regen, Wolken, Sturm, jedoch ein paar Grade wärmer. Havanna ist inzwischen mehr als bedrückend, fast alle Häuser sind dem Verfall nahe, teilweise Ruinen, alles ist total heruntergewirtschaftet, ebenfalls viele Hotels. In Miramar, dem Botschafterviertel, sind noch viele schöne, teilweise restaurierte alte Villen zu sehen. Abends auf den Strassen kaum Beleuchtung, keinerlei Leben, Musik, Tanz etc. Nur in den wenigen Strassenzügen der Altstadt, die von Unesco-Geldern restauriert wurden, gibt es Lokale und Geschäfte. Und abends Unterhaltung mit Live-Musik. Dort muss man mit Peso Convertible = 1 Peso fast 1 Euro bezahlen. Ebenfalls in allen Restaurants. In den Hotels und Restaurants, Supermärkten kostet alles soviel bei bei uns. Das ist für 90 % der kubanischen Bevölkerung nicht bezahlbar. Und diese 90 % versuchen alle mit viel Phantasie und Einfallsreichtum irgendwie zu überleben. Was nützt den Kubanern ein gute Schulbildung, ein Uni-Studium, wenn es dann keine Jobs gibt? Und was die medizische Versorgung betrifft, nicht mal ich als "Tourist" bekam Medikamente!!
Viele ausländischen Besucher waren ebenso betroffen und teilweise schockiert, andere hingegen aber fanden vor allem Havanna äusserst interessant mit all dem Verfall und dem morbiden Flair. Nun ja, sie müssen ja dort auch nicht leben!
Ich habe mich mit vielen Kubanern unterhalten, jung und alt, habe eine grosse Resignation, Lethargie, Melancholie und Traurigkeit feststellen müssen. Überall herrscht grosse Armut und von der karibischen Lebensfreude ist nicht mehr viel bemerkbar. Was nach wie vor funktioniert, ist der grosse Familiensinn und Zusammenhalt der Menschen dort. Sonst wäre ein (Über-)Leben fast nicht machbar. Tagsüber sind Horden von Touristen unterwegs und bringen Geld in die Stadt. Aber abends ist Havanna eine traurige leblose Stadt mit einer minimalen Strassenbeleuchtung. Und überall ist eine enorme Polizei- und Militärpräsenz sichtbar. Als ich einen Polizisten fragte, was er denn in Havanna noch bewachen könnte ausser kaputten Häusern und Geschäften, in denen es fast nicht zu kaufen gibt, bekam ich als Antwort" ich muss die Touristen beschützen".
Es wäre wohl an der Zeit, dass sich das totalitäre System und die Diktatur von Fidel Castro in eine bessere Zukunft für diese Insel und die Kubaner umwandelt. Es hat sich ja gezeigt, dass der Sozialismus - siehe Ex-DDR, Russland etc. - auf Dauer nicht haltbar ist und funktioniert.
Damals war ich regelrecht von diesem Land und der karibischen Lebensfreude fasziniert, hatte viele Freunde, bin auf der ganzen Insel herumgefahren - was vor 25 Jahren als "Westdeutsche" noch ein richtiges Abenteuer war und habe viel gesehen und erlebt. Dann bekam ich Ärger mit dem System, weil ich 1. einen kubanischen Freund hatte, mich als Journalistin nicht im politisch korrekten Sinne verhielt und wurde mehr oder weniger "ausgewiesen". Vor 10 Jahren nun war ich wieder mal in Kuba mit einer Salsatanzgruppe und habe damals schon festgestellt, dass sehr vieles im Argen lag und sich negativ verändert hat.
Sicher, die Insel ist nach wie vor sehr schön. es gibt wundervolle Strände, interessante Ecken und Kuba hat viel Sehenswertes zu bieten. Der Durchschnittstourist bucht eine Rundreise, an denen ihm nur die schönen Ecken und das Positive gezeigt wird. Mangel an Essen etc. gibt es nicht.
Und von der Armut und den ganzen Problemen bekommt er/sie nichts mit, zumal auch fast immer die Sprachkenntnisse eine Barriere darstellen und sich fast niemand die Mühe macht, in engeren Kontakt mit den Kubanern zu kommen. Und dann noch eine Woche irgendwo an einem schönen Strand, wo man ebenfalls nur seinen Urlaub abliegt/absitzt und seine All inclusive Buchung bis zum Anschlag ausnutzt.
Jetzt war ich den ganzen Januar in Kuba, bin herumgefahren, war in Varadero und 2 Wochen in Havanna. Varadero ist ein abgeschottetes steriles Touristen-Ghetto, zwar mit schönem Strand und ansprechenden Hotels. Am Strand jedoch keine Kubaner, nur Touristen, in den Hotels ebenfalls ausser dem Personal, viele Russen, Kanadier usw. Früher war in Varadero ein tolles Flair, viele Bars, Live Musik überall, überall Kubaner etc. Heute ist abends tote Hose, tagsüber ist auch nicht viel los. Das Wetter war teilweise furchtbar, tagelang regnete es, ca. 14-16 Grad, es war wie in Sylt im November. Und wenn man dann alleine ist - in den Hotels waren nur sehr junge Singles, jede Menge Paare, Gruppen und Familien - dann kann die Zeit sehr lang werden. Und wenn man dann noch krank wird, so wie ich, und dann nirgendwo - weder in einer Apotheke (nur fast leere Regale) bzw. im Krankenhaus keinerlei Medikamente erhält, dann macht man sich schon so seine Gedanken, wie gut es uns doch hier in unserem wohlhabenden Land geht, wo alles im Überfluss vorhanden ist.
Am Stadtstrand von Havanna - Playa del Este - hingegen herrscht ein reger Sextourismus mit jeder Menge Prostituierten - männlichen wie weiblichen, die alle darauf aus sind, eine/n willigen Touristen zu finden, dem man das Geld aus der Tasche ziehen kann. Dort findet man noch ein bisschen das Flair der Karibik mit kleinen Restaurants, Bars und viel Musik am Strand. Und ausserdem vielen Gaunern, Dieben und jeder Menge Kriminalität.
In Havanna war das Wetter auch nicht viel besser, Regen, Wolken, Sturm, jedoch ein paar Grade wärmer. Havanna ist inzwischen mehr als bedrückend, fast alle Häuser sind dem Verfall nahe, teilweise Ruinen, alles ist total heruntergewirtschaftet, ebenfalls viele Hotels. In Miramar, dem Botschafterviertel, sind noch viele schöne, teilweise restaurierte alte Villen zu sehen. Abends auf den Strassen kaum Beleuchtung, keinerlei Leben, Musik, Tanz etc. Nur in den wenigen Strassenzügen der Altstadt, die von Unesco-Geldern restauriert wurden, gibt es Lokale und Geschäfte. Und abends Unterhaltung mit Live-Musik. Dort muss man mit Peso Convertible = 1 Peso fast 1 Euro bezahlen. Ebenfalls in allen Restaurants. In den Hotels und Restaurants, Supermärkten kostet alles soviel bei bei uns. Das ist für 90 % der kubanischen Bevölkerung nicht bezahlbar. Und diese 90 % versuchen alle mit viel Phantasie und Einfallsreichtum irgendwie zu überleben. Was nützt den Kubanern ein gute Schulbildung, ein Uni-Studium, wenn es dann keine Jobs gibt? Und was die medizische Versorgung betrifft, nicht mal ich als "Tourist" bekam Medikamente!!
Viele ausländischen Besucher waren ebenso betroffen und teilweise schockiert, andere hingegen aber fanden vor allem Havanna äusserst interessant mit all dem Verfall und dem morbiden Flair. Nun ja, sie müssen ja dort auch nicht leben!
Ich habe mich mit vielen Kubanern unterhalten, jung und alt, habe eine grosse Resignation, Lethargie, Melancholie und Traurigkeit feststellen müssen. Überall herrscht grosse Armut und von der karibischen Lebensfreude ist nicht mehr viel bemerkbar. Was nach wie vor funktioniert, ist der grosse Familiensinn und Zusammenhalt der Menschen dort. Sonst wäre ein (Über-)Leben fast nicht machbar. Tagsüber sind Horden von Touristen unterwegs und bringen Geld in die Stadt. Aber abends ist Havanna eine traurige leblose Stadt mit einer minimalen Strassenbeleuchtung. Und überall ist eine enorme Polizei- und Militärpräsenz sichtbar. Als ich einen Polizisten fragte, was er denn in Havanna noch bewachen könnte ausser kaputten Häusern und Geschäften, in denen es fast nicht zu kaufen gibt, bekam ich als Antwort" ich muss die Touristen beschützen".
Es wäre wohl an der Zeit, dass sich das totalitäre System und die Diktatur von Fidel Castro in eine bessere Zukunft für diese Insel und die Kubaner umwandelt. Es hat sich ja gezeigt, dass der Sozialismus - siehe Ex-DDR, Russland etc. - auf Dauer nicht haltbar ist und funktioniert.
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