Lass es gut sein .....
ich wußte doch das ich sie irgendwo noch habe, diese süße kleine Geschichte zum schmunzelnDie rote Kugel auf der weißen Platte meines Arbeitstisches ließ mich nicht zu Ruhe kommen. Mein Kauwerkzeug begann wie ein Mahlwerk zu routieren. Die Kieferknochen quietschten. Ein gieriges Verlangen nach dieser feuerroten Pompadour überkam mich derart, dass mir das Wasser im wahrsten Sinn des Wortes im Mund zusammenlief. Aus beiden Mundwinkeln sabberte ich wie ein Bullterrier auf meinen Arbeitstisch. Noch hatte ich mich ein wenig unter Kontrolle, aber das änderte sich radikal, als Lauras aufreizender Duft mein Arbeitszimmer ausfüllte. Mit einem kühnen und raschen Griff schnappte meine Rechte den Apfel und schleuderte ihn gegen die vorderen Schneidezähne, die hinter meinen weit geöffneten Lippen zum Abbiss bereitstanden.
„Halt!“ schrie ein zirpendes Stimmchen entsetzt.
Verwundert und auch ein wenig erschrocken fiel mein Oberkiefer herab und verspritze etwas von dem lüsternen Wasser zwischen meinen Zähnen.
„Was soll das ?“ dachte ich.
„Beiß mich nicht“, jammerte der Apfel.
„Warum sollte ich ?“ fragte ich verlogen und legte die rote Kugel widerwillig zurück auf den Tisch. Oben, wo das schwarze Blütensternchen sitzt, erschien der Kopf eines Wurmes. Aber er war keineswegs regen- oder apfelwurmfarbig, sondern goldglänzend wie die Kronjuwelen der britischen Monarchin. Ein Kreuzmuster zwischen zwei listigen Augen schlängelte sich über den Kopf und Rücken hinab zu endlosen Schwanzspitze, die soeben restlos aus dem Apfel geschlüpft war. Bei näherem Betrachten fiel die gespaltene Zunge auf, die nur für einen Moment die vier spitzen Giftzähne nicht verdeckte, aber doch lange genug um gewarnt zu sein.
Im Nu veränderte sich das Bild. Apfel- und Schlangenwurm verschwanden in einer wattegleichen Nebelwolke. Doch auch die weißlichen Schwaden verzogen sich rasant. Dafür saß auf meinem Tisch ein so anmutig zartes, weibliches Geschöpf, dass es mir den Atem verschlug. Wie ein Verdurstender in der Wüste fühlte ich meine Schleimhäute rau und beißend im Mund. Die Dame saß nicht richtig auf meinem Tisch. Sie räkelte sich mehr, wodurch mir tiefe Einsichten geboten wurden. Dabei sah sie mich an, wie glühende Kohle
„Ich liebe meine brave Ehefrau“, buchstabiere ich laut vor mich hin. „Ich liebe meine Ehefrau“, wiederholte ich mich in einer Art allerletzte Auflehnung. Die Dame schwieg, grapschte sich meine rechte Hand, zog den Ehering von meinem Finger und ließ ihn auf den Steinboden fallen.“ Pling“, jaulte der Ring und der Nachhall dieses schrillen Tones schlug wie ein Granatsplitter in meinem Gehirn ein. Genau von dieser Stell aus wogten Wellen der Lust durch meinen Körper und eine ungeahnte Lüsternheit nahm mich restlos in Besitz.
Genussvoll schloss ich die Augen und griff mit beiden Armen nach diesem Prachtweib, um es fest an mich zu ziehen.
Sie fühlte sich kalt und glitschig an. Erschrocken öffnete ich meine Augen. Die feiste Schlange in meinen Armen lächelte und schob mir den feuerroten Apfel wieder zwischen die Beißer.
„Lass es gut sein, Adam“, kicherte sie, „ es war nur ein Test, ob es noch klappen könnte .....“
Autor mir leider unbekannt aber süß nicht *fg*
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