Eines Tages stellte ich mir die Fragen: „Wer bin ich wirklich? Was will ich? Soll das alles gewesen sein? Wozu das alles? Was mache ich hier eigentlich?, eine Frau, die sich in einer Lebenskrise befand, irgendetwas passierte in mir. Auf einmal hatte ich das Gefühl, alles nur für andere getan zu haben und selbst zu kurz gekommen zu sein. Meine freiwillig gewählte Aufgabe war es ganz für die Familie da zu sein und ich fühlte mich egoistisch, wenn ich mal einen eigenen Wunsch für mich hatte. Im Beruf suche ich nach der Anerkennung für meine Aktivitäten, die zu Hause für ganz selbstverständlich gehalten werden, denke das es einige selbst so empfinden. Ich wollte nicht mehr so weiter machen, wusste aber auch nicht so genau, was ich stattdessen wollte. Mein ganzes Leben geriet aus der gewohnten Bahn, das war nicht das erste mal. Die Kinder begannen ihr eigenes Leben aufzubauen, die Lebensumstände haben sich durch den Umzug in eine andere Region verändert, Arbeitslosigkeit, Hartz IV, wieder Arbeit gefunden, neue Arbeitskollegen, Mobbing, neue Arbeitsaufgaben, keine Freunde, keine Freizeitaktivitäten, körperliche und psychische Belastungen, Krankheit, kaum Kommunikation um gemeinsam Probleme zu lösen, immer wieder selbst neue Motivation und Kraft aufbauen, das zerrt an die Substanz und zerreißt jede sonst eigentlich normal funktionierende Beziehung. Es reichte der morgendliche Blick in den Spiegel, um zu erkennen, das man einen fremden Menschen vor sich sieht, wo man sich fragt wer ist das und was erwartest du eigentlich noch vom Leben? Soll das jetzt bis ans Lebensende so weiter gehen, der alte und immer gleiche Trott ohne Aussicht auf Veränderung? Solche Fragen tauchen bestimmt bei vielen auf und lassen sich nicht mehr verdrängen, sobald die „biografische Vergangenheit länger ist als die zu erwartende Lebenszukunft“. Wir erleben die Lebensmitte sehr unterschiedlich. Der eine stolpert einfach so durch ohne Dinge verändern zu müssen und andere stürzen sich in handfeste Krisen, die oft durch äußere Ereignisse hervorgerufen werden und schmerzhaften Prozessen unterworfen sind.
Was passiert da eigentlich in uns?
-Die Sehnsucht nach einem „neuen“ Sinn des Lebens regt sich.
-Die Beständigkeit und Standfestigkeit beginnen zu bröckeln.
-vernachlässigte Lebensräume melden sich wieder
-der Wunsch,etwas Bleibendes zu hinterlassen,verstärkt sich
-Abschied von der Jugend, der Familie so wie es mal war,das
Selbst muss neu definiert werden
-Veränderungen verunsichern und fordern uns heraus
-die Kinder hinterlassen ein Lücke
-hormonelle Veränderungen und Mitleidskrise verändern uns
-neue Herausforderungen und Wunschdenken werden geweckt
-die Phasen der aufbrechenden Emotionen, des Suchens und
Trennens, des neuen Selbst- und Weltbezugs beginnen.

Wir ziehen Bilanz und suchen nach Neuorientierung, befinden uns an einem Wendepunkt, sind auf der Suche nach uns Selbst und neuen Orientierungen, suchen nach dem Sinn.

Ich würde mich freuen, wenn sich der eine oder andere auch Gedanken darüber macht oder es bereits getan hat und mit mir in einen Erfahrungsaustausch treten würde, persönliche Erfahrungen oder Hilfestellungen geben kann. Jede persönliche Nachricht in meinem Postfach wird auch von mir beantwortet.

Ich bedanke mich bereits im voraus bei Euch und wünsche Euch allen einen schönen Frühlingstag!
LG Angelika