Wir ziehen um – wir, das ist mein Frauchen und ich (Artus). Viele von Euch kennen mich ja schon. Ganz schön aufregend, dieses umziehen. Ich kannte mich in unserer Wohnung überhaupt nicht mehr aus. Plötzlich standen keine Schränke mehr da, wo sie vorher standen, es roch nach Farbe und ich hab mir oft das Fell versaut. Mich hat es nicht weiter gestört, nur Frauchen fand das nicht so toll. Zu guter letzt hat sie mich denn in die Transportbox gesteckt, damit sie in Ruhe arbeiten konnte.

Dann kam Sven (Frauchens Sohn) und ein Freund von ihm und die trugen alles, zerlegte Möbel, Teppiche, die Kisten die Frauchen schon seit Tagen gepackt hatte, eben alles was mit in die neue Wohnung sollte, in ein großes Auto. Ich durfte aus der Box und wir gingen noch mal Gassi, bevor ich wieder in die Box im Auto kam. Und dann ging es los. Wir fuhren für meine Begriffe ziemlich lange. Doch irgendwann waren wir da. Den Ort kannte ich schon, da waren wir vor 2 Wochen schon einmal und da war es ganz toll. Außerhalb des Ortes durfte ich ohne Leine laufen, da gibt es Wiesen und Felder und einen See, in dem ich baden und plantschen durfte. 

Ob ich das diesmal wieder darf? 

Nun, erstmal wohl nicht. Es gab nur ne kurze Runde und dann durfte ich im Hof rum rennen und die anderen luden das Auto aus. Frauchen machte in der Zwischenzeit etwas zu essen. Dann rief sie, Essen fertig und die anderen unterbrachen das ausladen und kamen zum essen. Nach dem Essen ging es weiter. Als alles ausgeladen war, wurde der große Wagen wieder weg gefahren. Es war schon spät. Frauchen ging noch einmal Gassi mit mir und dann war Schlafenszeit. Ich war ganz schön aufgeregt. 

Wir sind noch nicht in unserem neuen Zuhause, da muss noch viel gemacht werden, hat Frauchen gesagt, doch wir bleiben hier. Frauchens Mutter gehört das Haus und in ihrer Wohnung sind wir erst einmal, da sie ja erst Ende Juni nach Hause kommt. Richtig geschlafen habe ich nicht. Alles ist so ungewohnt, riecht so ungewohnt, da musste ich immer mal gucken gehen, ob alles in Ordnung ist mit Frauchen, hab sie angestupst und sie murmelte nur, Artus leg dich wieder hin. Begeistert klang das nicht. Geschimpft hat sie jedoch nicht. Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück sagte sie, so komm Artus, wir gehen Gassi. Sven ging auch mit. 

Und ja, ich durfte dann wieder ohne Leine laufen und zum See ging es auch.   Ach war das toll. Ich hab viel Holz aus dem Wasser geholt. Das hat da ja auch absolut nichts zu suchen. Und immer wieder ins Wasser und am Rand entlang laufen, dass das Wasser nur so spritzt und wieder raus und mich schütteln und wieder ins Wasser. Das ist ein Spaß Leute. 

Sven hat ein paar Bilder gemacht, darauf könnt ihr sehen, wie toll so ein Hundeleben sein kann und das Schöne daran ist, das habe ich jetzt jeden Tag so.  

 

Also ich finde, umziehen ist eine tolle Sache. Ich weiß gar nicht warum Frauchen sagt, nie wieder umziehen. 

 

Text: Nika Nachtwind

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