Er zog sich von nun an auch etwas zurück, wahrscheinlich weil er merkte, wohin eine so intensive Beziehung sie beide führen würde. Sie sahen sich weniger und telefonierten auch nicht mehr so häufig. Bei ihm meldete sich immer mehr das schlechte Gewissen. Das was blieb war aber 'Liebe'. Die Sehnsucht nach einander und das Glück, wenn sie sich in den Armen lagen, vergingen nicht. Für Augenblicke überirdischer Empfindungen konnten sie die Mahnungen des Verstandes kurzzeitig vergessen.
Jedoch diese Intensität der Gefühle und diese tiefe Traurigkeit zwischen ihnen, die sich nun Bahn schaffte, empfand er als furchtbaren Druck. Die Angst seine Familie zu verlieren, ließ in ihm das Trauma hochkommen, das ihn geprägt hatte, denn ein großes Unglück hatte ihn bereits als Kind getroffen. Er verlor schon als kleiner Junge seine Eltern und war im Waisenhaus aufgewachsen. Und die Waisenhäuser der Fünfzigerjahre müssen wohl schlimm gewesen sein. Wie konnte solch ein Mensch seine Kinder verlassen?
Das Einzige, was die Liebe wirklich töten kann, ist die Angst. Seine Angst ließ seine Liebe kälter werden.
Nach ca. dreizehn Monaten Beziehung machte er den ersten zaghaften Versuch die Liebe in Freundschaft umzuwandeln. Das brachte aber nur viele Tränen tiefster Erschütterung und dann ... liebten sie sich wieder, mit einer Leidenschaft wie nie zuvor. Es gibt eben immer noch eine Steigerung, nämlich dann, wenn die Angst des Verlustes dabei ist.
Ihre Liebe fand jedoch keinen Raum, zu wenig Zeit und keine gemeinsamen außerhäusigen Erlebnisse. Sie war, wie gesagt, immer nur an dieses eine Zimmer gebunden. Das trübte das Glück immer mehr. Zweifel kamen auf durch längere Trennungen und immer weniger telefonischen Kontakt.
Ihre Hoffnung war ein gemeinsamer Urlaub, den er ihr versprochen hatte. Natürlich konnte der auch nur in Mariannes Wohnung stattfinden. Immerhin kam er in diesen drei Wochen jeden Morgen zum Frühstück, und sie verbrachten endlich wieder herrliche Stunden miteinander. Sie waren so glücklich über ein bisschen Normalität, die sie endlich mal leben durften. Er reparierte in ihrer Wohnung, sie putzten miteinander. Das machte ihnen Spaß, ja so etwas Banales machte sie glücklich. In der dritten Woche hatte er Nachtdienst und kam gleich danach zu ihr, legte sich bei ihr schlafen, ging nicht nach Hause zu seiner Frau, und Marianne kochte für ihn. Ein ganz normales Alltagsleben, endlich! Welch eine Nähe konnte nun aufkommen, welche Innigkeit des Zusammengehörens, wie glücklich waren sie in diesen Tagen!
Nur, diese schöne Zeit währte zu kurz. Er wurde krank, hatte sich mit Grippe bei seiner Familie angesteckt. Daran schloss sich der Urlaub seiner Frau an. - Wenn sie zuhause war, konnte er nicht weg. Dann nahm sie ihn in Anspruch. - So sahen sie sich lange nicht. Sechs Wochen blieb er weg.
Als sie sich dann wieder trafen war er sehr verändert. Er sprach davon, wie nett seine Frau doch zu ihm gewesen sei, wie sie ihn gepflegt habe. Er habe ja eine so gute Familie und es gar nicht nötig, sich eine Geliebte zu halten. Seine Frau sei ein guter Mensch, und er betrüge sie jeden Tag, er sei ein Schwein, ein schlechter Charakter. Er könne das nicht mehr tun. Er liebe seine Frau auch noch, das merke er. Wenn sie krank sei, wie besorgt er um sie sei. Er liebe sie anders als Marianne. Es sei eine gewachsene Liebe. Durch die Jahre gemeinsamen Lebens seien sie miteinander verwachsen. Das seien auch sehr starke Gefühle. Es sei doch nicht ihre Schuld, dass er sich in Marianne verliebt habe. Er gehöre zu seiner Familie und nicht zu seiner Geliebten.
Nun könnte man sagen, das reicht. Solche Gedanken, einer Geliebten ins Gesicht zu sagen, ist wohl das AUS einer Beziehung. Aber Marianne kannte ja seinen inneren Kampf. Sie konnte sich die Trennung von ihm einfach nicht vorstellen, den Gedanken einfach nicht ertragen. Sie wollte Geduld haben. Den letzten Schritt machte er ja auch nicht wirklich. Er kam nur immer seltener, und so war bei ihren Treffen immer mehr Entfremdung im Spiel.
Ausgerechnet an dem Tag als sie ihr Zweijähriges feiern wollte, versuchte er ein zweites Mal die Beziehung zu beenden... Es lief jedoch wie gehabt... erschütternde Tränen... und dann liebten sie sich wie Ertrinkende und blieben zusammen!
Jedoch, was einmal von Angst und Verzweiflung geprägt ist, bleibt angeschlagen. Die Atmosphäre der Verzweiflung ihrer "behinderten Liebe" trieb ihn schließlich zur Entscheidung.
Eine endgültige Trennung?
Diesmal war er wohl nicht zurück zu holen. Er schien davon überzeugt, dass er dieses Verhältnis auf eine andere Ebene bringen müsse, und so besuchte er sie zunächst nur selten und als Freund! Er blieb hart.
Wie furchtbar einen geliebten Menschen nicht anfassen zu dürfen, sich nicht einkuscheln zu können, die gute Freundin mimen zu müssen. Er bemerkte spätestens beim zweiten Treffen dieser Art, dass das nicht funktioniert. So blieb er wieder sechs Wochen weg.
Alles schien ihm besser als der Stress und der Druck, den die Angst verursachte, sein Leben, seine Sicherheit zu verspielen, seine Familie für immer zu zerstören und damit alles zu verlieren, was er sich aufgebaut hatte. Er vermisste Marianne nicht, weil die Angst ihn betäubte!
Das waren bis dahin die schlimmsten Wochen ihres Lebens. Er war der einzige Mensch, der bis in die Tiefe ihrer Seele vorgedrungen war und den sie über alles liebte...
Psychisch total am Ende, konnte sie nicht arbeiten und nahm Urlaub. Sie nahm Schlafmittel um wenigstens nachts Ruhe zu finden. Ihr Leben schien überzogen von einem dunklen Schleier des unendlichen, unerträglichen Kummers. Konnte er sie einfach so für immer verlassen?
Sie schrieb ihm, dass sie sich Sorgen mache, da er beim letzten Abotermin nicht in die Oper gekommen sei, sie hatten ja noch immer das Abonnement . Da meldete er sich sofort, rief an und fragte, ob sie sich sehen könnten. Pflastersteine fielen ihr vom Herzen. Ihre Lebensgeister kehrten zurück. Frieden durchfuhr endlich ihren gequälten Geist und Körper. Als er dann kam, nahm er sie als Freund in die Arme, wollte sich vor ihrer Liebe schützen, weil er befürchtete, dass die gleichen Konflikte wiederkommen könnten und alles wieder enden müsste. Doch bevor er ging...überwältigten ihn die Gefühle, und er riss sie in seine Arme. Sie liebten sich ...nicht mit der gewohnten Leidenschaft… viel Verletzung stand dazwischen...sie war so tief getroffen, musste erst gesunden in ihrer Seele. Aber er versprach ihr wieder regelmäßig zu kommen, allerdings nun als lose Beziehung, damit dieses schlechte Gewissen nicht wiederkehre und die Beziehung erneut ihr Ende finden müsse.
Wie hatte sie gelitten! Nun war er wieder da! Er wollte doch auch nicht ohne sie leben! Ihr war plötzlich alles egal. Er liebte sie noch, das wusste sie nun, das nur zählte, das befreite sie. Aber wie sollte es nun weitergehen?
Er war nun zum dritten Mal zurück gekommen und das sagte ihr, dass seine Liebe echt sei. Allerdings gehörte es nun in die Kategorie Gewissensberuhigung, dass er sie von nun an nur alle drei Wochen besuchen kam und Anrufe mied. Wenn er aber zu ihr kam, waren sie überaus glücklich. Dann hörte sie von ihm, >>dass er sie nie verlieren möchte, wie sehr er sie liebte und dass diese Situation einfach nur deshalb besteht, weil sich beide zu spät kennengelernt hätten, sonst wären sie mit Sicherheit heute verheiratet und hätten gemeinsam Kinder, eine Familie. So aber könne er eben nicht alles wegwerfen, was er sich aufgebaut habe, und seine Familie habe einen Anspruch auf ihn.<< Natürlich konnte sie diese Verpflichtung verstehen, sie war doch kein Unmensch, aber wenn er sie doch so liebte, dass er ohne sie nicht leben kann, dachte sie, dann müsste er doch eine Regelung finden.
Manchmal glaubte sie, es sei nur diese ungewöhnlich schöne körperliche Beziehung, warum er nicht von ihr lassen wolle; dann aber erinnerte sie sich an die Momente tiefen seelischen Einvernehmens und wusste, dass es mehr ist. - Nur das kann er gar nicht so an sich heran lassen, weil er Angst hat, dass sein Leben scheitert, wenn er die Familie verlässt. -
So lebten sie nun schon seit einem halben Jahr mit ständigen Trennungen. Er brauchte das so, aber sie quälte sich sehr.
Gegen alle Verstandesregelungen war ihre Liebe immer noch heiß. Die wenigen Momente, die sie beieinander sein durften, waren Momente solchen Glücks, die alles beinhalteten, was ein Menschenleben ausmacht, was sie den Grund des Seins fühlen ließ. Könnte er das doch dankbar annehmen, und wie sie, freier denken, unverbogen sein, dann würde er voll Dank von diesen Gefühlen erfüllt. Er würde sie wachsen lassen, sie pflegen und mit Sorgfalt hüten, sie nicht einfach gefährden durch Trennungen, und sie vielleicht dadurch sogar verhungern lassen.
Aber da ist noch etwas, seine Art Christ zu sein. Sein Buchstabenglaube, der ihn schuldig sprach. Diese kleingeistige fundamentalistische evangelische Erziehung, die er genossen hatte, ließ ihn sich nicht öffnen für diese "verbotene Liebe", die stärker ist als er, die ihm aber immer wieder ein schlechtes Gewissen macht.
Angst macht blind, ist lebensfeindlich. Liebe hat immer ihren eigenen Wert, auch wenn sie nicht erlaubt zu sein scheint.
Könnte er doch begreifen, dass Gott größer ist als unsere Gesetze. Würden wir in der Liebe leben, bräuchten wir gar keine Gesetze. -
So aber bleibt sein Kampf mit sich und seiner Liebe. Sicherlich reibt es eines Tages die Beziehung auf. Noch lassen die gemeinsamen Stunden sie leben, dieses Einssein für einen kurzen Augenblick ist allein diese Qualen wert, fand sie. Aller Kummer, alle Qualen vergehen in diesen Momenten, weil er die wunderbare Fähigkeit hat, sich ganz zu geben. Alle Zweifel verschwinden in diesen Stunden im Nichts. Sie möchte sterben in seinen Armen, in diesen Augenblicken und hätte alle Erfüllung dieses Lebens erlebt. Deshalb bleibt sie bei ihm, gegen alle Verzweiflung, gegen alle Worte, die verletzen, die der Verstand ihn sagen lässt. Sie bleibt für diese Vollkommenheit, die er ihr zu schenken vermag. Jedoch sie verlieren auch soviel Lebenszeit, soviel Glück.!
Wo steht denn, dass ein Mensch nur einen Menschen lieben darf. Wir finden doch immer wieder Menschen, die unserer derzeitigen Entwicklung entsprechen und die nun besser zu uns passen. Warum dürfen wir sie nicht lieben, wenn wir uns in anderen Zeiten einmal entschieden haben bei einem anderen Menschen zu bleiben. Nicht weitergehen zu können, nicht neu leben zu dürfen, das kann doch auch nicht richtig sein. Besitzen wir einen Menschen, weil er uns einmal geliebt hat, ist das dann Liebe?
Marianne hatte sich im Laufe der Zeit verändert. Sie hatte genug gelitten. Sie war so glücklich ihm begegnet zu sein, unendlich dankbar, dieses Glück erleben zu dürfen und wollte keinen Besitzanspruch mehr anmelden. Er war in die Tiefe ihrer Seele eingedrungen und hatte da seinen Platz, und so wollte sie bei ihm bleiben, so lange er sie lieben würde.
Als sie ihm das sagte und sie dabei auf ihr Glück tranken, das nie enden sollte, wusste sie nicht, dass seine Frau sicher spürte, was da abging. Die kannte ihren Mann, und so benutzte sie das Druckmittel, das so manche Frauen gebrauchen um den abtrünnigen Mann zu halten, sie wurde psychisch krank. Das ging über Monate, und er fühlte sich so schuldig. Er war völlig überlastet, der Haushalt, die Kinder, die Arbeit, die depressive Frau.
Als er schließlich nach langer Pause endlich wieder zu ihr kam, war es, um mal wieder Schluss zu machen. Seine psychisch angeschlagene Frau, die jetzt seine ganze Zuneigung brauche, er aber nur ein halbes Herz für sie habe, solange er zu mir käme, war der Grund.
Marianne erklärte ihm weinend, dass er doch nicht sie krank machen könne, um seine Frau gesund zu machen. Das sah er ein und entschuldigte sich vielmals. Nein, das werde er nicht tun. Sie vergaßen sofort die schreckliche Situation, weil sie den Gedanken an eine neuerliche Trennung auch nicht ertragen konnten und liebten sich mit Inbrunst. Er ging mit dem Versprechen, sie brauche sich keine Sorgen zu machen, er bleibe bei ihr, aus Liebe. ...
Es vergingen Wochen. Er rief öfter mal an, um ihr zu sagen, dass er sie liebe, aber er konnte einfach nicht kommen. Seine Frau passte auf ihn auf wie ein Schießhund. Eines Tages erzählte er ihr am Telefon, dass es seiner Frau wieder besser gehe. Er habe viel mit ihr unternommen, sie hätten sich gut verstanden, und nun könne sie bald wieder arbeiten. Inzwischen ging es Marianne aber gar nicht mehr gut. Sie wartete schon zu lange auf ihn und war sehr verzweifelt. Auch plagte sie Eifersucht, wenn sie hörte, was er für seine Frau alles tat, und sie dachte, dass er für sie wohl im wahrsten Sinne des Wortes, gar nichts mehr übrig hatte. Sie weinte am Telefon und machte ihm schließlich Vorwürfe. Er sprach davon, dass er jetzt täglich ein schlechtes Gewissen habe. Das machte Marianne erst richtig wütend. Sie antwortete ihm , dass er dann eben Schluss machen müsse! Trotzig sagte er: "Das ist nun auch schon egal, ich leide so oder so!"
Eine Woche später gab er ihr Bescheid, morgens am Telefon, am Arbeitsplatz! "Ich habe mich entschlossen, ich will diese Liebesbeziehung nicht mehr. Ich werde Dich noch mal besuchen und Dir alles erklären. Du kannst mich auch anrufen." Sie hatte gerade einen Kunden da sitzen und konnte nicht antworten. Sie war wie betäubt. Doch sie rief ihn nicht mehr an. Und sie hörte aber auch nichts mehr von ihm!
Es vergingen Monate. In dieser Zeit kam ein Anruf von ihm bei dem er versprach als Freund zu kommen. Er kam aber nicht. Zum Geburtstag schrieb sie ihm auf einer Karte, dass bei ihr immer für ihn Heimat sei. Diese Worte ließen ihn dann doch nicht kalt. Er rief sofort an, erreicht jedoch nur den Anrufbeantworter. Nun, er würde sich auf jeden Fall noch mal melden, erfuhr sie dadurch. Der Anruf kam aber nicht!
Im November hatten sie sich getrennt, im September des nächsten Jahres, nach elf Monaten, kam er tatsächlich zurück! Er hatte nichts geregelt, aber er wusste nun, er kann ohne sie nicht leben, und das gehe auch nicht weg, meinte er. Er habe es ja versucht. Er werde jetzt so oft zu ihr kommen wie möglich, aber mindestens einmal wöchentlich, jedoch scheiden ließe er sich nicht!
Sie hatte ihn so vermisst, sich aber auch mit anderen Männern getroffen. Sie konnte ihn nicht vergessen. Sie hatte nur auf ihn gewartet. In ihrem Inneren wusste sie immer, er kommt zurück!
Weitere sechs Monate heftiger Liebe mit wunderbaren Stunden durften sie erleben. Da waren die Tage, an denen sie zusammen Bücher lasen und sie diskutierten. Momente, in denen sie sich ganz nahe kamen und zusammen weinten oder auch zusammen lachten. Und doch, es dauerte nur sechs Monate, dann hielt sie die Situation einfach nicht mehr aus.
Eines Tages, ganz aus heiterem Himmel, kam es unvermittelt zu einer Aussprache.
Es ging ihr schlecht. Sie hatte ihre Arbeitsstelle verloren und noch dazu einen Fahrradunfall gehabt. Große Schmerzen ließen sie die Nerven verlieren. Sie brauchte einfach einen Menschen an ihrer Seite, der für sie da sein wollte, der Halt und Stütze sein wollte, dessen Liebe sich bewährte. Es war Schluss mit lustig. Das sagte sie ihm klar. "Sechs Jahre sind genug. Du musst Dich entscheiden!" Er entschied sich... für seine Familie, stand auf und ging, ohne Abschied, ohne sich umzudrehen, wei ein Automat zur Tür hinaus! Die Tür fiel ins Schloß. Sie war wie versteinert...
Eines ist aber sicher... sie haben sich bis zum Schluss geliebt..., denn als er an diesem Morgen zu ihr kam, hatten sie sich noch so viel Liebes gesagt und überhaupt an keine Trennung gedacht. Doch nur durch ein falsches Wort von ihr explodierte alles, worüber sie lange nicht hatten reden wollen... Aber dieser Knall war auch eine richtige Befreiung von einer furchtbaren Pattsituation. Es nützt nichts, die Dinge zu verschweigen, die Sache sind. Man kann nicht in einer Scheinwelt glücklich sein!
Ich habe das hier erzählt, weil ich möchte, dass Mann/Frau sich klar wird, was solch eine Romanze, nach der vor allen Dingen viele Männer suchen, wahrscheinlich auch hier und in anderen Portalen, so mit sich bringen kann, wenn sich beide Partner verlieben.
Ein verheirateter Mann, der nach neuen Gefühlen sucht, ist nicht unbedingt ein schlechter Mensch, oder ein "feiger Hund", wenn er sich wieder neues Leben durch neue Liebe wünscht. Das ist ja zu allen Zeiten so gewesen. Dass er trotz allem die Familie nicht zerstören möchte, was viele Frauen erwarten, ist auch nicht bösartig, aber Mann sollte bedenken, was er dieser Frau antut, die er zur Bereicherung seines Alltagslebens sucht und die sich höchst selten nur ein Abenteuer wünscht. Auch da sollte Mann Verantwortung übernehmen.
Der Mann in meiner Geschichte empfand nur Verantwortung für seine Familie. Marianne hatte ja ganz am Anfang eingewilligt "diesen schweren Weg mit ihm zu gehen." und darauf hat er sich immer berufen. Dass Liebe wächst und ihr Verwirklichung braucht, weil sie ihren eigenen Wert entwickelt, konnte er nicht einsehen. "Die Familie wiegt schwerer."
Auf der anderen Seite möchte ich hier auch mal ausführen, was Männer für Schwierigkeiten damit haben, trotz neuer Liebe, die gewachsene Beziehung zu verlassen.
Copyright Antje Di Bella
Ganz plötzlich wurde Marianne eine große Leidenschaft geschenkt. Mit jedem Wiedersehen wuchs sie, wurde Liebe und tiefes Glück. (s. Teil 1) aber ...