Liebe auf den ersten Blick?
Als ich sie sah, mit ihren blauen Augen, den wohlgeformten Lippen und ihrem glänzenden dunkelblondem Haar, da war es um mich gesche-hen. Ich wollte mich nur mit einen Freund treffen und da stand sie neben ihm. Noch nie zuvor hatte ich sie gesehen, doch sie wandte sich um und lächelte. Dieses Lächeln; unbeschreiblich und wunderschön. Plötzlich schien alles auf der Welt nichtig zu sein, nur dieser Augenblick nicht. Dieser Moment bestimmte von nun an mein Leben. Deine Hände möchte ich greifen; mit dir in Paradies der Liebe fliegen; für immer ihr sein. Doch ich kannte sie doch gar nicht. Was würdest sie sagen, wenn sie meine Gedanken hören würdest?
Langsam lief ich auf meinen besten Freund und diesen wunderschönen Engel zu. Mein Herz schlug Schritt für Schritt schneller und mein Blick versank in seinen blauen Augen. Neben mir klang die Musik des Rummelplatzes, die diesen Moment meiner Gefühle unterstrich. Wie sollte ich mich ihr vorstellen? Würde es mein Freund übernehmen? Wahrscheinlich würde ich nach und nach in jedes kleine Fettnäpfchen treten , so nervös wie ich in diesem Moment war.
Was sollte ich mir einfallen lassen? Jörg, streng dich an, du bist gleich da, dachte ich. Nur noch wenige Schritte und ich konnte die Nähe der wunderbaren Frau immer mehr spüren. Ihre Wärme, ihre liebevolle Aura und ihren Atemzug. Wie gerne würde ich jetzt ihren Atem an meinem Nacken spüren? Wie dieser lauwarme Wind meine Haut berührt und meine Nackenhaare provoziert. Auf einmal wurde mir warm und kalt zugleich.
Mein Freund kam lächelnd auf mich zu, gab mir die Hand und… Nun kam der Augenblick … Der Moment … Wie sollte ich mich nur ver-halten? Darüber jetzt nachzudenken war zu spät … "Darf ich dir vorstellen? Das ist mein bester Freund Jörg. Und das ist eine Bekannte von mir - Sabine." Ich hielt ihr meine Hand entgegen. Es schien, als würden aus Sekunden Minuten, aus Minuten Stunden und aus Stunden Tage werden, bis sie endlich meine Hand ergriff. Kurz blickte ich ihr in die Augen, senkte schnell wieder den Kopf, damit sie nicht sah, wie sich mein Gesicht von rosa färbte. Ich spürte, wie mir die Wärme in mein Gesicht stieg, meine Hände jedoch wurden immer kälter. Schließlich blickte ich wieder auf; sie grinste; mein Herz schlug stark; mein Bauch kribbelte. Oh, wie ich dieses Gefühl liebte. Doch danach bekam ich ein Gefühl in den Beinen, dass ich dachte, ich müsse mich festhalten.
Eigentlich hatte ich mir diese Zeit zum Treffen ausgesucht, aber nun wünschte ich mir, mich früher mit sie getroffen zu haben. Sabine, … ja, Sabine … wie eine Melodie in meinen Ohren … wie eine sanfte Sommerbrise streifte dieser Name an meiner Wange vorbei. Obwohl wir uns erst eben kennen lernten, wusste ich, dass wir seelenverwandte waren. Ich verspürte das Bedürfnis sie zu umarmen, einen sanften Kuss auf ihre Wange zu hauchen und ihr zu sagen: "Ich liebe dich."