1

Und sie wandelten am selben Ufer,
trafen sich gelegentlich,
gingen mal ein Stück zusammen
und auch mal ein Stückchen nicht.
Hatten nicht einmal ein Ziel vor Augen -
oder doch? Der Fluss ist lang.
Fühlten einsam sich und einig,
spürten auch den selben Drang,

durch den Fluss in ihren Schritten
immer weiter fort zu gehen.
Hin zur Wärme! Hin zum Lichte!
Irgendwann das Meer zu sehen.



2

Die Zeit zieht vorbei an den Fenstern
wie Wolken bei rauhem Wind,
von Schattenspielen begleitet.

Die Seele wird frei
mit jedem Schritt,
den das Bewusstsein mühsam erklimmt.

Wie klein wir doch sind !

3

In einem Traum da lebte ich Dich
noch einmal,
und was ich da entdeckte, war
die Liebe.
Du saßt in einem süßlich duftenden
Rosengarten,
der umgeben war von einem
Stachelgitterzaun.

Mit der Kraft meiner neu entdeckten Liebe
durchbrach ich ihn.
Doch was geschah?
Die Rosen fingen an zu welken
und es stank,
und Du zerbröckeltest zu einem
Häufchen Asche.


copyright bei mir