Mauersegler - Kleiner Koenig der Luefte
SUCHE DRINGEND GUENSTIGE SOZIALWOHNUNG! Bin ein zuverlaessiger Geselle: Komme immer puenktlich Ende April oder Anfang Mai, bleibe bis August. MACHE GARANTIERT KEINEN SCHMUTZ u. koste fast gar nichts - biete dafuer kostenlosen Service: MUECKEN- u. Fliegenjagd u. ABENDLICHE MUSIK mit FLUGAKROBATIK zur Freude meiner Nachbarn. Ich werde oft mit den Schwalben verwechselt, bin aber eher mit den Kolibris als den Schwalben verwandt und Weltenbuerger, denn ich komme bis nach Suedafrika.Ihr Mauersegler.
Mauersegler in der Stadt
Wenn in den ersten Maitagen die Mauersegler aus dem suedlichen Afrika in die Region Hannover zurueckkehren, um in zahlreichen Gebaeuden ihre alten Nistplaetze wieder aufzusuchen, freuen sich viele Menschen, denn die typischen "srie-srie"-Rufe, wenn die Mauersegler gesellig und in eleganten Kurven ueber Strassen und Plaetze ziehen, kuendigen uns die warme Jahreszeit und lange Tage an.
Sie haben sich als Kulturfolger seit Jahrhunderten an den urbanen Lebensraum gewoehnt. Hier haben sie einen Ersatz gefunden fuer die verloren gegangenen natuerlichen Standorte und Biotope: oft in Baum-und Spechthoehlen von Altholzbestaenden und Baumriesen. Heute sind die eleganten Tiere perfekt an das Stadtleben angepasst und brueten an Gebaeuden und Tuermen, an Kirchen, Bruecken, an Mauern, Ruinen, Wohnhaeusern, auch Hochhaeusern und stets gern in Kolonien. In Gebaeuden bieten sich Ziegelloecher, Firstziegel, Schlupfloecher an. Unter Daechern und hinter Rollaedenkaesten gibt es viele Neststandorte.
Koenig der Luefte
Der Mauersegler kann, wenn erforderlich, pro Tag 800 bis 1000 Kilometer zuruecklegen, schafft Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und fliegt bis zu 3000 m hoch. Mit seinen sichelfoermigen Fluegeln fliegt oder segelt er, oft in grossen Gruppen, schnell, gewandt und kraftvoll. Perfekt an das Leben in der Luft angepasst, trinken, jagen, begatten sich Mauersegler in der Luft. Sie sammeln geschickt im Flug aufgewirbeltes Nistmaterial. Sie schlafen sogar fliegend in grossen Hoehen. Die kurzen Beine und Klammerfuesse eignen sich nicht zum Laufen. So verlassen sie die Luefte nur zum Begutachten eines Brutplatzes, zum Brueten und zur Aufzucht der Jungen.
Mauersegler ernaehren sich von fliegenden Insekten und Spinnen. Ihre grosse Mundspalte erleichtert das Einfangen der Beute. Junge Mauersegler werden mit grossen Futterballen gefuettert, die 300 Insekten enthalten koennen. Bei gutem Sommerwetter sammelt ein Elternpaar ca. 35 Futterballen taeglich!
Meister der Anpassung
Wie aber kommt es, dass es in unseren Staedten immer weniger Mauersegler gibt? Am mangelnden Nahrungsangebot kann es nicht liegen, denn die Tiere haben fuer Notzeiten eine Ueberlebensstrategie entwickelt: Wenn das Wetter waehrend der Brutzeit ploetzlich in eine Kaelte- oder Schlechtwetterfront umschlaegt, verfallen die Jungen im Nest in eine Art Schlafstarre und reduzieren ihre Koerperfunktionen auf das Allernotwendigste. So koennen sie bis zu 10 Tage ohne Nahrung aushalten. Waehrenddessen fliegen die Alten bis zu 800 km in waermere Gefilde, um mehr Nahrung zu finden. Wo aber liegen dann die Gruende fuer den Rueckgang dieser liebenswerten Stadtbewohner?
Wohnraumnot
Die Experten sind sich einig, dass eier der Hauptgruende der Mangel an Nistplaetzen ist. Jede Waermedaemmung oder Hausmodernisierung ist eine Bedrohung fuer die extrem brutplatztreuen Tiere. Wenn die heimkehrenden Brutpaare ihr Quartier vom Vorjahr nicht mehr wiederfinden, bleibt meist der Bruterfolg aus. Beim Dachausbau, bei der Fassadenrenovierung - oder der aus Klimaschutzgruenden notwendigen Waermedaemmung werden aus Unwissenheit bestehende Brutplaetze oft zerstoert, ohne Ersatz zu schaffen. Hierdurch sind die Mauerseglerpopulationen auch bei uns zurueckgegangen und durch die vielerorts anstehenden Gebaeudesanierungen auch in Zukunft in Gefahr.
Hilfe fuer den Mauersegler:
Helfen Sie mit, Nistplaetze von Mauerseglern zu erfassen und melden Sie diese dem BUND. Wenn ein Gebaeude in Ihrer Wohngegend saniert oder waermegedaemmt wird, achten Sie darauf, o dort Nistplaetze sind und informieren Sie den Bauleiter, Eigentuemer und den BUND umgehend. Bruetende Voegel duerfen nicht gestoert und die Nester nicht durch Bauplanen verhaengt werden. Nach dem Ausflug der Jungen sollten moeglichst genau an derselben Stelle Ersatzquartiere angebracht werden, damit die Tiere im kommenden Fruehjahr nicht vor "verschlossener Tuer" stehen. Der BUND Region Hannover sucht Helferinnen und Helfer, die sich fuer den Schutz der Mauersegler begeistern, Nistplaetze nennen und sich fuer den Erhalt und die Schaffung neuer Nistmoeglichkeiten aktiv einsetzen.
Beratung, Hilfe und weitere Infos gibts hier:
www.bund-hannover.de unter den Themen "Arten-und Klimaschutz" oder "Mauersegler".
Ausserdem eine tolle Seite, auch mit den Gesaengen der Mauersegler: www.mauersegler.klausroggel.de
(unbedingt ansehen!!!)
Foto:
Schweizer Vogelschutz SVS/Birdlife Schweiz, Zuerich
Wenn in den ersten Maitagen die Mauersegler aus dem suedlichen Afrika in die Region Hannover zurueckkehren, um in zahlreichen Gebaeuden ihre alten Nistplaetze wieder aufzusuchen, freuen sich viele Menschen, denn die typischen "srie-srie"-Rufe, wenn die Mauersegler gesellig und in eleganten Kurven ueber Strassen und Plaetze ziehen, kuendigen uns die warme Jahreszeit und lange Tage an.
Sie haben sich als Kulturfolger seit Jahrhunderten an den urbanen Lebensraum gewoehnt. Hier haben sie einen Ersatz gefunden fuer die verloren gegangenen natuerlichen Standorte und Biotope: oft in Baum-und Spechthoehlen von Altholzbestaenden und Baumriesen. Heute sind die eleganten Tiere perfekt an das Stadtleben angepasst und brueten an Gebaeuden und Tuermen, an Kirchen, Bruecken, an Mauern, Ruinen, Wohnhaeusern, auch Hochhaeusern und stets gern in Kolonien. In Gebaeuden bieten sich Ziegelloecher, Firstziegel, Schlupfloecher an. Unter Daechern und hinter Rollaedenkaesten gibt es viele Neststandorte.
Koenig der Luefte
Der Mauersegler kann, wenn erforderlich, pro Tag 800 bis 1000 Kilometer zuruecklegen, schafft Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und fliegt bis zu 3000 m hoch. Mit seinen sichelfoermigen Fluegeln fliegt oder segelt er, oft in grossen Gruppen, schnell, gewandt und kraftvoll. Perfekt an das Leben in der Luft angepasst, trinken, jagen, begatten sich Mauersegler in der Luft. Sie sammeln geschickt im Flug aufgewirbeltes Nistmaterial. Sie schlafen sogar fliegend in grossen Hoehen. Die kurzen Beine und Klammerfuesse eignen sich nicht zum Laufen. So verlassen sie die Luefte nur zum Begutachten eines Brutplatzes, zum Brueten und zur Aufzucht der Jungen.
Mauersegler ernaehren sich von fliegenden Insekten und Spinnen. Ihre grosse Mundspalte erleichtert das Einfangen der Beute. Junge Mauersegler werden mit grossen Futterballen gefuettert, die 300 Insekten enthalten koennen. Bei gutem Sommerwetter sammelt ein Elternpaar ca. 35 Futterballen taeglich!
Meister der Anpassung
Wie aber kommt es, dass es in unseren Staedten immer weniger Mauersegler gibt? Am mangelnden Nahrungsangebot kann es nicht liegen, denn die Tiere haben fuer Notzeiten eine Ueberlebensstrategie entwickelt: Wenn das Wetter waehrend der Brutzeit ploetzlich in eine Kaelte- oder Schlechtwetterfront umschlaegt, verfallen die Jungen im Nest in eine Art Schlafstarre und reduzieren ihre Koerperfunktionen auf das Allernotwendigste. So koennen sie bis zu 10 Tage ohne Nahrung aushalten. Waehrenddessen fliegen die Alten bis zu 800 km in waermere Gefilde, um mehr Nahrung zu finden. Wo aber liegen dann die Gruende fuer den Rueckgang dieser liebenswerten Stadtbewohner?
Wohnraumnot
Die Experten sind sich einig, dass eier der Hauptgruende der Mangel an Nistplaetzen ist. Jede Waermedaemmung oder Hausmodernisierung ist eine Bedrohung fuer die extrem brutplatztreuen Tiere. Wenn die heimkehrenden Brutpaare ihr Quartier vom Vorjahr nicht mehr wiederfinden, bleibt meist der Bruterfolg aus. Beim Dachausbau, bei der Fassadenrenovierung - oder der aus Klimaschutzgruenden notwendigen Waermedaemmung werden aus Unwissenheit bestehende Brutplaetze oft zerstoert, ohne Ersatz zu schaffen. Hierdurch sind die Mauerseglerpopulationen auch bei uns zurueckgegangen und durch die vielerorts anstehenden Gebaeudesanierungen auch in Zukunft in Gefahr.
Hilfe fuer den Mauersegler:
Helfen Sie mit, Nistplaetze von Mauerseglern zu erfassen und melden Sie diese dem BUND. Wenn ein Gebaeude in Ihrer Wohngegend saniert oder waermegedaemmt wird, achten Sie darauf, o dort Nistplaetze sind und informieren Sie den Bauleiter, Eigentuemer und den BUND umgehend. Bruetende Voegel duerfen nicht gestoert und die Nester nicht durch Bauplanen verhaengt werden. Nach dem Ausflug der Jungen sollten moeglichst genau an derselben Stelle Ersatzquartiere angebracht werden, damit die Tiere im kommenden Fruehjahr nicht vor "verschlossener Tuer" stehen. Der BUND Region Hannover sucht Helferinnen und Helfer, die sich fuer den Schutz der Mauersegler begeistern, Nistplaetze nennen und sich fuer den Erhalt und die Schaffung neuer Nistmoeglichkeiten aktiv einsetzen.
Beratung, Hilfe und weitere Infos gibts hier:
www.bund-hannover.de unter den Themen "Arten-und Klimaschutz" oder "Mauersegler".
Ausserdem eine tolle Seite, auch mit den Gesaengen der Mauersegler: www.mauersegler.klausroggel.de
(unbedingt ansehen!!!)
Foto:
Schweizer Vogelschutz SVS/Birdlife Schweiz, Zuerich
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