Du liegst vor mir, lang ausgestreckt, es scheint du bist entspannt. Noch etwas schlaftrunken, deine Augen halb geöffnet.
Wie, wenn dir morgens schon die Sonne in die Augen scheint und du sie bei der Fülle dieses Lichtes schnell schließen musst. Es macht dich ab und zu etwas grimmig.
Dein Mund ist mal rau und derb, Stunden später streift er mich ganz zart. Lässt mich Achterbahn fahren. Nur bekomme ich davon einfach nie genug.

Dein rechter Arm umfängt mein Herz, lässt es hüpfen wenn ich dich seh und spür. Bin ich in Eile, fehlen mir dein Geruch und deine Kraft. Du lässt mich ausruhen, streichelst mein Gemüt, hältst mich fit, spendest mir Trost und gehst mit mir durch die Jahreszeiten. Zeigst mir immer neue Seiten, wie ein Buch das ich noch nie gelesen habe.

Dein linker Arm stützt dein Haupt, müht sich mit Gedanken schwer und kitzelt sacht so nebenbei mein Ohr.
Ich höre da ein Rauschen, wie von einem Bach der Lauf. In der Luft ist ein Knistern, ein Sturm der uns mitreißt in einem Strudel der Gefühle.

An deinen Haaren sieht man Raureif blitzen. Keine Angst es macht dich nicht alt. Erfahren wirkst du und sehr weise. Keiner hilft, deine Lasten zu tragen und die Narben werden bleiben. Schmerzen dann und wann.
Doch ich will dich lieben, so wie du bist. Mit Bauch oder ohne, mit allen Macken, mit Haaren oder ohne.
Erscheinst du mir manchmal fremd, geh ich von neuem auf dich zu.
Will dir meine Hand reichen, dich halten. Immer mit dir durchs Leben gehen, dich begleiten durch die Jahre.
Nur weiß ich, dass meine Zeit nicht reicht, drum hoffe ich auch alle anderen lieben dich so wie ich und geben es weiter an die nächste Generation.

Heimat ich liebe dich!


Nun was hattet ihr erwartet? Seid ihr enttäuscht oder müsst ihr schmunzeln?
Aber mal ehrlich, ich stelle mir so die Liebe vor, auch wenn du sie kurz aus den Augen verlierst !

Freue mich auf eure Meinungen!
Annett