meine nun 50-seitige "Fotofibel", =1 Lehrbuch im Internet kostenlos runterladbar
alles Wichtige in Theorie + Praxis bezüglich analoge + digitale Fotografie.
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hier wenige Ausschnitte:
Wer nicht größere Bilder als ca. 10 x 15 cm machen möchte, kann getrost im Menü 2 Millionen Pixel einstellen. Oder besser, bei maximaler Pixelzahl die Kompression so stark einstellen (oft als grob, mittel fein, sehr fein genannt – grob = maximale Kompression!), dass 1 Foto ca. 600 KB Platz benötigt. Für das Internet oder Darstellung am Monitor oder TV genügt 30 KB – 50 KB völlig!
Vor dem ersten Gebrauch einer neuen Speicherkarte diese unbedingt mit der digitalen Kamera formatieren! (nicht per PC!)
Menü Einstellung digitaler Kameras
Standarteinstellung einiger digitalen Kameras ist bezüglich Empfindlichkeit ISO 50. Dies bringt zwar bei vollem Sonnenlicht beste Resultate. Aber schon bei bedecktem Himmel in Straßenschluchten bei Teleeinstellung werden die Fotos wegen zu langen Belichtungszeiten unscharf. Besser im Menü auf „Auto 400 ISO oder Auto 800 ISO“ einstellen!
Für das Betrachten der Bilder am TV sowie Videos muß die Einstellung statt „NTSC“ (=amerikanische TV Norm) „PAL“ (= deutsche TV Norm) sein!
Beim Einstellen der Bildqualität darauf achten, dass sowohl die Pixelzahl (möglichst hoch einstellen!) als auch die Kompression (je nach gewünschtem späteren Fotoformat einstellen!) direkt für die Qualität verantwortlich sind. Siehe Tabellen Seite 42
Bei einer digitalen Kamera wird in der Standardeinstellung ein automatischer Weißabgleich gemacht. Man kann bei praktisch allen digitalen Fotoapparaten auch manuell Tageslicht bei voller Sonne, Tages-licht bei Wolken, Weißabgleich für Blitzfotos, Kunstlicht Glühlampen, Kunstlicht Leuchtstoffröhren etc. einstellen. Weisen die Fotos einen Farbstich auf, ist zunächst diese Einstellung zu korrigieren. Ist vieles im Menü verstellt, haben nahezu alle digitalen Kameras die Möglichkeit, per „Reset“ die ur-sprüngliche Werkseinstellung wieder herzustellen!
Um die warme Stimmung der Beleuchtung von Weihnachtsmärkten einzufangen, sollte der „Weißab-gleich“ auf „manuell Tageslicht“ eingestellt werden. Sonst wird in der Standarteinstellung „Automatik“ das künstliche, warme Licht recht weiß erscheinen!
Digitale Fotografie - Vorzüge
Die digitale Fotografie ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. 1981 ist sie ins Leben gerufen worden, 1990 gab es die ersten digitalen Kameras zu kaufen. Sie hat nun im Jahr 2004 eine größere Be-deutung und Verbreitung gefunden, als die analoge Fotografie. (Amateurbereich) Anstelle des lichtemp-findlichen Films tritt ein „CCD - Element“ ( = Charge Coupled Device = ladungsgekoppeltes Gerät ). Es wandelt die Lichtwerte in elektrische Werte um. Sie werden digitalisiert und als elektrisches Signal ge-speichert. Zu den Gründen der schnellen Verbreitung:
Erst seit Ende der 90er Jahre sind die üblichen PCs so leistungsfähig, wie es zum Speichern und Bear-beiten von hoch auflösenden Fotos nötig ist. Dies ist auch ein wesentlicher Grund der späteren Verbreitung.
1)
Die Qualität der Fotos ( Auflösung in Pixel / Pixel = Kunstwort aus picture + elements = Bildpunkte ) ist von unter 300.000 Pixel auf bis ca. 12 Millionen Pixel gestiegen. ( je nach Kameramodell ) Seit ca. Anfang 2003 gibt es einige Profikameras mit bis zu 14 Mill. Pixeln.
2)
Preise sind stark gefallen und werden weiter sinken - bei steigender Ausstattung und Komfort.
3)
Sofortiges Betrachten der gemachten Fotos auf dem kleinen, eingebauten Kontrollbildschirm möglich. Als elektronischer Sucher ist er vor allem bei Nahaufnahmen parallaxenfrei, das heißt, man sieht den gleichen Bildausschnitt, wie das „CCD“ Element. ( siehe Kapitel Spiegelreflex - Kamera Vorteil Absatz 2 ) Er benötigt allerdings viel elektrische Energie.
4)
Sofortiges Löschen nicht gelungener Bilder ist möglich.
5)
Direktes Betrachten, Bearbeiten, Verfremden, Verschicken der Fotos per E- Mail, Fotos in das Internet setzen etc. möglich. In den beiden letztgenannten Fällen sollte die Bilddatei mit einem geeigneten Pro-gramm eine 2. Kopie mit nur ca.10 - 50 KB ( = Kilobyte ) Größe bei starker JPEG Komprimierung er-stellt werden.
6)
Es werden keine Filme gekauft, sondern Speicherkarten, die immer wieder überspielt und gelöscht werden können. So kann beliebig experimentiert und getestet werden. Man braucht nicht enttäuscht zu sein, dass man viele Filme „unnütz“ verknipst hat. ( Siehe Kapitel Speicherkarten )
7)
umweltfreundlicher, da keine Chemikalien zur Entwicklung gebraucht und entsorgt werden müssen.
8)
Umfangreiche Software zum Betrachten, Archivieren, Bearbeiten etc. wird auch bei den billigsten Ka-meras mitgeliefert.
9)
Elektronisch gespeicherte Fotos können sich nicht durch Alterung bezüglich Farbe etc. verändern.
10)
Man bezahlt statt der Filmentwicklung eine Bearbeitungsgebühr und lässt nur von den gelungenen Bil-dern Fotos anfertigen. (siehe Preisliste am Ende der Fibel)
11)
Mit normalem Computerdrucker sind Ausdrucke in mittlerer Qualität möglich. Für hohe Qualität sollte spezielles Fotopapier genommen werden. Da es recht teuer ist, liegen die Druckkosten bei 1 bis 4 € pro DIN A 4 Blatt.
12)
In einigen Fotogeschäften und Drogerien stehen Lesegeräte für die Speicherkarten. Dort kann man seine gespeicherten Fotos übertragen und bestellen. Die Kosten sind mit 0,15 € bis 0,40 € für ein 10 x 15 cm Bild deutlich höher, als bei den herkömmlichen Abzügen. Dazu kommt eine einmalige Auftragsgebühr von meist ca. 1 - 2 €
13)
Es gibt auch „Lesegeräte“ für den PC zu Hause, mit dem der Inhalt gängiger Speicherkarten (z.B. Fo-tos, Musik oder Texte) auf den PC übertragen sowie umgekehrt von der Festplatte auf die Speicherkarte werden können. Dies geht meist schneller, als über das USB Kabel. Viele neuere PC`s haben solche „Card - Reader“ für 6 bis 19 verschiedenen gängigen Speicherkarten bereits eingebaut. Leider lesen diese Card Reader in PC`s bis Baujahr ca. 2005 SD Cards nur bis 256 MB! 512 MB Karten oder Größe-re sorgen für „Datenschrott“.
Es gibt auch DVD Spieler, die Einschübe für SD Speicherkarten, Compact Flash, oder USB haben.
Am USB kann man auch ein Kartenlesegerät anschließen und die Fotos direkt auf dem TV sehen.
14)
Über das Internet sind Übertragung von Bilddateien und Bildbestellungen möglich. ( kann über das ana-loge Netz ( = mit herkömmlichem Modem) bei einem Foto mit 4 Millionen Pixeln je nach Kompression und Störungsfreiheit der Telefonleitung 3 bis über 10 Minuten lang dauern)
15)
Mit so genannten optischen „Scannern“ ( siehe Kapitel „Scanner“ ) ist ein schnelles Einlesen von Fotos sowie Texten möglich. Bilder sind einfach nachträglich in Dokumente einfügbar.
16)
Das Archivieren und Speichern ist Platz sparender und einfacher.
17)
man ist nicht auf die Qualität und Service von Fotolaboren angewiesen.
Einen großen Vorteil sehe ich, dass man keine Filme kaufen braucht - allenfalls Speicherkarten, die immer wieder löschbar sind. So kann man viel experimentieren und Erfahrungen sammeln.
Digitale Fotografie - Nachteile
1)
Vor allem bei Postern und beim Projizieren wird nicht die Schärfe vom Kleinbild - geschweige denn vom Mittelformat erreicht. Die üblichen Kleinbildfilme mit 100 ASA entsprechen einer Auflösung von ca. 35 Millionen Pixeln. Allerdings reduzieren auch hochwertige Festbrennweiten diese Auflösung auf unter 20 Millionen Pixel.
2)
Die Bilder sind - vor allem im Eigendruck - teuerer, benötigen viel Zeit zum Ausdrucken und sie verblassen bei Lichteinfall.
3)
Im Gegensatz zum Kleinbildformat 24 x 36 mm ( 2 : 3 ) ist das Seitenverhältnis wie beim TV
3 : 4. Das bedeutet, dass beim 10 x 15 cm Abzug oben und unten ca. 1 cm fehlt!
4)
Die Kameras sind bei vergleichbarer Ausstattung wesentlich teurer.
5)
Schnelle Serien sind nicht möglich, da die digitalen Kameras 1 bis 8 Sekunden brauchen, bis das fotografierte Bild in den Speicher eingelesen ist. Vergleichbar lang ist auch die Zeit vom Einschal-ten bis zum Bereit sein zum Fotografieren. ( Kameras, vor allem über 200 € sind ab ca. 2005 wesentlich schneller geworden )
6)
Die Kameras brauchen - vor allem bei häufigem Nutzen des LCD Bildschirmes - sehr viel Strom.
7)
Fotos sind schnell ungewollt gelöscht (oder können durch kleine Fehler unlesbar werden)
8)
Wegen des wesentlich kleineren Aufnahmeformates des CCD Chips ist die Schärfentiefe erheblich grö-ßer, als bei den Kleinbildkameras. Dies kann erwünscht sein, ist aber nachteilig, wenn man z.B. bei Portraitfotos den Hintergrund in Unschärfe auflösen will. Siehe Tabelle S. 44
9)
Da die gängigen Speichermedien oft nach wenigen Jahren überholt sind, könnten alte, abgespeicherte Fotos in 20 Jahren nicht mehr lesbar sein. Ich erinnere an 8 Zoll und 5,25 Zoll Laufwerke Neue PC`s ab 2006 haben oft keine 3.5 Zoll Laufwerke mehr!
Anzahl der Pixel
Diese größeren und teueren Kameras besitzen statt der ca. 0,3 Millionen ( bzw. 1.2 Mill. ) Bildpunkte, wie die „Pen - Webkameras haben - etwa 2 Millionen bis ca. 12 Millionen Pixel. Die Anzahl der Bild-punkte bestimmt im Wesentlichen die Qualität des Bildes. ( und des Preises der Kamera, der derzeit von ca. 50 € bis über 2000 € liegen kann ). Am Wichtigsten ist die Größe des „CCD Chips“, der das Bild in elektrische Signale umwandelt. Er hat von handlichen digitalen Kameras meist nur ein Größe von 1/3 Zoll. (etwa wie der kleine Fingernagel.) Wenn dort 7 Millionen Pixel sind, bleibt pro Pixel wenig Platz! So erscheint bei schlechten Lichtverhältnissen Farbrauschen! Für Fotos 10 x 15 cm reichen 2 Mill. Pi-xel! Seit Anfang 2003 gab es von Kodak die DCS Pro 14 N mit 14 Mill. Pixel für stolze 6955 €. Kostete 10 - 2004 ca. 5300 €. Auch die Optik und Elektronik sowie die Größe und Qualität des CCD Bildwand-lers sind für die Bildqualität wesentlich verantwortlich. Siehe Tabelle S. 44.
Für kleine Probeausdrucke oder für das Internet wäre es Unsinn, eine Auflösung von 5 Millionen Bild-punkten zu nehmen. Der benötigte Speicherplatz pro Bild erreicht schnell ca.10 Megabyte. (unkompri-miert im Tiff Format) Um es per normalem, analogem Modem im Internet zu versenden, würden ohne weiteres über 30 Minuten fällig werden. Neben diversen Bildbearbeitungsprogrammen gibt es Software, die Fotodateien auf z.B. 30 KB – 50 KB verkleinern. Das ist die richtige Größe, um ohne sichtbaren Qualitätsverlust Fotos auf Monitoren darzustellen. (der grandiose Bildverkleinerer Computer – Bild 21-07 1.10.07 evtl. mit Google suchen)
Das beleuchtete LCD - Display, mit dem man auch die gerade gemachten Fotos kontrollieren kann, sollte mindestens ca. 100.000 Pixel haben, damit man genügend Detail erkennen kann. Es ist normal, dass dieses Display bei vollem Sonnenlicht kaum erkennbar ist. Es ist meist zwischen 1,5 “ und 2,5 “ groß. ( “ = Zoll = 2,54 cm ) Natürlich sieht man im größeren Display mehr Details und kann die Schärfe besser beurteilen. Manche Kameras wie z.B. die Rollei DK 4010 haben statt einem optischen Sucher einen elektronischen Sucher mit 300.000 Pixeln! Vorteil: man sieht, wie das Bild wirklich wird bezüg-lich Farbtönung, Schärfe, exaktem Bildausschnitt, Zoomgröße etc. Nachteil: teurer als der optische Su-cher, braucht relativ viel Accu - Energie, allerdings weniger als ein Display.
Wenn man bei schlechten Lichtverhältnissen die „ISO“ ( entspricht der „ASA“ Zahl ) Zahl erhöht, steigt auch das so genannte „Farbrauschen“. Vor allem bei größeren Bildern sind störende Farbpunkte erkennbar. Dies gilt nur für digitale Kameras. ( siehe Kapitel Filmempfindlichkeit + Weißabgleich)
Auflösung - Komprimierung - JPEG
An den meisten digitalen Kameras kann man die Auflösung vor dem Fotografieren wählen. Es sollten mindestens 3 verschiedene Anzahlen von Pixeln ( = Bildpunkte, Auflösung ) an der digitalen Kamera wählbar sein. Zusätzlich ist die Bildqualität beim Speichern veränderbar. Je nach Stärke der Kompressi-on tauchen oft Begriffe wie „Fein“, „Standart“ oder „Einfach“ oder „optimal“ „besser“, „gut“ auf. ( häu-fig in englischer Sprache ) Bei „JPEG“ kann man - ähnlich wie in der Musik mit „MP3“ - die Kompres-sionsintensität einstellen. Je stärker die Kompression, umso weniger Speicherplatz braucht ein Foto.
Natürlich lässt - je nach Motiv, Details und Darstellungsgröße - ab einer Kompression von etwa 10 : 1 die Qualität des gespeicherten Bildes zu wünschen übrig. Für brauchbare Fotos in 9 x 13 cm muss in mittlerer jpeg - Kompression mit mindestens ca. 200 KB Speicherplatz gerechnet werden. Um Spei-cherplatz zu sparen, sollte man lieber mit mehr Pixeln und größerer Kompression speichern als umgekehrt. Ohne Kompression beanspruchen 5 Millionen Pixel einen Speicherplatz von bis ca. 15 MB. Man sollte sich gleich 1 – 2 Speicher von 1 oder 2 GB zur Kamera kaufen und den Preisvergleich inklu-sive den größeren Speicherchips machen. Gute Kameras ermöglichen das Speichern von Fotos in unter-schiedlichen Formaten. ( siehe Kapitel „Formate von digitalen Fotos“ )
Speicherkarten = Memory Cards für Fotos, Audio ( MP 3 + WMA ), Texte, Prg. etc.
Wichtig beim Kauf der Kamera ist es, darauf zu achten, dass ein gängiger Speichertyp, wie z.B. die „Compact - Flash“, „MM - Card“ = ( Multi Media ) oder „SD - Card“ ( = Secure Data ) benutzt wird. Neu auf dem Markt ist seit etwa Mitte 2002 noch die „XD - Picture“ Speicherkarte. Bei 1 GB ( = Giga-gabyte ) gehört die „Compact - Flash“ mit etwa 10 € zu den Preiswertesten. (11-2007) Viele sehen in der „SD - Card“ den Nachfolger der „Compact - Flash“ Karte. Sie kostet als 1 GB Karte ca. 10 €. 2 Gi-gabyte ist derzeit ( 11 -07 ) ab 15 € zu haben.
Die „Smart Media“, die inzwischen weitgehend vom Markt verschwunden ist, hat folgende Nachteile: Sie erlaubt nicht gleichzeitig verschiedene Dateiformate, ( z. B. MP 3 Dateien von Musik + Foto - Da-teien ) - da der „Controller“ nicht auf dem Chip ist. Sie ist sehr dünn und kann sich im Geldbeutel oder in einer Hosentasche schnell so biegen, dass sie nicht mehr brauchbar ist. Die Kontakte liegen unge-schützt außen und können leicht beschädigt werden. Alle Karten gab es u. a. auch in 8, 16, 32, 64, MB, 128 und 256 MB.
Die „MM ( MM = Multimedia ) - Card ist pinkompatibel zur moderneren „SD - Card“. Passt die „SD – Card“, kann man stets auch die etwas dünnere „MM Card“ nutzen. Umgekehrt geht das nicht immer. Letztere besitzt eine mechanisch verschiebbare Löschsperre und einen zusätzlichen Schutz gegenüber statischen Aufladungen (Spannungen). Daher verliert die „MM Card“ an Bedeutung und ist wegen den geringeren Verkaufszahlen etwas teurer als vergleichbare SD Cards.
Eine Liste von vielen Anbietern digitaler Fotos ist: www.image-scene.de/fotodienste
Interessant ist auch dieser Vergleich: www.aldifotos.de www.billige-fotos.de
Hier sind einige Internetadressen für Bildabzüge etc. www.agfanet.de www.fujicolor.de www.fujicolor-order.net www.bilder.de www.internet-print-service.de www.expressphoto.de www.kodak.de www.pixelnet.de www.alles-foto.de www.fotoservice.de www.colormailer.de www.fotoquelle.de www.t-online.de www.mediamarkt.de www.saturn.de (bei Darstellung auf einem PC - Monitor braucht die Internetadresse nur angeklickt zu werden, um in die gezeigte Internetadresse zu kommen). Einige Drogerieketten sowie Lebensmitteldiscounter ( z.B. www.plus.de www.schlecker.com www.ihrplatz.de www.mueller.de www.rossmann.de www.penny.de
sind bezüglich Fotodiensten auch im Internet zu finden. Viele Firmen bieten 9 x 13 cm Abzüge von ver-schiedenen Medien für 13 Cent an. Beim „Bilderplanet“ habe ich im Januar 2004 für 9 Cent gute 9 x 13 cm Abzüge erhalten.
Lässt man digitale Bilder auf Fotopapier abziehen, ist dies nicht nur billiger als vom eigenen Dru-cker, sondern auch lichtbeständiger.
Bearbeiten von digitalen Fotos
Gängige und gute Bildbearbeitungsprogramme sind u. a. Photo Impact 8 (Ulead, 111 €), sowie das preiswertere Photo Impact XL, Photoshop 7.0 (Adobe) und die abgespeckte, preiswertere Variante Pho-toshop Elements 2.0 (Adobe 72 €). Kostenlose Alternativen sind das „Gimp 2.36“ (www.gimp.org), picasa 2.7, neuerdings auch in Deutsch, runterladbar von www.picasa.google.de sowie www.photofiltre.com (auch in www.computerbild.de runterladbar) und Irfan View 4.0
Wichtig: beim Bearbeiten von Fotos sollte stets eine Kopie vom unverändertes Original (am Besten im „TIFF Format“ = Tagged Image File Format auch „TIF“ genannt ) vorhanden sein. Im Idealfalle speichert man seine Bilder - wenn man sie umfangreich bearbeiten will – im „RAW“ Format ab. (siehe Erklärungen Bildformate Seite 36)
Nach jedem Verändern und Abspeichern im „JPEG Format“ gehen stets Bildinformationen durch erneutes Komprimieren der Daten verloren. Falls beim Bearbeiten ein Fehler unterläuft, kann man ebenfalls auf das Original zurückgreifen.
Musik im „MP3“ codierten Verfahren benötigt nur ca. 10% der ursprünglichen Speichergröße ( bei den üblichen Daten 128 kb/s sowie 44,1 kHz Samplingfrequenz ) und ist nur in bestimmten Fällen qualitativ etwas schlechter. ( bei hochtonreicher bzw. obertonreicher Musik wie Schlagzeug, Becken, Besen, Blechbläser, vor allem bei der Piccolo - und Querflöte oder bei „Zischlauten“ ( = scharfe „S“ - Laute ). Klavier, Orgel, Streicher, Harfen, Banjo und Solostimmen ergeben meist kaum hörbare Beeinträchti-gungen, da sie weniger Obertöne aufweisen und das Klangspektrum weniger komplex ist. Mit dem klei-nen „Ausflug“ in die Musik versuchte ich anschaulich zu erklären, dass eine Qualitätsreduzierung nicht nur vom Kompressionsgrad sondern auch von der Art des Motivs abhängig ist.
Retten von gelöschten Fotos
Mir ist einmal – in der Eile des Gefechtes passiert, dass ich über 300 unersetzbare Fotos per „Auschnei-defunktion“ auf Festplatte übertragen wollte. Sie waren alle weg.
1)
immer mit der Funktion „Kopieren“ arbeiten.
2)
stets Minimum 1 – 2 Sicherheitskopien anfertigen, die an verschiedenen Plätzen liegen sollten. (evtl. bei 1 Freund)
3)
wenn das Kind = die Fotos in den Brunnen gefallen sind, kann man sie oft retten. Wichtig: nach dem Missgeschick nichts am Speichermedium ändern!
Es gibt Programme, die die verlorenen Daten wieder rekonstruieren können! Z.B. das „PC Inspector TM smart recovery 4.5. Diese Software war kostenlos beim Testsieger – 1 Kartenleser von der Firma Hama – dabei! Ich war heilfroh, dass ich meine verloren geglaubten Fotos von Berlin, Knut, etc wieder hatte. Kann jedem mal passieren!
Zoom optisch + digital
Wichtig ist, dass man den Unterschied zwischen optischen und digitalem Zoom kennt. Der optische Zoom holt ohne direkte Qualitätseinbußen das Bild „näher heran“. Der digitale Zoom arbeitet wie eine Ausschnittvergrößerung. So hat man bei 100 x digitalem Zoom nur 1 % der Auflösung im späteren Bild wie ohne Zoom. Statt z.B. 5 Millionen Pixel hat man nur noch eine Auflösung von 50.000 Pixeln. Daher ist der digitale Zoom eigentlich nur ein Reklamegag, da man über Bildbearbeitungsprogramme vergleichbare Effekte viel besser ausarbeiten kann.
Tipps zum Kauf einer digitalen SLR = Spiegelreflexkamera
Der CCD Chip sollte möglichst groß sein. Üblicher Standart ist bei SLR (= Spiegelreflexkamera) 15,7 mm x 23,5 mm. Ideal wäre das zum Kleinbildformat identische 24 mm x 36 mm. Die alten Kleinbild – Objektive verlängern ihre Brennweite bei dieser Größe des CCD Chips um den Faktor 1,5. So wird aus einem 50 mm Nor-malobjektiv ein 75 mm Porträt - Tele.
Eventuell benötigte Spezial Accus können billig im Internet gefunden werden. Nicht EBAY, sondern unter „Google“ den gewünschten Accutyp eingeben. Auch auf Portokosten etc. achten! So kostet schnell ein Accu statt 40 – 50 € etwa 10 €!
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Wer nicht größere Bilder als ca. 10 x 15 cm machen möchte, kann getrost im Menü 2 Millionen Pixel einstellen. Oder besser, bei maximaler Pixelzahl die Kompression so stark einstellen (oft als grob, mittel fein, sehr fein genannt – grob = maximale Kompression!), dass 1 Foto ca. 600 KB Platz benötigt. Für das Internet oder Darstellung am Monitor oder TV genügt 30 KB – 50 KB völlig!
Vor dem ersten Gebrauch einer neuen Speicherkarte diese unbedingt mit der digitalen Kamera formatieren! (nicht per PC!)
Menü Einstellung digitaler Kameras
Standarteinstellung einiger digitalen Kameras ist bezüglich Empfindlichkeit ISO 50. Dies bringt zwar bei vollem Sonnenlicht beste Resultate. Aber schon bei bedecktem Himmel in Straßenschluchten bei Teleeinstellung werden die Fotos wegen zu langen Belichtungszeiten unscharf. Besser im Menü auf „Auto 400 ISO oder Auto 800 ISO“ einstellen!
Für das Betrachten der Bilder am TV sowie Videos muß die Einstellung statt „NTSC“ (=amerikanische TV Norm) „PAL“ (= deutsche TV Norm) sein!
Beim Einstellen der Bildqualität darauf achten, dass sowohl die Pixelzahl (möglichst hoch einstellen!) als auch die Kompression (je nach gewünschtem späteren Fotoformat einstellen!) direkt für die Qualität verantwortlich sind. Siehe Tabellen Seite 42
Bei einer digitalen Kamera wird in der Standardeinstellung ein automatischer Weißabgleich gemacht. Man kann bei praktisch allen digitalen Fotoapparaten auch manuell Tageslicht bei voller Sonne, Tages-licht bei Wolken, Weißabgleich für Blitzfotos, Kunstlicht Glühlampen, Kunstlicht Leuchtstoffröhren etc. einstellen. Weisen die Fotos einen Farbstich auf, ist zunächst diese Einstellung zu korrigieren. Ist vieles im Menü verstellt, haben nahezu alle digitalen Kameras die Möglichkeit, per „Reset“ die ur-sprüngliche Werkseinstellung wieder herzustellen!
Um die warme Stimmung der Beleuchtung von Weihnachtsmärkten einzufangen, sollte der „Weißab-gleich“ auf „manuell Tageslicht“ eingestellt werden. Sonst wird in der Standarteinstellung „Automatik“ das künstliche, warme Licht recht weiß erscheinen!
Digitale Fotografie - Vorzüge
Die digitale Fotografie ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. 1981 ist sie ins Leben gerufen worden, 1990 gab es die ersten digitalen Kameras zu kaufen. Sie hat nun im Jahr 2004 eine größere Be-deutung und Verbreitung gefunden, als die analoge Fotografie. (Amateurbereich) Anstelle des lichtemp-findlichen Films tritt ein „CCD - Element“ ( = Charge Coupled Device = ladungsgekoppeltes Gerät ). Es wandelt die Lichtwerte in elektrische Werte um. Sie werden digitalisiert und als elektrisches Signal ge-speichert. Zu den Gründen der schnellen Verbreitung:
Erst seit Ende der 90er Jahre sind die üblichen PCs so leistungsfähig, wie es zum Speichern und Bear-beiten von hoch auflösenden Fotos nötig ist. Dies ist auch ein wesentlicher Grund der späteren Verbreitung.
1)
Die Qualität der Fotos ( Auflösung in Pixel / Pixel = Kunstwort aus picture + elements = Bildpunkte ) ist von unter 300.000 Pixel auf bis ca. 12 Millionen Pixel gestiegen. ( je nach Kameramodell ) Seit ca. Anfang 2003 gibt es einige Profikameras mit bis zu 14 Mill. Pixeln.
2)
Preise sind stark gefallen und werden weiter sinken - bei steigender Ausstattung und Komfort.
3)
Sofortiges Betrachten der gemachten Fotos auf dem kleinen, eingebauten Kontrollbildschirm möglich. Als elektronischer Sucher ist er vor allem bei Nahaufnahmen parallaxenfrei, das heißt, man sieht den gleichen Bildausschnitt, wie das „CCD“ Element. ( siehe Kapitel Spiegelreflex - Kamera Vorteil Absatz 2 ) Er benötigt allerdings viel elektrische Energie.
4)
Sofortiges Löschen nicht gelungener Bilder ist möglich.
5)
Direktes Betrachten, Bearbeiten, Verfremden, Verschicken der Fotos per E- Mail, Fotos in das Internet setzen etc. möglich. In den beiden letztgenannten Fällen sollte die Bilddatei mit einem geeigneten Pro-gramm eine 2. Kopie mit nur ca.10 - 50 KB ( = Kilobyte ) Größe bei starker JPEG Komprimierung er-stellt werden.
6)
Es werden keine Filme gekauft, sondern Speicherkarten, die immer wieder überspielt und gelöscht werden können. So kann beliebig experimentiert und getestet werden. Man braucht nicht enttäuscht zu sein, dass man viele Filme „unnütz“ verknipst hat. ( Siehe Kapitel Speicherkarten )
7)
umweltfreundlicher, da keine Chemikalien zur Entwicklung gebraucht und entsorgt werden müssen.
8)
Umfangreiche Software zum Betrachten, Archivieren, Bearbeiten etc. wird auch bei den billigsten Ka-meras mitgeliefert.
9)
Elektronisch gespeicherte Fotos können sich nicht durch Alterung bezüglich Farbe etc. verändern.
10)
Man bezahlt statt der Filmentwicklung eine Bearbeitungsgebühr und lässt nur von den gelungenen Bil-dern Fotos anfertigen. (siehe Preisliste am Ende der Fibel)
11)
Mit normalem Computerdrucker sind Ausdrucke in mittlerer Qualität möglich. Für hohe Qualität sollte spezielles Fotopapier genommen werden. Da es recht teuer ist, liegen die Druckkosten bei 1 bis 4 € pro DIN A 4 Blatt.
12)
In einigen Fotogeschäften und Drogerien stehen Lesegeräte für die Speicherkarten. Dort kann man seine gespeicherten Fotos übertragen und bestellen. Die Kosten sind mit 0,15 € bis 0,40 € für ein 10 x 15 cm Bild deutlich höher, als bei den herkömmlichen Abzügen. Dazu kommt eine einmalige Auftragsgebühr von meist ca. 1 - 2 €
13)
Es gibt auch „Lesegeräte“ für den PC zu Hause, mit dem der Inhalt gängiger Speicherkarten (z.B. Fo-tos, Musik oder Texte) auf den PC übertragen sowie umgekehrt von der Festplatte auf die Speicherkarte werden können. Dies geht meist schneller, als über das USB Kabel. Viele neuere PC`s haben solche „Card - Reader“ für 6 bis 19 verschiedenen gängigen Speicherkarten bereits eingebaut. Leider lesen diese Card Reader in PC`s bis Baujahr ca. 2005 SD Cards nur bis 256 MB! 512 MB Karten oder Größe-re sorgen für „Datenschrott“.
Es gibt auch DVD Spieler, die Einschübe für SD Speicherkarten, Compact Flash, oder USB haben.
Am USB kann man auch ein Kartenlesegerät anschließen und die Fotos direkt auf dem TV sehen.
14)
Über das Internet sind Übertragung von Bilddateien und Bildbestellungen möglich. ( kann über das ana-loge Netz ( = mit herkömmlichem Modem) bei einem Foto mit 4 Millionen Pixeln je nach Kompression und Störungsfreiheit der Telefonleitung 3 bis über 10 Minuten lang dauern)
15)
Mit so genannten optischen „Scannern“ ( siehe Kapitel „Scanner“ ) ist ein schnelles Einlesen von Fotos sowie Texten möglich. Bilder sind einfach nachträglich in Dokumente einfügbar.
16)
Das Archivieren und Speichern ist Platz sparender und einfacher.
17)
man ist nicht auf die Qualität und Service von Fotolaboren angewiesen.
Einen großen Vorteil sehe ich, dass man keine Filme kaufen braucht - allenfalls Speicherkarten, die immer wieder löschbar sind. So kann man viel experimentieren und Erfahrungen sammeln.
Digitale Fotografie - Nachteile
1)
Vor allem bei Postern und beim Projizieren wird nicht die Schärfe vom Kleinbild - geschweige denn vom Mittelformat erreicht. Die üblichen Kleinbildfilme mit 100 ASA entsprechen einer Auflösung von ca. 35 Millionen Pixeln. Allerdings reduzieren auch hochwertige Festbrennweiten diese Auflösung auf unter 20 Millionen Pixel.
2)
Die Bilder sind - vor allem im Eigendruck - teuerer, benötigen viel Zeit zum Ausdrucken und sie verblassen bei Lichteinfall.
3)
Im Gegensatz zum Kleinbildformat 24 x 36 mm ( 2 : 3 ) ist das Seitenverhältnis wie beim TV
3 : 4. Das bedeutet, dass beim 10 x 15 cm Abzug oben und unten ca. 1 cm fehlt!
4)
Die Kameras sind bei vergleichbarer Ausstattung wesentlich teurer.
5)
Schnelle Serien sind nicht möglich, da die digitalen Kameras 1 bis 8 Sekunden brauchen, bis das fotografierte Bild in den Speicher eingelesen ist. Vergleichbar lang ist auch die Zeit vom Einschal-ten bis zum Bereit sein zum Fotografieren. ( Kameras, vor allem über 200 € sind ab ca. 2005 wesentlich schneller geworden )
6)
Die Kameras brauchen - vor allem bei häufigem Nutzen des LCD Bildschirmes - sehr viel Strom.
7)
Fotos sind schnell ungewollt gelöscht (oder können durch kleine Fehler unlesbar werden)
8)
Wegen des wesentlich kleineren Aufnahmeformates des CCD Chips ist die Schärfentiefe erheblich grö-ßer, als bei den Kleinbildkameras. Dies kann erwünscht sein, ist aber nachteilig, wenn man z.B. bei Portraitfotos den Hintergrund in Unschärfe auflösen will. Siehe Tabelle S. 44
9)
Da die gängigen Speichermedien oft nach wenigen Jahren überholt sind, könnten alte, abgespeicherte Fotos in 20 Jahren nicht mehr lesbar sein. Ich erinnere an 8 Zoll und 5,25 Zoll Laufwerke Neue PC`s ab 2006 haben oft keine 3.5 Zoll Laufwerke mehr!
Anzahl der Pixel
Diese größeren und teueren Kameras besitzen statt der ca. 0,3 Millionen ( bzw. 1.2 Mill. ) Bildpunkte, wie die „Pen - Webkameras haben - etwa 2 Millionen bis ca. 12 Millionen Pixel. Die Anzahl der Bild-punkte bestimmt im Wesentlichen die Qualität des Bildes. ( und des Preises der Kamera, der derzeit von ca. 50 € bis über 2000 € liegen kann ). Am Wichtigsten ist die Größe des „CCD Chips“, der das Bild in elektrische Signale umwandelt. Er hat von handlichen digitalen Kameras meist nur ein Größe von 1/3 Zoll. (etwa wie der kleine Fingernagel.) Wenn dort 7 Millionen Pixel sind, bleibt pro Pixel wenig Platz! So erscheint bei schlechten Lichtverhältnissen Farbrauschen! Für Fotos 10 x 15 cm reichen 2 Mill. Pi-xel! Seit Anfang 2003 gab es von Kodak die DCS Pro 14 N mit 14 Mill. Pixel für stolze 6955 €. Kostete 10 - 2004 ca. 5300 €. Auch die Optik und Elektronik sowie die Größe und Qualität des CCD Bildwand-lers sind für die Bildqualität wesentlich verantwortlich. Siehe Tabelle S. 44.
Für kleine Probeausdrucke oder für das Internet wäre es Unsinn, eine Auflösung von 5 Millionen Bild-punkten zu nehmen. Der benötigte Speicherplatz pro Bild erreicht schnell ca.10 Megabyte. (unkompri-miert im Tiff Format) Um es per normalem, analogem Modem im Internet zu versenden, würden ohne weiteres über 30 Minuten fällig werden. Neben diversen Bildbearbeitungsprogrammen gibt es Software, die Fotodateien auf z.B. 30 KB – 50 KB verkleinern. Das ist die richtige Größe, um ohne sichtbaren Qualitätsverlust Fotos auf Monitoren darzustellen. (der grandiose Bildverkleinerer Computer – Bild 21-07 1.10.07 evtl. mit Google suchen)
Das beleuchtete LCD - Display, mit dem man auch die gerade gemachten Fotos kontrollieren kann, sollte mindestens ca. 100.000 Pixel haben, damit man genügend Detail erkennen kann. Es ist normal, dass dieses Display bei vollem Sonnenlicht kaum erkennbar ist. Es ist meist zwischen 1,5 “ und 2,5 “ groß. ( “ = Zoll = 2,54 cm ) Natürlich sieht man im größeren Display mehr Details und kann die Schärfe besser beurteilen. Manche Kameras wie z.B. die Rollei DK 4010 haben statt einem optischen Sucher einen elektronischen Sucher mit 300.000 Pixeln! Vorteil: man sieht, wie das Bild wirklich wird bezüg-lich Farbtönung, Schärfe, exaktem Bildausschnitt, Zoomgröße etc. Nachteil: teurer als der optische Su-cher, braucht relativ viel Accu - Energie, allerdings weniger als ein Display.
Wenn man bei schlechten Lichtverhältnissen die „ISO“ ( entspricht der „ASA“ Zahl ) Zahl erhöht, steigt auch das so genannte „Farbrauschen“. Vor allem bei größeren Bildern sind störende Farbpunkte erkennbar. Dies gilt nur für digitale Kameras. ( siehe Kapitel Filmempfindlichkeit + Weißabgleich)
Auflösung - Komprimierung - JPEG
An den meisten digitalen Kameras kann man die Auflösung vor dem Fotografieren wählen. Es sollten mindestens 3 verschiedene Anzahlen von Pixeln ( = Bildpunkte, Auflösung ) an der digitalen Kamera wählbar sein. Zusätzlich ist die Bildqualität beim Speichern veränderbar. Je nach Stärke der Kompressi-on tauchen oft Begriffe wie „Fein“, „Standart“ oder „Einfach“ oder „optimal“ „besser“, „gut“ auf. ( häu-fig in englischer Sprache ) Bei „JPEG“ kann man - ähnlich wie in der Musik mit „MP3“ - die Kompres-sionsintensität einstellen. Je stärker die Kompression, umso weniger Speicherplatz braucht ein Foto.
Natürlich lässt - je nach Motiv, Details und Darstellungsgröße - ab einer Kompression von etwa 10 : 1 die Qualität des gespeicherten Bildes zu wünschen übrig. Für brauchbare Fotos in 9 x 13 cm muss in mittlerer jpeg - Kompression mit mindestens ca. 200 KB Speicherplatz gerechnet werden. Um Spei-cherplatz zu sparen, sollte man lieber mit mehr Pixeln und größerer Kompression speichern als umgekehrt. Ohne Kompression beanspruchen 5 Millionen Pixel einen Speicherplatz von bis ca. 15 MB. Man sollte sich gleich 1 – 2 Speicher von 1 oder 2 GB zur Kamera kaufen und den Preisvergleich inklu-sive den größeren Speicherchips machen. Gute Kameras ermöglichen das Speichern von Fotos in unter-schiedlichen Formaten. ( siehe Kapitel „Formate von digitalen Fotos“ )
Speicherkarten = Memory Cards für Fotos, Audio ( MP 3 + WMA ), Texte, Prg. etc.
Wichtig beim Kauf der Kamera ist es, darauf zu achten, dass ein gängiger Speichertyp, wie z.B. die „Compact - Flash“, „MM - Card“ = ( Multi Media ) oder „SD - Card“ ( = Secure Data ) benutzt wird. Neu auf dem Markt ist seit etwa Mitte 2002 noch die „XD - Picture“ Speicherkarte. Bei 1 GB ( = Giga-gabyte ) gehört die „Compact - Flash“ mit etwa 10 € zu den Preiswertesten. (11-2007) Viele sehen in der „SD - Card“ den Nachfolger der „Compact - Flash“ Karte. Sie kostet als 1 GB Karte ca. 10 €. 2 Gi-gabyte ist derzeit ( 11 -07 ) ab 15 € zu haben.
Die „Smart Media“, die inzwischen weitgehend vom Markt verschwunden ist, hat folgende Nachteile: Sie erlaubt nicht gleichzeitig verschiedene Dateiformate, ( z. B. MP 3 Dateien von Musik + Foto - Da-teien ) - da der „Controller“ nicht auf dem Chip ist. Sie ist sehr dünn und kann sich im Geldbeutel oder in einer Hosentasche schnell so biegen, dass sie nicht mehr brauchbar ist. Die Kontakte liegen unge-schützt außen und können leicht beschädigt werden. Alle Karten gab es u. a. auch in 8, 16, 32, 64, MB, 128 und 256 MB.
Die „MM ( MM = Multimedia ) - Card ist pinkompatibel zur moderneren „SD - Card“. Passt die „SD – Card“, kann man stets auch die etwas dünnere „MM Card“ nutzen. Umgekehrt geht das nicht immer. Letztere besitzt eine mechanisch verschiebbare Löschsperre und einen zusätzlichen Schutz gegenüber statischen Aufladungen (Spannungen). Daher verliert die „MM Card“ an Bedeutung und ist wegen den geringeren Verkaufszahlen etwas teurer als vergleichbare SD Cards.
Eine Liste von vielen Anbietern digitaler Fotos ist: www.image-scene.de/fotodienste
Interessant ist auch dieser Vergleich: www.aldifotos.de www.billige-fotos.de
Hier sind einige Internetadressen für Bildabzüge etc. www.agfanet.de www.fujicolor.de www.fujicolor-order.net www.bilder.de www.internet-print-service.de www.expressphoto.de www.kodak.de www.pixelnet.de www.alles-foto.de www.fotoservice.de www.colormailer.de www.fotoquelle.de www.t-online.de www.mediamarkt.de www.saturn.de (bei Darstellung auf einem PC - Monitor braucht die Internetadresse nur angeklickt zu werden, um in die gezeigte Internetadresse zu kommen). Einige Drogerieketten sowie Lebensmitteldiscounter ( z.B. www.plus.de www.schlecker.com www.ihrplatz.de www.mueller.de www.rossmann.de www.penny.de
sind bezüglich Fotodiensten auch im Internet zu finden. Viele Firmen bieten 9 x 13 cm Abzüge von ver-schiedenen Medien für 13 Cent an. Beim „Bilderplanet“ habe ich im Januar 2004 für 9 Cent gute 9 x 13 cm Abzüge erhalten.
Lässt man digitale Bilder auf Fotopapier abziehen, ist dies nicht nur billiger als vom eigenen Dru-cker, sondern auch lichtbeständiger.
Bearbeiten von digitalen Fotos
Gängige und gute Bildbearbeitungsprogramme sind u. a. Photo Impact 8 (Ulead, 111 €), sowie das preiswertere Photo Impact XL, Photoshop 7.0 (Adobe) und die abgespeckte, preiswertere Variante Pho-toshop Elements 2.0 (Adobe 72 €). Kostenlose Alternativen sind das „Gimp 2.36“ (www.gimp.org), picasa 2.7, neuerdings auch in Deutsch, runterladbar von www.picasa.google.de sowie www.photofiltre.com (auch in www.computerbild.de runterladbar) und Irfan View 4.0
Wichtig: beim Bearbeiten von Fotos sollte stets eine Kopie vom unverändertes Original (am Besten im „TIFF Format“ = Tagged Image File Format auch „TIF“ genannt ) vorhanden sein. Im Idealfalle speichert man seine Bilder - wenn man sie umfangreich bearbeiten will – im „RAW“ Format ab. (siehe Erklärungen Bildformate Seite 36)
Nach jedem Verändern und Abspeichern im „JPEG Format“ gehen stets Bildinformationen durch erneutes Komprimieren der Daten verloren. Falls beim Bearbeiten ein Fehler unterläuft, kann man ebenfalls auf das Original zurückgreifen.
Musik im „MP3“ codierten Verfahren benötigt nur ca. 10% der ursprünglichen Speichergröße ( bei den üblichen Daten 128 kb/s sowie 44,1 kHz Samplingfrequenz ) und ist nur in bestimmten Fällen qualitativ etwas schlechter. ( bei hochtonreicher bzw. obertonreicher Musik wie Schlagzeug, Becken, Besen, Blechbläser, vor allem bei der Piccolo - und Querflöte oder bei „Zischlauten“ ( = scharfe „S“ - Laute ). Klavier, Orgel, Streicher, Harfen, Banjo und Solostimmen ergeben meist kaum hörbare Beeinträchti-gungen, da sie weniger Obertöne aufweisen und das Klangspektrum weniger komplex ist. Mit dem klei-nen „Ausflug“ in die Musik versuchte ich anschaulich zu erklären, dass eine Qualitätsreduzierung nicht nur vom Kompressionsgrad sondern auch von der Art des Motivs abhängig ist.
Retten von gelöschten Fotos
Mir ist einmal – in der Eile des Gefechtes passiert, dass ich über 300 unersetzbare Fotos per „Auschnei-defunktion“ auf Festplatte übertragen wollte. Sie waren alle weg.
1)
immer mit der Funktion „Kopieren“ arbeiten.
2)
stets Minimum 1 – 2 Sicherheitskopien anfertigen, die an verschiedenen Plätzen liegen sollten. (evtl. bei 1 Freund)
3)
wenn das Kind = die Fotos in den Brunnen gefallen sind, kann man sie oft retten. Wichtig: nach dem Missgeschick nichts am Speichermedium ändern!
Es gibt Programme, die die verlorenen Daten wieder rekonstruieren können! Z.B. das „PC Inspector TM smart recovery 4.5. Diese Software war kostenlos beim Testsieger – 1 Kartenleser von der Firma Hama – dabei! Ich war heilfroh, dass ich meine verloren geglaubten Fotos von Berlin, Knut, etc wieder hatte. Kann jedem mal passieren!
Zoom optisch + digital
Wichtig ist, dass man den Unterschied zwischen optischen und digitalem Zoom kennt. Der optische Zoom holt ohne direkte Qualitätseinbußen das Bild „näher heran“. Der digitale Zoom arbeitet wie eine Ausschnittvergrößerung. So hat man bei 100 x digitalem Zoom nur 1 % der Auflösung im späteren Bild wie ohne Zoom. Statt z.B. 5 Millionen Pixel hat man nur noch eine Auflösung von 50.000 Pixeln. Daher ist der digitale Zoom eigentlich nur ein Reklamegag, da man über Bildbearbeitungsprogramme vergleichbare Effekte viel besser ausarbeiten kann.
Tipps zum Kauf einer digitalen SLR = Spiegelreflexkamera
Der CCD Chip sollte möglichst groß sein. Üblicher Standart ist bei SLR (= Spiegelreflexkamera) 15,7 mm x 23,5 mm. Ideal wäre das zum Kleinbildformat identische 24 mm x 36 mm. Die alten Kleinbild – Objektive verlängern ihre Brennweite bei dieser Größe des CCD Chips um den Faktor 1,5. So wird aus einem 50 mm Nor-malobjektiv ein 75 mm Porträt - Tele.
Eventuell benötigte Spezial Accus können billig im Internet gefunden werden. Nicht EBAY, sondern unter „Google“ den gewünschten Accutyp eingeben. Auch auf Portokosten etc. achten! So kostet schnell ein Accu statt 40 – 50 € etwa 10 €!
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