Motiv zum Töten

Die ersten beiden Hunde in meiner Kindheit verlor ich auf *dramatische Weise. Ich war vielleicht acht oder zehn, als Rex in unser Haus kam. Wir wohnten am Ortsrand und ca einen Kilometer weiter war eine alte Ziegelei ... ein beliebtes Ausflugsziel mit dem Rad, gab es dort doch Hunde !! Als die Spitzhündin Junge hatte bekam ich eins geschenkt und *überredete meine Mutter, dass ich es behalten durfte. Es war nicht der letzte Hund, zu dem ich sie *überredete die Katzen *liefen mir ja sowieso immer zu!
Rex war ein süsser kleiner Kerl (siehe Bild oben) und meine Schwester und ich hatten viel Spass mit ihm, leider nicht lange.
Er wurde mit eineinhalb Jahren von einem renomierten Airedale-Züchter mitten im Ort auf offener Strasse *abgeknallt, weil er vor dessen Hoftor winselte. Hinter dem fest verschlossenen Tor in einem fest verschlossenen, bis oben vergitterten Käfig sass eine läufige Hündin.
Rex kam am Nachmittag mit einem Bauchschuss nach Hause. Kein Telefon, kein Auto, der Tierarzt drei Dörfer und 20km weiter weg. Keine Stunde später war der Hund tot. Der Mann, der geschossen hatte, wusste, dass der Zwerg zwei kleinen Mädchen gehörte, wir wohnten nur 500m entfernt.
Irgendwann zogen wir um, ein paar Strassen weiter, mit vielen neuen Bauernhöfen. Ich muss inzwischen etwa dreizehn gewesen sein und war sicher bekannt wie der berühmte bunte Hund ICH auf jeden Fall kannte alle Pferde im Dorf und alle Hunde und alle Hunde kannten mich und mochten mich, oft lieber als ihre eigenen Herren.
"Geh weg, der beisst!" Ich konnte den Satz schon nicht mehr hören. Mich hat nie einer gebissen, statt dessen hatte ich immer irgend einen Hund im Schlepp ... sogar auf Schulausflügen, MIT Erlaubnis von Besitzer und Lehrer. Zu der Zeit fand ich meine grosse Liebe.
Ich war ständiger Gast auf mehreren Bauernhöfen, da gab es ja Kühe, Schweine und und und ...
Auf einem der Höfe *durfte ich .. wenn ich beim Putzen half, anschliessend einen Wurf verwaiste Ferkel mit der Flasche füttern. Ich putzte wie blöd (muss wohl damals schon ein Schaf gewesen sein! und vielleicht sollte ich mir heut mal wieder ein mutterloses Ferkel zulegen? )
Und danach wurden die Ferkelchen gefüttert. Auf diesem Hof gab es BELLA !! ein grosser Rüde, der an der Kette lebte. Wir liebten uns heiss und innig, Bella war jedesmal ausser sich vor Freude, wenn ich auftauchte, manchmal durfte ich ihn loslassen und auch mal mit ihm spazieren gehen.
Eines Tages war der Hund weg. " Wo ist Bella?" " Weg!" " Wie ... weg? " "Er hat sich losgerissen und ist gestromert, da habe ich ihn mit in den Wald genommen und erschlagen!" sagte der Besitzer. Ich stand da wie vom Blitz getroffen. *Mein Bella .. tot!!
Ich habe seit dem nie wieder einen Fuss auf diesen Hof gesetzt und mit den Leuten auch nie wieder ein Wort gesprochen. Sie wussten genau, was der Hund mir bedeutete und hätten sie nur ein Wort gesagt, dass er *w e g sollte, ich bin mir sicher, meine Mutter hätte mir erlaubt ihn zu behalten!!

Diesen Artikel habe ich geschrieben, weil das Töten so überflüssig war, weil ein *Mensch ein anderes Lebewesen gedankenlos und sinnlos getötet hat, nur weil es ihm *lästig war!
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By M.K.