Ich wußte es nicht.
Ich kannte es nicht.
Tanzworkshops brachten mich auf den Weg.
....ich umärmele gerne...

Naßgeschwitzt von dem Tanzen
stampfende Rhythmen, Trance und Chaos
am Ende halte ich ihn im Arm
ein Bär von Mann, klatschnaß,
sein Schweiß tropft auf mein Gesicht,
die Augen geschlossen, ruht er sich aus,
......ich umärmele gerne....

Der Säugling, mein Enkel,
er sucht in meinem Gesicht,
das Lachen und Strahlen
gurrt.....gibt Laute von sich,
ich brabbele zurück und lache und strahle,
ich nehme ihn hoch
.....ich umarme so gerne......

Die Herzensfreundin,
sie kommt auf mich zu,
ihre Augen, ihr Mund, ihre Mimik,
sie ist nicht froh.
Trauer umhüllt ihre ganze Gestalt
ich öffne die Arme .....ich gebe ihr Halt.
Ihre Tränen, sie schießen, noch weiß ich von nichts.
Ich kann nicht anders und weine mit.
Noch immer weiß ich nicht
was sich verbirgt.
Fest umschließen meine Arme,
die Traurigkeit bricht.
Unsere Augen, sie finden sich,schauen sehr tief.
Mein zartes Strahlen macht ihr Mut,
Worte , sie sprudeln, kommen aus ihrem Mund.
Ich kenn nun ihren Kummer
und drücke sie an mein Herz
.....ich umärmel sie so gerne.....

Wieder beim Tanzen,
die Rhythmen sind heiß,
Batucadas und Hüpfen,
sie bringen den Schweiß.
Nun heißt es ausruhen,
Rücken an Rücken,
Kleinem Bruder gebe ich Halt.
Scharf wie ein Iltis ist sein Geruch
bleibt an mir kleben.
Die nächste Musik, ein gemeinsames Drehen,
Handflächen aneinander, naß vom Schweiß.
Gemeinsamer Rhythmus, der Atem wird ruhiger,
nun nachspüren, die Augen noch immer zu.
Drei tiefe Atemzüge sind gefordert.
Die Augen, sie öffnen sich und ich nehme wahr.
Ein wunderschöner Mund, zum Küssen da.
Ich verbiete es mir.
Nehme zum Dank ihn in die Arme,
dich, Kleiner Bruder.....umärmele ich gerne....

Ein kleiner Ort, in den fernen Bergen.
Eine Erinnerung, ich lasse sie entstehen.
Zwei Menschen, sie hatten sich sehr gerne,
sie nahmen sich in den Arm,
sie hielten sich fest, sie hielten sich warm.
Warum sind Brillen nur immer im Wege
und stören den süßen Augenblick.
Unsere Lippen fanden sich zum zärtlichen Kuss,
niemals störte ein Barthaar diesen köstlichen Genuß.
Glatt und zart wie Babyhaut,
fühlte sich an, dieses weiche Gesicht.
Blaue Augen blitzten lausbübisch ins Tageslicht.
Der Wächter der Träume beschützte uns,
Isis und Osiris begleiteten uns.
Ein stolzer Schwan hält die Erinnerung aufrecht.
Auch dich mein Freund .....umärmelte ich gerne....

Mein Freund, du Führer aus der Dunkelheit,
auch du umärmelst mich so gerne.
Für dich bin ich eine Rose,
doch kann sie nicht sein.
Ich wurzel nicht tief.
Frei wie ein Vogel,
nehme ich Verbindung zum Universum auf,
und schaue von dort auf die Erde.
Mein Freund ist die Freiheit,
die Sehnsucht mein Gefährte.
Doch auch dich, mein Freund,
der von dem Wein der Zuneigung nippt,
.....umärmel ich gerne....

Alle waren einmal kleine Kinder.
Im Herzen unschuldig und frei.
Die Hoffnung leuchtete wie ein Diamant aus unseren Augen,
und gab das Licht an diese Welt frei.
Der Diamant, noch ist er da,
vielleicht ein wenig versteckt.
Selbstliebe und Achtung, Wertschätzung und Respekt
Hoffnung und Liebe, Sehnsucht und Mut,
Kraft und Stärke,
alles ist vorhanden.
Ich spür es genau.
Deswegen umärmel ich Menschen so gerne.........