Menschen und Maschinen Teil III
Eine Atombombe ist eine zu frühe Entwicklung für eine Gattung die das Kommunizieren noch nicht gelernt hat....
Die Möglichkeiten des Menschen sind in Raum und Zeit begrenzt. Die Inakzeptanz der Begrenztheit spornt ihn zu grenzerweiternden Entwicklungen an. Und das unaufhaltsam - wenn möglich bis zur Entgrenzung…
Die Mechanisierung, Technisierung und die Wissenschaften zeugen u.a. vom Kampf des Menschen gegen die in seiner Natur verankerten Grenzen. Die Entwicklungen vergrößern das Spielfeld seiner Lebensräume.
Das Ohr kann - inzwischen fast von jedem Ort der Welt - die Stimme eines Gesprächspartners vernehmen. Die Technologie des ‚alten’ stimmübertragenden Telefons wird nun durch die anschauliche Bildübertragung ergänzt. Das Auge ist also mittels der Technik in der Lage zu sehen, was seinem direkten Blick entzogen ist. Ob es nun ein Krieg in Afghanistan, Naturkatastrophen in Asien oder auch Lebensereignisse von Persönlichkeiten sind, die ganze Welt kann mit eigenen Augen vom Wohnzimmer aus bestaunt werden.
So schnell die Füße tragen… ist eine begrenzte Geschwindigkeit die, die Menschheit schon sehr früh in ihrer Geschichte auszudehnen vermochte. Das Tempo der menschlichen Fortbewegung, welche zwischen 4 km/h im Gehen und 32 km/h. im Sprint liegt, wurde mit Hilfsmitteln am Boden bis zu 1.227,98 km/h gesteigert. Entgegen seiner Natur hat der Mensch auch die Luft erobert. Mit seinen Flugmaschinen übertrifft er den ihn einst inspirierenden Vogelflug in Höhe wie in Geschwindigkeit. Für viele unserer Zeitgenossen gehört es schon zum Alltag sich mit 1000 Km/h Fluggeschwindigkeit von Ort zu Ort zu bewegen. Weder die Tiefen des Meeres noch die Weiten des Alls bleiben uns verschlossen.
Noch kann er den Lauf der Sonne nicht anhalten aber der Flüchtigkeit der Zeit hat er schon Einhalt geboten. In der Momentaufnahme die das Foto und der Film ermöglichen kann er die Vergänglichkeit des Augenblicks‚ ’verewigen’. Noch Jahre später kann er sich der Vergänglichkeit erwehrend den schon Verstorbenen wieder auf dem Bild anschauen oder gar auf den Schirm wieder zum Leben erwecken.
Der Versuch das rechnerische Denken zu verbessern, führte zunächst zur Entwicklung der Rechenmaschine. Inzwischen potenziert der Rechner die menschliche Denkleistung um ein vielfaches. Der Computer des amerikanischen Energieministeriums soll 500 Billionen Rechenschritte pro Sekunde bewältigen können. Der Mensch kann hingegen vielleicht höchstens 1 Rechenschritt pro Sekunde ausführen.
Der Mensch, Schöpfer der Dinge, steht nun da und bestaunt sein Werk.
Die Perfektion auf die Spitze treibend, ist er inzwischen in seiner alltäglichen Lebensgestaltung verwoben mit all seinen Errungenschaften. Das Zusammenleben in der modernen Welt ist inzwischen undenkbar ohne diese, die menschlichen Möglichkeiten verlängernden Hilfsmittel. Unentfliehbar vernetzt von der Wiege bis zum Grab. Diese Tatsache wird eher selten als störend wahrgenommen denn die Geräte täuschen ihm eine übernatürliche, fast göttliche Omnipotenz vor. Doch, obwohl er selbst Schöpfer all dieser Technologie ist, bleibt er in seiner Natur begrenzt wie zuvor. Die Qualität und die Zeitlosigkeit vortäuschende Reproduzierbarkeit der Produktwelt konkurriert nun mit seinem Macher. Gemachtes scheint nun besser als ihr Macher zu sein. Denn Maschinen sind nicht nur im Können dem Menschen überlegen, sondern sie können einfach repariert oder ersetzt werden, sind so zu sagen unverwüstlich. Menschen sind so anfällig.
Nun soll der Mensch selbst optimiert werden. Perfekte Körper, faltenlos, gesund, potent und wissend, den natürlichen Verfall kaum oder wenn möglich, nicht mehr unterworfen. Das wäre doch die Krone der Entwicklung, wenn wir das schaffen, können wir uns beruhigt zurück lehnen…
Dieser Fortschrittsglaube stellt sich nur all zu gern der Gefahrenseite dieser Medaille blind. Denn Umweltverschmutzung, co²Ausstoß, atomare Abfälle Klimawandel, Ausbeutung ganzer Bevölkerungsgruppen, Überfischung der Meere, Artenstreben und vieles andere mehr, stehen mit dem oben genannten Fortschritt in einem direkten Zusammenhang.
Zudem hat diese Entwicklung uns in die Lage versetzt mit einem Knopfdruck nicht nur den Mensch, sondern das gesamte Leben vom Erdboden zu beseitigen. Die Abkopplung von Handeln und das direkte Wahrnehmen der Auswirkung mindert auch hier – wie in einer Online-Community - das Verantwortungsbewusstsein und damit die Zurechnungsfähigkeit. Doch am roten Knopf täuscht der Schutz der Anonymität nur vor, dass die ausgelöste Katastrophe einen selbst nicht erreicht.
Damit wäre dann die gesamte Menschheitsgeschichte einschließlich der Erkenntnis in einigen Stunden ausgelöscht.
Wenn wir diesen Karren bloß nicht an die Wand fahren… oder wäre das dann ein echter Fortschritt?
Resumee:
Die maschinelle Entwicklung unterliegt einem Tempo welchem der Mensch in seiner geistig-moralischen Entwicklung wohl nicht folgen kann.
Quellen:
Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen (1956) Band 1+2
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschwindigkeitsrekord#von_Menschen_durch_Muskelkraft
http://www.br-online.de/wissen-bildung/artikel/0411/18-nasa-geschwindigkeitsrekord/index.xml http://www.pcwelt.de/start/computer/archiv/27446/ - 20.01.2008 - 17.30h
Die Mechanisierung, Technisierung und die Wissenschaften zeugen u.a. vom Kampf des Menschen gegen die in seiner Natur verankerten Grenzen. Die Entwicklungen vergrößern das Spielfeld seiner Lebensräume.
Das Ohr kann - inzwischen fast von jedem Ort der Welt - die Stimme eines Gesprächspartners vernehmen. Die Technologie des ‚alten’ stimmübertragenden Telefons wird nun durch die anschauliche Bildübertragung ergänzt. Das Auge ist also mittels der Technik in der Lage zu sehen, was seinem direkten Blick entzogen ist. Ob es nun ein Krieg in Afghanistan, Naturkatastrophen in Asien oder auch Lebensereignisse von Persönlichkeiten sind, die ganze Welt kann mit eigenen Augen vom Wohnzimmer aus bestaunt werden.
So schnell die Füße tragen… ist eine begrenzte Geschwindigkeit die, die Menschheit schon sehr früh in ihrer Geschichte auszudehnen vermochte. Das Tempo der menschlichen Fortbewegung, welche zwischen 4 km/h im Gehen und 32 km/h. im Sprint liegt, wurde mit Hilfsmitteln am Boden bis zu 1.227,98 km/h gesteigert. Entgegen seiner Natur hat der Mensch auch die Luft erobert. Mit seinen Flugmaschinen übertrifft er den ihn einst inspirierenden Vogelflug in Höhe wie in Geschwindigkeit. Für viele unserer Zeitgenossen gehört es schon zum Alltag sich mit 1000 Km/h Fluggeschwindigkeit von Ort zu Ort zu bewegen. Weder die Tiefen des Meeres noch die Weiten des Alls bleiben uns verschlossen.
Noch kann er den Lauf der Sonne nicht anhalten aber der Flüchtigkeit der Zeit hat er schon Einhalt geboten. In der Momentaufnahme die das Foto und der Film ermöglichen kann er die Vergänglichkeit des Augenblicks‚ ’verewigen’. Noch Jahre später kann er sich der Vergänglichkeit erwehrend den schon Verstorbenen wieder auf dem Bild anschauen oder gar auf den Schirm wieder zum Leben erwecken.
Der Versuch das rechnerische Denken zu verbessern, führte zunächst zur Entwicklung der Rechenmaschine. Inzwischen potenziert der Rechner die menschliche Denkleistung um ein vielfaches. Der Computer des amerikanischen Energieministeriums soll 500 Billionen Rechenschritte pro Sekunde bewältigen können. Der Mensch kann hingegen vielleicht höchstens 1 Rechenschritt pro Sekunde ausführen.
Der Mensch, Schöpfer der Dinge, steht nun da und bestaunt sein Werk.
Die Perfektion auf die Spitze treibend, ist er inzwischen in seiner alltäglichen Lebensgestaltung verwoben mit all seinen Errungenschaften. Das Zusammenleben in der modernen Welt ist inzwischen undenkbar ohne diese, die menschlichen Möglichkeiten verlängernden Hilfsmittel. Unentfliehbar vernetzt von der Wiege bis zum Grab. Diese Tatsache wird eher selten als störend wahrgenommen denn die Geräte täuschen ihm eine übernatürliche, fast göttliche Omnipotenz vor. Doch, obwohl er selbst Schöpfer all dieser Technologie ist, bleibt er in seiner Natur begrenzt wie zuvor. Die Qualität und die Zeitlosigkeit vortäuschende Reproduzierbarkeit der Produktwelt konkurriert nun mit seinem Macher. Gemachtes scheint nun besser als ihr Macher zu sein. Denn Maschinen sind nicht nur im Können dem Menschen überlegen, sondern sie können einfach repariert oder ersetzt werden, sind so zu sagen unverwüstlich. Menschen sind so anfällig.
Nun soll der Mensch selbst optimiert werden. Perfekte Körper, faltenlos, gesund, potent und wissend, den natürlichen Verfall kaum oder wenn möglich, nicht mehr unterworfen. Das wäre doch die Krone der Entwicklung, wenn wir das schaffen, können wir uns beruhigt zurück lehnen…
Dieser Fortschrittsglaube stellt sich nur all zu gern der Gefahrenseite dieser Medaille blind. Denn Umweltverschmutzung, co²Ausstoß, atomare Abfälle Klimawandel, Ausbeutung ganzer Bevölkerungsgruppen, Überfischung der Meere, Artenstreben und vieles andere mehr, stehen mit dem oben genannten Fortschritt in einem direkten Zusammenhang.
Zudem hat diese Entwicklung uns in die Lage versetzt mit einem Knopfdruck nicht nur den Mensch, sondern das gesamte Leben vom Erdboden zu beseitigen. Die Abkopplung von Handeln und das direkte Wahrnehmen der Auswirkung mindert auch hier – wie in einer Online-Community - das Verantwortungsbewusstsein und damit die Zurechnungsfähigkeit. Doch am roten Knopf täuscht der Schutz der Anonymität nur vor, dass die ausgelöste Katastrophe einen selbst nicht erreicht.
Damit wäre dann die gesamte Menschheitsgeschichte einschließlich der Erkenntnis in einigen Stunden ausgelöscht.
Wenn wir diesen Karren bloß nicht an die Wand fahren… oder wäre das dann ein echter Fortschritt?
Resumee:
Die maschinelle Entwicklung unterliegt einem Tempo welchem der Mensch in seiner geistig-moralischen Entwicklung wohl nicht folgen kann.
Quellen:
Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen (1956) Band 1+2
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschwindigkeitsrekord#von_Menschen_durch_Muskelkraft
http://www.br-online.de/wissen-bildung/artikel/0411/18-nasa-geschwindigkeitsrekord/index.xml http://www.pcwelt.de/start/computer/archiv/27446/ - 20.01.2008 - 17.30h
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