Endlich Feierabend. Peter packte sein Werkzeug zusammen und klopfte sich den Staub von der Jeans. „Mission erfüllt“, murmelte er. Diese Baustelle hatte ihm den letzten Nerv geraubt. Der Einbau der Lüftungsrohre war zu einer kniffligen Angelegenheit geworden, da die Baupläne hinten und vorne nicht stimmten. Immer wieder musste etwas geändert und neu eingepasst werden. Nun hatte alles seine Richtigkeit und die Abnahme konnte erfolgen. Viele Überstunden waren angefallen, die zwar gut bezahlt wurden, aber ihre Spuren hinterließen. Körperlich fühlte er sich wie sein eigener Großvater, nicht wie neunundzwanzig. Peter freute sich auf ein heißes Bad, ein gut gekühltes Veltins und einen ruhigen Abend vor der Flimmerkiste.

Sonja blickte alle zwei Minuten auf die Küchenuhr. Quälend langsam verstrich die Zeit. Unruhig saß sie auf dem alten Holzstuhl und zog hektisch an ihrer Zigarette. Hin und wieder hob sie den Kopf und lauschte in den kleinen Wohnungsflur. Je mehr Zeit verstrich, umso nervöser wurde Sonja. Peter war immer noch nicht da. Ihre Sehnsucht nach ihm wuchs ins Unermessliche. Ihre knopfähnlichen Brustwarzen verhärteten sich unter dem eng anliegenden Stoff ihres weißen T-Shirts, und die dunklen Höfe waren deutlich zu erkennen. Unter ihrem Minirock trug sie nur einen Hauch Chanel No 5. Ihr Lieblingsduft, der sich aufreizend mit dem weiblichen Geruch ihrer steigenden Erregung mischte. Ihre nackten Pobacken spannten sich auf der harten Sitzfläche und heiße Wellen fluteten durch ihren Körper. Heute würde sie endlich ihrer Lust freien Lauf lassen.
Da - Endlich! Ein Geräusch im Treppenhaus. Sonja sprang auf und hastete zur Wohnungstür.

Peter schloss die Haustür auf. Müde erklomm er die Stufen des Treppenhauses in das Dachgeschoss, und blieb überrascht stehen. Aus seiner Wohnung roch es nach frischem Zigarettenrauch. Er runzelte leicht die Stirn, denn Sonja und er waren heute nicht verabredet. Sie sahen sich nur an bestimmten Wochentagen. Er liebte feste Absprachen. Sonst besaß niemand einen Schlüssel. Na ja, dachte er und verzog sein Gesicht. Sie wird sich freuen, wenn sie mich so erlebt. Schmutzig und müde wie ein alter Krieger.

Peter wollte gerade aufschließen, da wurde die Tür von innen aufgerissen und er in das Wohnungsinnere gezogen. Noch im Halbdunkel des kleinen Flures fühlte er ihre Hand in seinem Schritt. Gleichzeitig presste sie sich lustvoll an ihn und überfiel seinen Mund mit ihrer festen kleinen Zunge, die für einen Trommelwirbel in seinem Inneren sorgte. Er reagierte mit blitzartiger Härte und sie verzog triumphierend die vollen Lippen.

Sie löste sich von seinem Mund und zog ihm in Windeseile seine Hose herunter. Sonjas animalischer Gesichtsausdruck glich dem einer Wildkatze, die lange geduldig auf ihre Beute gelauert hatte. Beherzt griff sie zu und spürte seine zuckende pralle Größe in ihrer kleinen Hand. Sie genoss mit allen Sinnen die Macht, die sie über ihn hatte. Die Feuchte zwischen ihren Schenkeln begehrte pulsierend nach Erfüllung. Sonja drängte sich erneut an Peter und stöhnte atemlos: „Ich will Dich jetzt. Sofort. Tief in mir!“ Sie zog ihn zur Küche auf den alten Holzstuhl und drückte ihn auf den Sitz.

Peter wusste nicht, wie ihm geschah. Ein Sturm wilder Geilheit hatte ihn gepackt. Er war völlig perplex. Alles Denken ausgeschaltet. Nur noch wildes Verlangen brodelte in ihm. Er erkannte Sonja nicht wieder. Nichts war wie sonst. Sie war wie ausgewechselt. Benahm sich wie eine Fremde. Peter war es gleichgültig. Er genoss. Ihr Moschusduft vernebelte seine Sinne. Er spreizte ihre schlanken Beine und zog sie auf sich. Versank in ihrer samtenen Süße und lechzte nach ihrem Mund mit den weichen Lippen. Nach ihrer Zunge, die ihn erforschte. Er griff in ihre seidigen Haare, kam ihr entgegen und saugte an ihrer vollen Unterlippe. Beantwortete ihren wilden Ritt mit kraftvollen Stößen und massierte ihre kleinen Brüste unter dem zarten Stoff.

Peter vergaß den Fernsehabend und das kühle Veltins.

Sonja hatte ihre Mission erfüllt …


Bildquelle Pixelio, Fotograf Peter Kirchhoff
Text © Doris Sponheimer