MOTOWN wird 50
MOTOWN, die "Soul-Schmiede" aus der amerikanischen Autostadt Detroit feiert 2009 ihr 50-jähriges Bestehen.Jamerson schreibt eine Liebeserklärung an den Sound, der ihn immer noch begeistert, den "Soundtrack seines Lebens"
Wir haben das Jahr 1964, ich bin 13 Jahre alt und interessiere mich noch nicht wirklich für (Pop-) Musik. Mein Bruder ist schon 20 Jahre alt und meint es wäre dringend Zeit, "dass ich endlich erwachsen werde". Zu diesem Zweck (des Erwachsenwerdens) nimmt er mich mit in eine "Spelunke" (veralteter Ausdruck für Kneipen, in denen "die Halbwelt" verkehrt, also alles was der Kleinstadt-Spießer für nicht gesellschaftsfähig hält, wie Trinker, Prostituierte, Spieler usw.). Ich darf (muss) ein Glas Bier trinken (Jugendschützer bitte weghören, das ist ja auch längst verjährt ...) und sehe mich neugierig um. Stark geschminkte Frauen, angetrunkene Männer und eine weibliche Thekenkraft beherrschen die Szene. In einer Ecke der Kneipe steht eine Jukebox, in bunten Farben beleuchtet, chromblitzend - wie ein "geparkter Straßenkreuzer" -. Sie hat einen unerhört "fetten" Klang und erstickt (wenn sie mit Geld gefüttert wird) jedes Gespräch.
Jetzt beginnt sie wieder zu spielen (ich habe gar nicht gesehen, wer das Geld eingeworfen hat) und ... ich bin wie vom Blitz getroffen! Nach einigen Takten Instrumentalmusik durchschneidet eine Frauenstimme "ooh .. ooh .. ooh" den Raum. Ich höre nur noch diese Stimme. Jetzt setzen andere weibliche Stimmen ein, ich bin fasziniert ... so etwas habe ich noch niemals zuvor gehört. Wer oder was war das? Mein Bruder weiß es nicht, aber ich muss es wissen und wage es die Thekenkraft anzusprechen. Nachdem ich auch beim dritten Mal den Namen nicht verstanden habe, schreibt sie es mir auf einen Zettel: "BABY LOVE", SUPREMES. So etwas nennen "Drogendealer" wohl jemanden anfixen, erfahre ich später (viel später).
Kann man "nach nur einem Mal" süchtig sein? Offenbar ja! Ich kratze mein spärliches Taschengeld zusammen und kaufe zusammen mit meiner Mutter, meine allererste eigene Vinyl-Single (meine Mutter: "Soll es wirklich die sein?" Ich: "Die oder keine"). Ich hüte sie wie einen Schatz und spiele sie wieder und wieder, bis alle bei uns zu Hause "wahnsinnig" sind, ich kann einfach nicht genug bekommen.
THE SUPREMES waren meine "Einstiegsdroge". Ich wurde zum "Hardcore"-Fan der "3 Göttinnen aus dem Ghetto" (Hans-Jürgen Rosenbauer, einst WDR - dann MDR), kaufte jede Single (LPs waren für mich unerschwinglich) und war glücklich mit dieser Musik. Bald wurde ich auf andere Künstler des jungen MOTOWN-Labels aus der amerikanischen Autostadt Detroit aufmerksam: Martha Reeves & The Vandellas - Marvin Gaye - The Temptations - The Four Tops - Smokey Robinson & The Miracles - The Marvelettes - Gladys Knight & The Pips - Mary Wells - Stevie Wonder u.v.a. Ich "adoptierte" diese Musik für mich und verteidigte sie energisch gegen meine Freunde, die allesamt anfingen englische Beatmusik zu hören. Na gut, Beatles, Rolling Stones ... fand ich auch ganz gut ... aber nicht annähernd so gut wie das, was da aus Detroit zu uns kam.
Schnitt ------------------------------------------------------------------
Jede Teenager-Schwärmerei verliert sich, wenn der Teenager erwachsen wird (das dachte ich auch einmal). MOTOWN war meine Eintrittskarte in die Welt der Musik. Ich entdeckte: R&B der 1950er Jahre (die großstädtische Variante des eher ländlich geprägten Blues), die faszinierenden schwarzen Diven von Blues, Jazz und R&B: Billie Holiday, Bessie Smith, Ethel Waters, Sarah Vaughan, Dinah Washington, Ella Fitzgerald, Nina Simone, Esther Philipps ... Ich lernte Duke Ellington, Count Basie, Oskar Peterson, John Coltrane und und und kennen. Ich begann mich für klassische Musik zu interessieren Debussy, Ravel, Verdi, de Falla, Mozart, Schubert, Schumann, Brahms ... Ich dachte SUPREMES, MOTOWN: Kinderkram! Falsch gedacht!
Schnitt --------------------------------------------------------------------
Ich kehrte zurück, entdeckte MOTOWN neu. Jetzt fing ich an all die Songs, die ich schon seit Jahren so gut kannte, viel intensiver zu hören. Ich las einige Bücher über MOTOWN, seine Künstler, Musiker, Produzenten, den Gründer (siehe dazu Quellen-Angaben in meinem Beitrag "MOTOWN ... ein Sound eroberte die westliche Welt"). Ich stellte fest, dass deutsche Pressungen von MOTOWN-Platten nicht wirklich gut klangen (wie kastriert, in hohen und tiefen Tönen beschnitten und dadurch um Klassen schlechter als die amerikanischen, holländischen! und englischen Pressungen). Ich kaufte mir 180 Gramm-LPs als U.S.-Importe, die das volle Klangspektrum abbildeten und ... war absolut hingerissen, von abgrundtiefen Bässen, räumlicher Tiefe und stimmlicher Präsenz. Deshalb war diese Musik (in den U.S.A.) so erfolgreich! Kein Vergleich mit den lieblos in Deutschland gepressten Scheiben.
Schnitt ----------------------------------------------------------------
Das CD-Zeitalter beginnt (mit Enttäuschungen): Viele CDs klingen nicht wirklich gut (und das bei dem hohen Preis!). Berry Gordy muß für seinen "Fehler" bezahlen (den Umzug von Detroit nach Los Angeles), er steht kurz vor der Pleite und verkauft sein "Baby" MOTOWN. Kritiker hatten zuvor gesagt "it's just another record-company ..." und sie hatten leider recht: Die Funk Brothers waren fast alle in Detroit geblieben, Gordy bediente sich jetzt aus dem großen Pool der L.A.-Musiker und ... der Sound wurde "kalifornischer" und häufig angereichert mit Latino-Elementen (DeBarge, Lionel Richie u.a.). Das ärgerte viele Fans und sie wanderten ab. Hinzu kam Disco (einst entstanden aus schwarzer Musik, dann von weißen Interpreten und Produzenten immer weiter verflacht und verwässert, bis nichts mehr übrig blieb, außer Langeweile und Wiederholung: "It's saturday night, and the time is right ..." ja, ja - ohne mich); plötzlich "musste" jeder Disco-Musik machen (ich gebe zu, auch ich habe damals zu Chic, Barry White, Shalamar, Labelle und Diana Ross "Upside Down" - "Love Hangover" ... getanzt) und erstickte dann irgendwann an einer "Überdosis" dieser überzuckerten Melange.
Schnitt ------------------------------------------------------------------
Bei all dem Mittelmaß und der sich ausbreitenden Langeweile in der Musik-Szene ... es gab Hoffnung. Ca. 15.000 Titel hatte MOTOWN einst eingespielt (längst nicht alle hatten die hauseigene Qualitätskontrolle überwunden - sie lagerten als "ungehörte Mastertapes" im Archiv) und es gab Musik-Liebhaber, die nicht untätig zusehen wollten, wie dieses musikalische Vermächtnis einer "geilen Zeit" in Vergessenheit geriet. In Kalifornien gab es die Plattenfirma "RHINO" Records; dort hatte man den Ergeiz CDs ausschließlich von Mastertapes zu ziehen und digital so zu restaurieren (Remastering), dass das volle Spektrum der Aufnahmen erhalten blieb und nicht irgenwelchen "Filtern" geopfert wurde. Einer dieser genialen Toningenieure war Bill Inglot. Der Vermerk auf einer CD "Remastering Bill Inglot" war ein absolutes Kaufargument und ich wurde niemals enttäuscht (ein Genuss für die Ohren). Jetzt passiert etwas, das ich mir heimlich gewünscht hatte: RHINO / Bill Inglot bekam Zugang zum MOTOWN-Archiv und begann diese Aufnahmen exzellent neu zu remastern (wohl gemerkt originalgetreu und nicht etwa geglättet). Ich war hingerissen ...
Schnitt ----------------------------------------------------------------
Wir schreiben das Jahr 2008 und wieder gibt es Musikliebhaber, die MOTOWN-Songs in sagenhaft guter Tonqualität wiederveröffentlichen: Sie arbeiten beim amerikanischen Label HipO-Select und haben sich z.T.. aus Mitarbeitern von RHINO-Records rekrutiert. Die CDs sind verdammt teuer, aber ... verdammt gut remastered ("State Of The Art Remastering").
Mit den SUPREMES hat dieser Text begonnen, mit ihnen soll er enden:
Als Smokey Robinson, der ein Nachbar von Diana Ross war, seinem Freund und Chef Berry Gordy einst von einer "weiblichen Amateur-Gesangsgruppe" erzählte, die gern mal vorsingen wollte, war der überhaupt nicht begeistert: "Weibliche Gesangsgruppen sind out, Shirelles, Ronettes, Crystals, Chiffons - das will heute niemand mehr hören. Aus Liverpool kommt der Sound, den Jugendliche heute hören wollen". So kann "man" sich täuschen. Nach etwa 4 Jahren "Wartestand" und nur Flops, die anderen MOTOWN-Künstler nannten die SUPREMES bereits spöttisch die "NO-HIT-SUPREMES", schlug der Sound ein, wie eine Bombe: "Where Did Our Love Go" wurde der erste von 12 Nummer 1 Hits der Supremes. Sie verdrängten regelmäßig Beatles, Rolling Stones, Beach Boys und und und vom Spitzenplatz der Billboard-Charts und sind bis heute Vorbild unzähliger schwarzer (und weißer) Gesangsgruppen. Von seichtem "Girl-Sound" kann keine Rede sein: "You Don't Really Love Me, You Just Keep Me Hangin' On (...) So, Get Out, Get Out Of My Life And Let Me Sleep At Night" ... das war kein Klein-Mädchen Gewisper, das waren selbstbewußte Töne, "die einem Kerl in den Hintern traten" und ihn zum Teufel schickten. Berry Gordy hat irgendwann, halb scherzhaft gesagt - angesichts der unglaublichen Hartnäckigkeit, mit der die SUPREMES "am Ball blieben", während sie noch völlig erfolglos waren -: "Ich soll die SUPREMES entdeckt haben? Das ist ein Irrtum! Die SUPREMES haben mich entdeckt" Und ... Mary Wilson sagte einst: "Wir waren drei unsichere, schwarze Mädchen aus dem Ghetto, aber als Supremes verkörperten wir drei zusammen so etwas, wie die eine perfekte Frau, denn wir ergänzten uns auf ideale Weise ..."
SUPREMES, You Were and You'll Always Be An Important Part Of My Life! Your Sound Will Live On Forever ... Thank You For The Years!
© Jamerson akas Knüppel
Jetzt beginnt sie wieder zu spielen (ich habe gar nicht gesehen, wer das Geld eingeworfen hat) und ... ich bin wie vom Blitz getroffen! Nach einigen Takten Instrumentalmusik durchschneidet eine Frauenstimme "ooh .. ooh .. ooh" den Raum. Ich höre nur noch diese Stimme. Jetzt setzen andere weibliche Stimmen ein, ich bin fasziniert ... so etwas habe ich noch niemals zuvor gehört. Wer oder was war das? Mein Bruder weiß es nicht, aber ich muss es wissen und wage es die Thekenkraft anzusprechen. Nachdem ich auch beim dritten Mal den Namen nicht verstanden habe, schreibt sie es mir auf einen Zettel: "BABY LOVE", SUPREMES. So etwas nennen "Drogendealer" wohl jemanden anfixen, erfahre ich später (viel später).
Kann man "nach nur einem Mal" süchtig sein? Offenbar ja! Ich kratze mein spärliches Taschengeld zusammen und kaufe zusammen mit meiner Mutter, meine allererste eigene Vinyl-Single (meine Mutter: "Soll es wirklich die sein?" Ich: "Die oder keine"). Ich hüte sie wie einen Schatz und spiele sie wieder und wieder, bis alle bei uns zu Hause "wahnsinnig" sind, ich kann einfach nicht genug bekommen.
THE SUPREMES waren meine "Einstiegsdroge". Ich wurde zum "Hardcore"-Fan der "3 Göttinnen aus dem Ghetto" (Hans-Jürgen Rosenbauer, einst WDR - dann MDR), kaufte jede Single (LPs waren für mich unerschwinglich) und war glücklich mit dieser Musik. Bald wurde ich auf andere Künstler des jungen MOTOWN-Labels aus der amerikanischen Autostadt Detroit aufmerksam: Martha Reeves & The Vandellas - Marvin Gaye - The Temptations - The Four Tops - Smokey Robinson & The Miracles - The Marvelettes - Gladys Knight & The Pips - Mary Wells - Stevie Wonder u.v.a. Ich "adoptierte" diese Musik für mich und verteidigte sie energisch gegen meine Freunde, die allesamt anfingen englische Beatmusik zu hören. Na gut, Beatles, Rolling Stones ... fand ich auch ganz gut ... aber nicht annähernd so gut wie das, was da aus Detroit zu uns kam.
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Jede Teenager-Schwärmerei verliert sich, wenn der Teenager erwachsen wird (das dachte ich auch einmal). MOTOWN war meine Eintrittskarte in die Welt der Musik. Ich entdeckte: R&B der 1950er Jahre (die großstädtische Variante des eher ländlich geprägten Blues), die faszinierenden schwarzen Diven von Blues, Jazz und R&B: Billie Holiday, Bessie Smith, Ethel Waters, Sarah Vaughan, Dinah Washington, Ella Fitzgerald, Nina Simone, Esther Philipps ... Ich lernte Duke Ellington, Count Basie, Oskar Peterson, John Coltrane und und und kennen. Ich begann mich für klassische Musik zu interessieren Debussy, Ravel, Verdi, de Falla, Mozart, Schubert, Schumann, Brahms ... Ich dachte SUPREMES, MOTOWN: Kinderkram! Falsch gedacht!
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Ich kehrte zurück, entdeckte MOTOWN neu. Jetzt fing ich an all die Songs, die ich schon seit Jahren so gut kannte, viel intensiver zu hören. Ich las einige Bücher über MOTOWN, seine Künstler, Musiker, Produzenten, den Gründer (siehe dazu Quellen-Angaben in meinem Beitrag "MOTOWN ... ein Sound eroberte die westliche Welt"). Ich stellte fest, dass deutsche Pressungen von MOTOWN-Platten nicht wirklich gut klangen (wie kastriert, in hohen und tiefen Tönen beschnitten und dadurch um Klassen schlechter als die amerikanischen, holländischen! und englischen Pressungen). Ich kaufte mir 180 Gramm-LPs als U.S.-Importe, die das volle Klangspektrum abbildeten und ... war absolut hingerissen, von abgrundtiefen Bässen, räumlicher Tiefe und stimmlicher Präsenz. Deshalb war diese Musik (in den U.S.A.) so erfolgreich! Kein Vergleich mit den lieblos in Deutschland gepressten Scheiben.
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Das CD-Zeitalter beginnt (mit Enttäuschungen): Viele CDs klingen nicht wirklich gut (und das bei dem hohen Preis!). Berry Gordy muß für seinen "Fehler" bezahlen (den Umzug von Detroit nach Los Angeles), er steht kurz vor der Pleite und verkauft sein "Baby" MOTOWN. Kritiker hatten zuvor gesagt "it's just another record-company ..." und sie hatten leider recht: Die Funk Brothers waren fast alle in Detroit geblieben, Gordy bediente sich jetzt aus dem großen Pool der L.A.-Musiker und ... der Sound wurde "kalifornischer" und häufig angereichert mit Latino-Elementen (DeBarge, Lionel Richie u.a.). Das ärgerte viele Fans und sie wanderten ab. Hinzu kam Disco (einst entstanden aus schwarzer Musik, dann von weißen Interpreten und Produzenten immer weiter verflacht und verwässert, bis nichts mehr übrig blieb, außer Langeweile und Wiederholung: "It's saturday night, and the time is right ..." ja, ja - ohne mich); plötzlich "musste" jeder Disco-Musik machen (ich gebe zu, auch ich habe damals zu Chic, Barry White, Shalamar, Labelle und Diana Ross "Upside Down" - "Love Hangover" ... getanzt) und erstickte dann irgendwann an einer "Überdosis" dieser überzuckerten Melange.
Schnitt ------------------------------------------------------------------
Bei all dem Mittelmaß und der sich ausbreitenden Langeweile in der Musik-Szene ... es gab Hoffnung. Ca. 15.000 Titel hatte MOTOWN einst eingespielt (längst nicht alle hatten die hauseigene Qualitätskontrolle überwunden - sie lagerten als "ungehörte Mastertapes" im Archiv) und es gab Musik-Liebhaber, die nicht untätig zusehen wollten, wie dieses musikalische Vermächtnis einer "geilen Zeit" in Vergessenheit geriet. In Kalifornien gab es die Plattenfirma "RHINO" Records; dort hatte man den Ergeiz CDs ausschließlich von Mastertapes zu ziehen und digital so zu restaurieren (Remastering), dass das volle Spektrum der Aufnahmen erhalten blieb und nicht irgenwelchen "Filtern" geopfert wurde. Einer dieser genialen Toningenieure war Bill Inglot. Der Vermerk auf einer CD "Remastering Bill Inglot" war ein absolutes Kaufargument und ich wurde niemals enttäuscht (ein Genuss für die Ohren). Jetzt passiert etwas, das ich mir heimlich gewünscht hatte: RHINO / Bill Inglot bekam Zugang zum MOTOWN-Archiv und begann diese Aufnahmen exzellent neu zu remastern (wohl gemerkt originalgetreu und nicht etwa geglättet). Ich war hingerissen ...
Schnitt ----------------------------------------------------------------
Wir schreiben das Jahr 2008 und wieder gibt es Musikliebhaber, die MOTOWN-Songs in sagenhaft guter Tonqualität wiederveröffentlichen: Sie arbeiten beim amerikanischen Label HipO-Select und haben sich z.T.. aus Mitarbeitern von RHINO-Records rekrutiert. Die CDs sind verdammt teuer, aber ... verdammt gut remastered ("State Of The Art Remastering").
Mit den SUPREMES hat dieser Text begonnen, mit ihnen soll er enden:
Als Smokey Robinson, der ein Nachbar von Diana Ross war, seinem Freund und Chef Berry Gordy einst von einer "weiblichen Amateur-Gesangsgruppe" erzählte, die gern mal vorsingen wollte, war der überhaupt nicht begeistert: "Weibliche Gesangsgruppen sind out, Shirelles, Ronettes, Crystals, Chiffons - das will heute niemand mehr hören. Aus Liverpool kommt der Sound, den Jugendliche heute hören wollen". So kann "man" sich täuschen. Nach etwa 4 Jahren "Wartestand" und nur Flops, die anderen MOTOWN-Künstler nannten die SUPREMES bereits spöttisch die "NO-HIT-SUPREMES", schlug der Sound ein, wie eine Bombe: "Where Did Our Love Go" wurde der erste von 12 Nummer 1 Hits der Supremes. Sie verdrängten regelmäßig Beatles, Rolling Stones, Beach Boys und und und vom Spitzenplatz der Billboard-Charts und sind bis heute Vorbild unzähliger schwarzer (und weißer) Gesangsgruppen. Von seichtem "Girl-Sound" kann keine Rede sein: "You Don't Really Love Me, You Just Keep Me Hangin' On (...) So, Get Out, Get Out Of My Life And Let Me Sleep At Night" ... das war kein Klein-Mädchen Gewisper, das waren selbstbewußte Töne, "die einem Kerl in den Hintern traten" und ihn zum Teufel schickten. Berry Gordy hat irgendwann, halb scherzhaft gesagt - angesichts der unglaublichen Hartnäckigkeit, mit der die SUPREMES "am Ball blieben", während sie noch völlig erfolglos waren -: "Ich soll die SUPREMES entdeckt haben? Das ist ein Irrtum! Die SUPREMES haben mich entdeckt" Und ... Mary Wilson sagte einst: "Wir waren drei unsichere, schwarze Mädchen aus dem Ghetto, aber als Supremes verkörperten wir drei zusammen so etwas, wie die eine perfekte Frau, denn wir ergänzten uns auf ideale Weise ..."
SUPREMES, You Were and You'll Always Be An Important Part Of My Life! Your Sound Will Live On Forever ... Thank You For The Years!
© Jamerson akas Knüppel
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