es kamen in dieser  F/N Frage unterschiedliche Sichtweisen zutage.

Einesteils dahingehend, daß man sich nicht um die Mißstände im Ausland kümmern sollte, da in Deutschland genug Not herrsche. Andererseits wurde geäußert, daß in diesen heutigen Zeiten es nur gut gehen kann, wenn man global denkt. 

Ich tendiere zu letzterem. Natürlich hat  die Situation im deutschen Umfeld Vorrang - und wir handeln auch danach.

Doch vor dem Rest der Welt die Augen verschließen? Ich führe mal das Beispiel Haiti an, heisst kopiere hier nochmal meinen Artikel vom April 2010 rein. Plus einige neue Berichte, s. lLinks für die, die es interessiert. Es ist zwar sehr viel Geld gespendet worden, so könnte man sich beruhigt die Hände reiben und das "abhaken".

Nur - wenn es nicht noch immer  freiwillige Helfer gäbe - wären noch sehr viel mehr Opfer zu beklagen - auch jetzt noch. Denn es wird noch Jahre dauern, bis dort der Aufbau greift (der noch nicht sooo gravierend läuft). Wir beobachten gespannt, wann und wie denn nun das viele Geld dahin kommt, wo es gebraucht wird.

Und wir machen hier vor Ort auch weiter mit dem, was möglich ist.

-das hier ist ein sehr schönes  beispiel , was menschen hier in der dominikanischen republik aufgebaut haben:

http://www.dominicancrossroads.com

 

 

aktuelles von haiti kann man regelmässig ausserdem lesen in

www.latina-press.com


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 April 2010:

es ist schon viel hilfe geleistet worden, international und auch vom nachbarstaat,der dominikanischen republik, was  unvermindert weiterläuft, unsere kleine hilfegruppe  wie viele andere hier arbeiten weiter.

es läuft so,dass wir direkt selbst einkaufen, alles zum leben,medikamente etc.und in regelmässigen  bewachten transporten in das von einer norwegischen stiftung  betreute zeltcamp in port-au-prince, stadtteil delmas, schaffen. wir arbeiten dieser stiftung zu. alles ist enstanden mittels gründung einer schule vor 10 jahren in port-au-prince, durch eine norwegerin mit  ihrem haitianischen ehemann. seit jahren werden dort schüler betreut . für die mütter z.b. gibt es ausbildungen in verschiedenen berufen, damit sie sich ein bisschen was  verdienen können.

alle hilfeleistungen geschehen auf der basis   'non-profit',  alle machen das freiwillig mit  ihren eigenen mitteln. wir auch, unterstützt  von spenden  einiger freunde aus europa. . die spenderei  hat jetzt allerdings kräftig nachgelassen, was uns aber nicht dran hindert, mit dem was irgend möglich ist, weiterzumachen. das ist auch nötig, denn trotz der millionen-beträge, die ins land geflossen sind, gibt es noch genügend menschen dort, die   n i c h t   ausreichend hilfe oder gar keine bekommen. bezüglich unserer transporte ist  bislang ist alles gut gelaufen,alles gut angekommen.

die schule im stadtteil  delmas von Port au Prince hatte glücklicherweise das beben überstanden, die zeltstadt drumherum wächst kontinuierlich und die bewohner werden versorgt, medizinisch betreut, im moment so etwa 2000  leute, hinzu kommen etwa 50 familien in einer etwas entfernten zeltstadt.
ob es reicht, das nächste desaster abzumindern, was kommen könnte mit beginn der hurrikan-saison( ab1. juni bis ende november)? Man kann nur hoffen und erst mal weiter den ärmsten der armen in den   v i e l e n   zeltstädten was zukommen lassen. vor allem auch material, um die zelte bisschen "wasserdichter" zu machen.

bis sich alles halbwegs  so entwickelt, dass die leute   "alleine laufen können"   wird wohl noch eine ganze weile ins land gehen. dieses desaster war  zu heftig, auch wenn man bedenkt, daß die leute aus politischen, wirtschaftlichen und  korruptions-gründen sowie einigen naturkatastrophen in den letzten jahren vor dem grossen beben  schon ausgehungert , ausgelutscht , entkräftet waren,  viele krank. wie viele andere,  tun wir, was wir können.

Ansonsten allersonnigste Grüße vom anderen teil der insel hispaniola,

Mango8