Na, was ist das denn?

Warum blühen denn dort in der niedrigen Hecke schon Osterglocken? Nein! Es sind leuchtend gelbe Ahornblätter, die mit dem Stiel voran in die Hecke fielen. Die gelben Spitzen leuchten nun heraus,  gaukeln uns den Frühling vor.

Der Vollmond steht schon hoch am Himmel, dabei ist es noch Tag. Noch leuchtet er nicht und weil er jetzt so fahl und weiß ist, treiben die Stare ihren Schabernack mit ihm. Sie fliegen in großen Schwärmen auf, kreisen am Himmel als umhüllten sie ihn. Mal hat er einen rauschenden Vollbart, mal wehen lange Haare seitlich am Kopf. Er bekommt die tollsten Hüte, stylisch und verrückt. Manchmal dient er nur als Kopf für ein Tier, das die Evolution erst noch erschaffen muss…..oder eines, was schon ausstarb, bevor es den Menschen gab ….eine Hommage an die armen Geschöpfe?

 

Ein wahrer Zauberkünstler ist der Nebel. Er beschert dir pure Angst, wenn er dich plötzlich in dichten Bänken auf der Autobahn überfällt. Er lockt dich in mit Schleiern verhüllte Waldwege, lässt Geister über Gassen tasten, fährt dir mit feuchter Hand in den Nacken…gruselig.

Er umhüllt  watteweich die kleine Tannenschonung, lässt nur die Spitzen lugen -  Zipfelmützen im Milchmeer? Nein, die Spitzen müssen den Nebel warnen, wenn die Sonne kommt. Sie deckt mit ihrem Licht sein Geheimnis auf….winzig kleine Tropfen, die schwebend in der Luft sich halten, uns narren und verzaubern. Mal Geist, mal Gnom, mal Elfe…. sie wabern und schleichen, fliehen oder verfolgen. Kommt die Sonne mit den trocknenden Strahlen, hüpfen kleinste Regenbögen von Schleier zu Schleier, zwingen ihn nieder ins Erdreich, lassen ihn zu Tau werden, der,  seiner ersten Schönheit beraubt, nun Diamanten gleich  auf Halm, Blüte, ja überall sitzt, das Auge kost, das Herz erfreut.

 

Sein Kollege ist der Frost, er lässt den Tau zu bizarren Stacheln und Punkten werden. Ein Kaleidoskop! Der Winterzucker hat tausend Gesichter, eines schöner als das Andere. Seine Bilder liegen über Baum und Strauch bis der Schnee die Frostblüten einhüllt, in die zarten Flocken des Winters.