Otjiwarongo stories (10)
Noch ein paar Geschichten...
Im Hamburger Hof war das Arbeiten hinter der Bar eigentlich ein lockeres. Frühschicht ging wohl von 09.30 bis ca. 16 Uhr und die Spätschicht dann bis, so glaube ich, 22 Uhr. Das Publikum war in der Tat sehr nett und angenehm, mal von einer Ausnahme abgesehen, aber Ausnahmen gibt es ja überall.
Eines Tages wurde ich vom Günther, seinen Familiennamen weiß ich nicht mehr, gefragt, ob ich nicht hier in Otjiwarongo Schiedsrichter machen will. Er wusste von mir, dass ich in Walvis Bay noch Fußball gespielt hatte, und auch Ahnung davon hatte. Es hatte zwar in Walvis Bay nur für die 2. Mannschaft gereicht, aber es hat mir dennoch viel Spaß gemacht. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich nicht für den überwiegend deutschen Club Atlantis sondern für den mehr Englisch orientierten Club Sparta gespielt hatte. Na ja, und jetzt sollte ich hier Schiedsrichter machen!?
Ich sagte zu und pfiff dann vielleicht 5 oder 6 Spiele, bis es mir zu anstrengend wurde. Zur Erklärung, ich habe in der Zeit jeden Tag gar fürchterlich gesoffen und dazu so ungefähr 80 Zigaretten geraucht.
Ja und wen traf ich wieder in Otjiwarongo? Den Kaffern-Ulli, so sein Spitzname, und den hatte er sich ja redlich verdient. Der gute Ulli wurde in Walvis Bay mal “on the job“ von der Polizei geschnappt als er gerade mit einer Schwarzen geschlafen hatte. Er bekam, weil er scheinbar reuig schien, seine 9 Monate auf Bewährung genauso wie das Mädel. Gleich nach der Verhandlung lud der Ulli das Mädchen ein und fuhr mit ihm davon, von drohenden Fäusten verabschiedet. Von dem Tag an schlief der gute Ulli ohne Ausnahme n u r noch mit schwarzen Mädels. Daher also sein Spitzname Kaffern-Ulli. Ja und hier in Otjiwarongo konnte er ja nun in die location der Schwarzen ein und aus fahren, da er ja geschäftlich dahin musste. Er war schließlich doch Schlachter. Musste ja für den Ulli ein echtes Eldorado sein.
Gegenüber vom Hamburger Hof gab es noch ein Hotel, das Hotel Brumme. Der Manager und Besitzer, ich sehe ihn zwar noch vor mir, komme aber nicht auf seinen Namen, bat mich bei einer Gelegenheit mal zum Gespräch. Er gab sich mir als Alkoholiker zu erkennen und erzählte mir von AA. Ich sagte ihm bei der Gelegenheit, dass ich schon mal bei einem meeting in Walvis Bay war und mir auch so meine Gedanken über mein Trinkverhalten machte. Letztlich kam aber auch wieder nichts Entscheidendes heraus, ich war wohl noch nicht reif!
Das tollste Erlebnis war für mich in Otjiwarongo, wenn der Regen kam. Wir hatten ja doch den einen oder anderen Farmer bei uns als Gast. Und wenn es dann mal regnete, dann war es ein tropischer Regenguss, der innerhalb von ein paar Minuten die Straße über schwemmte, den Fußgängersteig und nach noch ein paar Minuten schwappte das Wasser auch in die Bar. Das war das Signal für die Farmer, jetzt gab es eine Lokalrunde nach der anderen. Es war in so manchem Fall ganz speziell in trockenen Jahren die Rettung für die Farmer. So mancher von ihnen hat dem Regen auch so ein bisschen nachgeholfen, indem er auf die Wolken schoss. Das sollte dann aber schon auch klappen und der Regen nicht beim Nachbarn runtergehen. Eigentlich war es natürlich verboten.
In dem Zusammenhang fällt mir noch was ein. Wir hatten mal ein braaiivleis geplant, oder auf deutsch einen Grillabend. Also fuhren wir ein ganzes Stück in den Busch, und es bot sich ein schöner Platz in einem trockenem Flussbett, andere gab es ja nicht in Süd-West. Ja wir waren so gerade noch dabei uns einzurichten, als es plötzlich an zu regnen fing. Wir nahmen das aber nicht ernst, weil es wirklich nur ein paar Tropfen waren. Doch der Regen wurde plötzlich stärker und bevor wir es richtig begriffen kam schon eine kleine Flut durch den Fluss auf uns zu. Wir hatten dann aber noch alles in Sicherheit bringen können und konnten auch darüber dann doch lachen.
Manches Mal fuhren wir nach Feierabend noch in kleines Landhotel namens Sukses. Das lag so etwa 45 Meilen von Otjiwarongo an der Pad nach Windhoek. Dort konnten wir, wenn wir wollten auch die ganze Nacht durch saufen. Und wenn wir dann so draußen saßen und den kleinen Skorpionen zusahen, die Tierstimmen hörten, ja das war schon toll da draußen.
Zwei oder dreimal bin ich in der Zeit auch mit dem Manfred nach Windhoek gefahren. Das war dann schon ein recht unsicheres Unterfangen, da der Manfred sich ja auch unter 2 Promille kaum ans Steuer wagte. Der Leser sollte wissen, dass auf den Straßen in Süd-West die größte Gefahr für den Autofahrer die Kudus waren. Obwohl auch damals schon zwischen Busch und Straße Zäune gezogen waren, konnten die Kudus relativ leicht darüber springen, und das taten sie dann auch des Öfteren. Na ja und so klein waren die lieben Tierchen ja auch nicht, also wenn es da einen Zusammenstoß gab, dann war meist nicht nur der Kudu tot.
Gott sei Dank hatte der Manfred zumindest in meiner Zeit keinen solchen Zusammenstoß gehabt, obwohl er selbst zweimal gerade noch rechtzeitig bremsen konnte, und ich ihn auch einmal kurz vorm crash warnen konnte.
In Windhoek gab es auch eine Maria und dies Mädel, eine sehr liebe Bunte, stand auf mich, so dass sie manches Mal sämtliche Vorsichtsregeln außer Acht ließ. Ich hatte wohl ein oder zweimal mit ihr geschlafen, als ich noch in Windhoek lebte und im Thüringer Hof arbeitete. Sie war auch an der Rezeption beschäftigt, genau wie ja auch die anderen zwei Damen, die ihr ja vom Teil 5 noch kennen solltet. Wann immer ich in Windhoek einlief, die Maria wusste davon, wie fragt mich nicht…..
Ich schlief dann auch schon mal bei und mit ihr, und ich mochte sie irgendwie ja auch sehr. Das hat mir, aber vor allem ihr sehr weh getan, als ich später gen Süd-Afrika verschwand. Sie lebte mit ihrem deutschen Ehemann später in Deutschland nur ca. 60km von mir. Ich habe sie aber leider nie wieder gesehen, habe das nur von einem Freund gehört.
In Tsumeb war ich in der Zeit auch des Öfteren, kannte es aber auch nur durch die Hotelkneipen, Eckleben und oder Minenhotel.
Das nächste Mal mehr, ehrlich
Eines Tages wurde ich vom Günther, seinen Familiennamen weiß ich nicht mehr, gefragt, ob ich nicht hier in Otjiwarongo Schiedsrichter machen will. Er wusste von mir, dass ich in Walvis Bay noch Fußball gespielt hatte, und auch Ahnung davon hatte. Es hatte zwar in Walvis Bay nur für die 2. Mannschaft gereicht, aber es hat mir dennoch viel Spaß gemacht. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich nicht für den überwiegend deutschen Club Atlantis sondern für den mehr Englisch orientierten Club Sparta gespielt hatte. Na ja, und jetzt sollte ich hier Schiedsrichter machen!?
Ich sagte zu und pfiff dann vielleicht 5 oder 6 Spiele, bis es mir zu anstrengend wurde. Zur Erklärung, ich habe in der Zeit jeden Tag gar fürchterlich gesoffen und dazu so ungefähr 80 Zigaretten geraucht.
Ja und wen traf ich wieder in Otjiwarongo? Den Kaffern-Ulli, so sein Spitzname, und den hatte er sich ja redlich verdient. Der gute Ulli wurde in Walvis Bay mal “on the job“ von der Polizei geschnappt als er gerade mit einer Schwarzen geschlafen hatte. Er bekam, weil er scheinbar reuig schien, seine 9 Monate auf Bewährung genauso wie das Mädel. Gleich nach der Verhandlung lud der Ulli das Mädchen ein und fuhr mit ihm davon, von drohenden Fäusten verabschiedet. Von dem Tag an schlief der gute Ulli ohne Ausnahme n u r noch mit schwarzen Mädels. Daher also sein Spitzname Kaffern-Ulli. Ja und hier in Otjiwarongo konnte er ja nun in die location der Schwarzen ein und aus fahren, da er ja geschäftlich dahin musste. Er war schließlich doch Schlachter. Musste ja für den Ulli ein echtes Eldorado sein.
Gegenüber vom Hamburger Hof gab es noch ein Hotel, das Hotel Brumme. Der Manager und Besitzer, ich sehe ihn zwar noch vor mir, komme aber nicht auf seinen Namen, bat mich bei einer Gelegenheit mal zum Gespräch. Er gab sich mir als Alkoholiker zu erkennen und erzählte mir von AA. Ich sagte ihm bei der Gelegenheit, dass ich schon mal bei einem meeting in Walvis Bay war und mir auch so meine Gedanken über mein Trinkverhalten machte. Letztlich kam aber auch wieder nichts Entscheidendes heraus, ich war wohl noch nicht reif!
Das tollste Erlebnis war für mich in Otjiwarongo, wenn der Regen kam. Wir hatten ja doch den einen oder anderen Farmer bei uns als Gast. Und wenn es dann mal regnete, dann war es ein tropischer Regenguss, der innerhalb von ein paar Minuten die Straße über schwemmte, den Fußgängersteig und nach noch ein paar Minuten schwappte das Wasser auch in die Bar. Das war das Signal für die Farmer, jetzt gab es eine Lokalrunde nach der anderen. Es war in so manchem Fall ganz speziell in trockenen Jahren die Rettung für die Farmer. So mancher von ihnen hat dem Regen auch so ein bisschen nachgeholfen, indem er auf die Wolken schoss. Das sollte dann aber schon auch klappen und der Regen nicht beim Nachbarn runtergehen. Eigentlich war es natürlich verboten.
In dem Zusammenhang fällt mir noch was ein. Wir hatten mal ein braaiivleis geplant, oder auf deutsch einen Grillabend. Also fuhren wir ein ganzes Stück in den Busch, und es bot sich ein schöner Platz in einem trockenem Flussbett, andere gab es ja nicht in Süd-West. Ja wir waren so gerade noch dabei uns einzurichten, als es plötzlich an zu regnen fing. Wir nahmen das aber nicht ernst, weil es wirklich nur ein paar Tropfen waren. Doch der Regen wurde plötzlich stärker und bevor wir es richtig begriffen kam schon eine kleine Flut durch den Fluss auf uns zu. Wir hatten dann aber noch alles in Sicherheit bringen können und konnten auch darüber dann doch lachen.
Manches Mal fuhren wir nach Feierabend noch in kleines Landhotel namens Sukses. Das lag so etwa 45 Meilen von Otjiwarongo an der Pad nach Windhoek. Dort konnten wir, wenn wir wollten auch die ganze Nacht durch saufen. Und wenn wir dann so draußen saßen und den kleinen Skorpionen zusahen, die Tierstimmen hörten, ja das war schon toll da draußen.
Zwei oder dreimal bin ich in der Zeit auch mit dem Manfred nach Windhoek gefahren. Das war dann schon ein recht unsicheres Unterfangen, da der Manfred sich ja auch unter 2 Promille kaum ans Steuer wagte. Der Leser sollte wissen, dass auf den Straßen in Süd-West die größte Gefahr für den Autofahrer die Kudus waren. Obwohl auch damals schon zwischen Busch und Straße Zäune gezogen waren, konnten die Kudus relativ leicht darüber springen, und das taten sie dann auch des Öfteren. Na ja und so klein waren die lieben Tierchen ja auch nicht, also wenn es da einen Zusammenstoß gab, dann war meist nicht nur der Kudu tot.
Gott sei Dank hatte der Manfred zumindest in meiner Zeit keinen solchen Zusammenstoß gehabt, obwohl er selbst zweimal gerade noch rechtzeitig bremsen konnte, und ich ihn auch einmal kurz vorm crash warnen konnte.
In Windhoek gab es auch eine Maria und dies Mädel, eine sehr liebe Bunte, stand auf mich, so dass sie manches Mal sämtliche Vorsichtsregeln außer Acht ließ. Ich hatte wohl ein oder zweimal mit ihr geschlafen, als ich noch in Windhoek lebte und im Thüringer Hof arbeitete. Sie war auch an der Rezeption beschäftigt, genau wie ja auch die anderen zwei Damen, die ihr ja vom Teil 5 noch kennen solltet. Wann immer ich in Windhoek einlief, die Maria wusste davon, wie fragt mich nicht…..
Ich schlief dann auch schon mal bei und mit ihr, und ich mochte sie irgendwie ja auch sehr. Das hat mir, aber vor allem ihr sehr weh getan, als ich später gen Süd-Afrika verschwand. Sie lebte mit ihrem deutschen Ehemann später in Deutschland nur ca. 60km von mir. Ich habe sie aber leider nie wieder gesehen, habe das nur von einem Freund gehört.
In Tsumeb war ich in der Zeit auch des Öfteren, kannte es aber auch nur durch die Hotelkneipen, Eckleben und oder Minenhotel.
Das nächste Mal mehr, ehrlich
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