Es näherte sich das Ende meiner Otjiwarongo-Zeit.
Das wiederum lag an meiner weißen Freundin, die mich ja doch des Öfteren besuchte. Irgendwann einmal gefiel dem “General“ mein 2wöchentlicher Besuch nicht mehr, weil aus meinem Zimmer des Öfteren gewisse Lustlaute nicht zu überhören waren. Ich habe dann aber sofort die Konsequenzen gezogen. Das hatte mein Stiefvater einmal mit mir versucht, als er ein Mädchen entdeckte, das bei mir schlief. Ich hatte mir damals mit 17 geschworen, dass ich mir niemals mehr dieses wunderschöne “hobby“ verbieten lasse. Das hieß in diesem Fall Kündigung........auf nach Windhoek und im Hansa-Hotel als Barmann angefangen.
Der Schuppen war schon ein ziemlich rauer, aber ich hatte einen tollen Kumpel und Kollegen dort gefunden. Der Ralph, so ein Kleiner aus der Nähe von Heidelberg aus Eberbach, aber mit einer riesigen Schnauze. Da konnten die wildesten Typen reinkommen, der Ralf hat sie alle zahm geredet. Und die Leute haben nicht mehr das getrunken was sie wollten, nee nee, das gab’s ja nun nicht bei uns. Getrunken wurde was der Ralph und ich den Jungs vorgesetzt haben. Wir haben die köstlich verarscht, und bei uns kam niemand nüchtern aus der Tür. Ja ja, einer meiner Lieblingssprüche war, “jetzt trink’ mal schön, sonst wird aus dir nie ein richtiger Alkoholiker,“ oder getrunken wird, was auf’n Tisch kommt“ und ähnliche Sprüche. Das war auch eine verrückte Zeit im Hansa Hotel, allerdings wurde mein eigener Alkoholkonsum dabei auch immer bedenklicher.
Dann hörte ich, dass “der General“ im Hamburger Hof aufgehört hat und ein junges Ehepaar das Management übernommen hatte. Also ging ich noch mal nach Otjiwarongo allerdings nur für etwa 2 oder 3 Monate, also nicht für sehr lange.
Dann noch mal kurz nach Windhoek, also Klein-Windhoek ins Berg-Hotel als Barmann. Dort hatte ich wieder eine süße Liason mit einem lieben bunten Mädel, was auch nicht folgenlos blieb, wieder ein Junge. (die Nummer 4 aber das hörte ich erst, als ich schon in Süd-Afrika war)
Ich bin dann noch für ein paar Tage nach Swakopmünd gegangen, habe den Manfred besucht, der inzwischen im Strand-Hotel dort arbeitete und wollte jetzt nach Süd-Afrika, am liebsten nach Kapstadt.
Am letzten Tag in Swakopmünd kam die Mutter meines zweiten Sohnes vorbei, zeigte mir meinen Jungen, und ich sollte ihn mal auf den Arm nehmen. Ich muss leider sagen, dass ich es nicht fertig brachte. Später tat mir das sehr leid, und an diesem Tag war zudem auch noch Muttertag!
Ich bin dann am nächsten Tag mit jemandem nach Windhoek gefahren, habe dort übernachtet und bin am nächsten Tag an der Straße gen Süden gestanden. Es hat mich dann jemand bis Keetmanshoop mitgenommen, wo ich sogar den deutschen Club hätte übernehmen können, aber an dem Abend war ich schon wieder zu besoffen, und dieses Angebot wurde dann natürlich auch sofort zurück gezogen.
Am nächsten Tag ging es nicht so schnell weiter, bis jemand aus Otjiwarongo, den ich natürlich kannte, stoppte und mich mitnahm. Dummerweise wollte er nach Bloomfontein, aber immerhin lag das schon ein ganzes Stück in Süd-Afrika, wenngleich auch in einer ganz anderen Richtung als Cape-Town.
Wie es mit mir weiter ging….nächstes Mal
Otjiwarongo/Windhoek/Otjiwarongo/Windhoek (11)
und dann ging's ab nach Südafrika
4 Platinern gefällt der Artikel
Gefällt mir auch
Kommentare zum Artikel