Pam ist sehr glücklich verheiratet Teil 3
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©by Johann Schumacher 2008
Und dann ist er manchmal alleine weggegangen und hat sie nicht mitgenommen, dann hat sie nie gewußt, ob er eine andere Frau sucht und sie vielleicht nicht mehr will. Ihr Mann hat ihr verboten, alleine auszugehen, das bedeutet, daß er sie haben will und daß sie ihm etwas bedeutet. Sie darf auch immer mitkommen, wenn er abends weggeht, in die Bar oder in eine Go Go Bar. Nur wenn er abends mit seinen Freunden ausgeht, in einer Männerrunde, dann muß sie selbstverständlich zuhause bleiben, aber das war ja bei Männern normal und das war im Dorf auch schon immer so gewesen.
Bei Enno hatte sie gemacht, was sie wollte. Manchmal hatte sie ihm etwas zu essen gemacht, etwas mit viel Chili, von dem sie wußte, daß er es nicht wollte und nicht essen konnte, etwas ganz anderes als er bestellt oder sie ihm vorher gesagt hat, und dann hat sie mit dem Dummkopf darüber diskutiert, daß er das essen muß, weil es viel gesünder ist und er hat lange mit ihr geredet und versucht, ihr verständlich zu machen, warum Chili nicht gut ist für den Magen und daß er es nicht essen kann. Über zwei Stunden haben sie manchmal darüber diskutiert und der dumme Farang hat noch nicht einmal gemerkt, daß sie das scharfe Essen extra macht, um ihn zu ärgern und ihm ihre Macht zu beweisen. Ihr Mann ist da ganz anders. Wenn sie dem Essen vorsetzt, das er nicht bestellt hat, dann wirft er das in den Abfalleimer, schleift sie an den Haaren in die Küche und sagt ihr, sie hat jetzt sofort das Essen zu machen, das er bestellt hat. Er ist ein richtiger Mann.
Wenn sie Enno seine Lehrbücher weggenommen hat, dann haben sie erst lange darüber diskutiert, daß die nicht verschwunden sein können, ihm konnte sie sagen, daß sie nicht weiß, wo sie sind. Wenn er dann gesagt hat, daß er genau weiß, wo sie gelegen haben, hat sie ihm gesagt, daß er sie bestimmt woanders hingelegt oder das letzte Mal vergessen hat, sie wieder nachhause mitzubringen und dann hat sie dem dummen Jungen noch Vorwürfe machen können, wieso er sie beschuldigt, wo er doch gar nicht beweisen kann, daß sie die Bücher genommen hat und er sollte ihr sagen, warum sie die Bücher nehmen sollte und um wieviel Uhr sie die genommen hat. Einmal hat er die Bücher in einer Plastiktüte gesehen, mit der sie gerade weggehen wollte. Aber dann hat er auch nur geredet. Sie sollte sagen, warum sie die Bücher wegnimmt und sie konnte ihm dann eine lange Geschichte vorlügen, daß die Bücher für eine Freundin sind, die unbedingt ihrem Farang helfen will, Thai zu lernen, daß der aber nicht weiß, welche Bücher es gibt und sie wollte ihm die nur zeigen, damit er sich selbst welche kaufen kann. Dann hat der blöde Enno noch gesagt, daß sie die doch schon vor einer Woche weggenommen hat und er sich deshalb neue Bücher kaufen mußte.
Als er sie nach den Büchern gefragt hat, hätte sie ihm die doch geben können. Und dann hat er nichts mehr gesagt, als sie meinte, da hätte sie die Bücher vergessen. Der Enno war so dumm, daß sie mit ihm machen konnte, was sie wollte. Ihr Mann ist da ganz anderes. Dem hat sie eine Zeitung weggenommen. Der hat das gemerkt und ihr gesagt, sie soll die Zeitung zurückgeben und auf den Tisch legen. Als sie ihm gesagt hat, sie hat keine Zeitung gesehen, die hat er bestimmt woanders hingelegt oder irgendwo vergessen, hat er ihr eine Ohrfeige gegeben und gesagt, sie bekommt jetzt alle fünf Minuten eine Ohrfeige, bis die Zeitung wieder auf dem Tisch liegt. Dann mußte sie ihm die Zeitung wiedergeben. Bei ihrem Mann weiß sie genau, wo sie dran ist, da ist es nicht nötig, lange zu reden, er weiß, was er will, und das hat sie zu tun. Bei ihm fühlt sie sich sicher, da weiß sie, was sie zu tun hat und was sie nicht tun darf.
Als Ennos Freunde ihn nach einigen Monaten seiner Partnerschaft einmal fragten, wie er mit seiner Freundin zurechtkommt, meinte er, es wäre eine sehr problematische Beziehung. Sie würde ganz gut lernen, aber das wäre das einzige Positive, was er von ihr sagen kann. Es wäre gleichgültig, was er tut, er macht grundsätzlich alles falsch, weil er nur ein dummer Farang ist. Sie sagt ihm, wie er sich rasieren muß, wie er am Computer zu sitzen hat, welche Musik und wie laut er sie hören muß, wie er seinen Kaffee machen muß und wieviel er trinken darf, weil er das als dummer Farang nicht wissen kann, und sie ist böse und beleidigt, wenn er nicht tut, was sie sagt. Sie stiehlt und lügt, oft ohne ersichtlichen Grund. Wenn er sie um etwas bittet oder ihr etwas erklärt, dann ist die Antwort grundsätzlich ‘Nein’, weil er nur ein dummer Farang ist und sie alles besser weiß, weil sie in einem thailändischen Dorf geboren ist.
Sie arbeitet am Computer und löscht seine Programme. Wenn er ihr sagt, daß sie das nicht tun soll, sagt sie ihm, er versteht nichts davon, sie braucht in ihrem File mehr Platz zum Üben. Deswegen löscht sie dann noch mehr Programme einschließlich des Schreibprogramms und wundert sich, daß sie nicht mehr schreiben kann. Dann sagt sie ihm, daß er zu dumm ist, mit einem Computer umzugehen und ihn richtig aufzusetzen, nur deshalb wäre das Schreibprogramm gelöscht, wo sie das doch braucht. Wenn er ihr sagt, sie soll nicht mit den Fäusten auf die Tastatur schlagen, sagt sie ihm, er hat keine Ahnung, das muß man tun, damit die Tasten sich nicht festsetzen. Wenn er ihr sagt, sie soll ihm nicht Essig und Chili in seine Erbsensuppe schütten, sagt sie, daß er keinen Geschmack hat und daß die Farang die Erbsensuppe so essen. Kurz, sie verhält sich wie ein trotziges, bösartiges Kind und nicht wie eine Partnerin. Es hat noch nicht einmal Sinn, mit ihr zu sprechen, denn sie hört gar nicht hin und zu allem, was er sagt, hat sie nur zur Antwort, daß er nichts weiß, daß er nur ein dummer Farang ist, der keine Ahnung hat und daß er besser auf sie hört, weil sie auf einer guten Schule war.
Als die Freunde ihn fragten, warum er dann noch mit ihr zusammenlebt; meinte er, sie wäre ja eigentlich kein schlechter Mensch, sie hätte nur keine Chance gehabt, sich zu entwickeln und selbständig zu werden. Er versuchte, ihr zu sagen, wie sie selbständig leben kann und wollte ihr diese Möglichkeit geben. Es sei sicherlich nur eine Entwicklungsphase, in der sie sich befindet, so wie die Trotzphase in der Kindheit. Er hätte ihr schon gesagt, daß sie sich ihre Handlungen überlegen soll und wie sie das machen kann. Seine Freunde zeigten sich skeptisch und fragten, ob sie denn mit ihren Überlegungen schon begonnen hätte und Enno mußte zugeben: „Nein, noch nicht. Sie hat mir gesagt, ich bin ein dummer Farang, der Thailänder nicht verstehen kann. Aber, ich glaub’, das hat sie nur so gesagt und wird schon noch anfangen, zu überlegen, was ich ihr gesagt hab’, und dann wird sie sich bestimmt ändern.“
Zwei Monate nach der Hochzeit wurde August von seinen Freunden an der Bar gefragt, wie seine Ehe läuft. Er strahlte und sagte: „Bestens, wie geschmiert.“ Die Freunde fragten, ob er seine Frau tatsächlich als Gemahlin ansieht. Er machte eine wegwerfende Handbewegung: „Is doch Quatsch, aber so ist es, wie es sich gehört. Frauen sind doch nur als Dienstmädchen und im Bett zu gebrauchen. Sonst sind die doch alle doof. Ich sag’ ihr, was sie zu machen hat, sie macht sauber, sie macht das Essen und wäscht die Wäsche, dafür kann sie bei mir wohnen und kriegt was zu essen, damit hat sich’s.“ Einer der Männer fragte: „Wieviel Geld gibst Du ihr denn im Monat und wieviel zahlst Du den Eltern?“ August schüttelte den Kopf und meinte: „Geld kriegt die von mir, wenn ich sie einkaufen schicke, sonst nicht. Und wenn sie wiederkommt, dann will ich eine klare Abrechnung sehen.
Aber, wenn sie was braucht, kann sie mir das sagen. Wenn sie das wirklich braucht, so wie Monatsbinden, Haarfestiger oder Hautcreme - die Frauen sind da ja alle so verrückt - oder auch schon einmal ein Hemd oder einen Rock, dann soll sie mir das sagen und dann geb’ ich ihr das Geld. Für die Eltern gibt’s nichts, da hat sie mich auch nur einmal nach gefragt. Ich hab’ ihr gesagt, mit denen geh’ ich nicht ins Bett, dann brauch’ ich denen auch kein Geld zu geben.“ Ein anderer fragte: „Wieviel klaut sie Dir denn so im Monat, wenn sie von Dir kein Geld bekommt?“ August lachte und meinte, das hat die nur einmal versucht. Da hat’s kräftig was hinter die Ohren gegeben und seitdem ist Ruhe. Außerdem hab’ ich sowieso nur Kleingeld in der Tasche, das andere ist im Safe oder auf der Bank, da kommt die nicht dran.“
Ein Dritter wollte wissen: „Nimmst Du die abends nicht mit? Wie bist Du denn sicher, daß sie auch zuhause bleibt?“ August erklärte: „Manchmal nehm’ ich sie mit an die Bar, da kann sie sich in ein Ecke setzen und Wasser trinken, oder manchmal einen Orangensaft. Wenn wir natürlich unterwegs sind und nachher vielleicht noch in ‘ne Shorttime-Bar gehen, hat die selbstverständlich zuhause zu bleiben. Wegzugehen traut die sich sowieso nicht. Die weiß genau, was passiert, wenn sie abends ausgeht und ich dahinterkomme. Das macht die nie.“ Einer der Kumpels meinte traurig: „So müssten die deutschen Frauen sein, dann hätt’ ich’s nicht nötig, hier zu sein.“ Doch jemand wußte Trost und sagte: „Hier bist Du besser aufgehoben, Junge, hier ist der Schnaps billiger und hier haben die Frauen zu gehorchen, sonst kannst Du sie jederzeit umtauschen und kriegst vielleicht noch ‘ne hübschere.“
Und Enno sucht wieder ein süßes, junges Mädchen, dem er ja nur noch zu sagen braucht, wie es selbständig leben kann. Dabei gibt es allerdings ein kleines Problem, das nicht nur Eltern und Pädagogen, sondern besonders gerne auch Partner zu übersehen belieben. Mit der Selbständigkeit und der Freiheit verhält es sich so ähnlich wie mit einem Bandoneon. Wer das Instrument spielt, kann jedem Menschen seine Funktionsweise erklären. Aber es ist pure Dummheit, anzunehmen, daß der deswegen auch schon damit umgehen kann.
Bei Enno hatte sie gemacht, was sie wollte. Manchmal hatte sie ihm etwas zu essen gemacht, etwas mit viel Chili, von dem sie wußte, daß er es nicht wollte und nicht essen konnte, etwas ganz anderes als er bestellt oder sie ihm vorher gesagt hat, und dann hat sie mit dem Dummkopf darüber diskutiert, daß er das essen muß, weil es viel gesünder ist und er hat lange mit ihr geredet und versucht, ihr verständlich zu machen, warum Chili nicht gut ist für den Magen und daß er es nicht essen kann. Über zwei Stunden haben sie manchmal darüber diskutiert und der dumme Farang hat noch nicht einmal gemerkt, daß sie das scharfe Essen extra macht, um ihn zu ärgern und ihm ihre Macht zu beweisen. Ihr Mann ist da ganz anders. Wenn sie dem Essen vorsetzt, das er nicht bestellt hat, dann wirft er das in den Abfalleimer, schleift sie an den Haaren in die Küche und sagt ihr, sie hat jetzt sofort das Essen zu machen, das er bestellt hat. Er ist ein richtiger Mann.
Wenn sie Enno seine Lehrbücher weggenommen hat, dann haben sie erst lange darüber diskutiert, daß die nicht verschwunden sein können, ihm konnte sie sagen, daß sie nicht weiß, wo sie sind. Wenn er dann gesagt hat, daß er genau weiß, wo sie gelegen haben, hat sie ihm gesagt, daß er sie bestimmt woanders hingelegt oder das letzte Mal vergessen hat, sie wieder nachhause mitzubringen und dann hat sie dem dummen Jungen noch Vorwürfe machen können, wieso er sie beschuldigt, wo er doch gar nicht beweisen kann, daß sie die Bücher genommen hat und er sollte ihr sagen, warum sie die Bücher nehmen sollte und um wieviel Uhr sie die genommen hat. Einmal hat er die Bücher in einer Plastiktüte gesehen, mit der sie gerade weggehen wollte. Aber dann hat er auch nur geredet. Sie sollte sagen, warum sie die Bücher wegnimmt und sie konnte ihm dann eine lange Geschichte vorlügen, daß die Bücher für eine Freundin sind, die unbedingt ihrem Farang helfen will, Thai zu lernen, daß der aber nicht weiß, welche Bücher es gibt und sie wollte ihm die nur zeigen, damit er sich selbst welche kaufen kann. Dann hat der blöde Enno noch gesagt, daß sie die doch schon vor einer Woche weggenommen hat und er sich deshalb neue Bücher kaufen mußte.
Als er sie nach den Büchern gefragt hat, hätte sie ihm die doch geben können. Und dann hat er nichts mehr gesagt, als sie meinte, da hätte sie die Bücher vergessen. Der Enno war so dumm, daß sie mit ihm machen konnte, was sie wollte. Ihr Mann ist da ganz anderes. Dem hat sie eine Zeitung weggenommen. Der hat das gemerkt und ihr gesagt, sie soll die Zeitung zurückgeben und auf den Tisch legen. Als sie ihm gesagt hat, sie hat keine Zeitung gesehen, die hat er bestimmt woanders hingelegt oder irgendwo vergessen, hat er ihr eine Ohrfeige gegeben und gesagt, sie bekommt jetzt alle fünf Minuten eine Ohrfeige, bis die Zeitung wieder auf dem Tisch liegt. Dann mußte sie ihm die Zeitung wiedergeben. Bei ihrem Mann weiß sie genau, wo sie dran ist, da ist es nicht nötig, lange zu reden, er weiß, was er will, und das hat sie zu tun. Bei ihm fühlt sie sich sicher, da weiß sie, was sie zu tun hat und was sie nicht tun darf.
Als Ennos Freunde ihn nach einigen Monaten seiner Partnerschaft einmal fragten, wie er mit seiner Freundin zurechtkommt, meinte er, es wäre eine sehr problematische Beziehung. Sie würde ganz gut lernen, aber das wäre das einzige Positive, was er von ihr sagen kann. Es wäre gleichgültig, was er tut, er macht grundsätzlich alles falsch, weil er nur ein dummer Farang ist. Sie sagt ihm, wie er sich rasieren muß, wie er am Computer zu sitzen hat, welche Musik und wie laut er sie hören muß, wie er seinen Kaffee machen muß und wieviel er trinken darf, weil er das als dummer Farang nicht wissen kann, und sie ist böse und beleidigt, wenn er nicht tut, was sie sagt. Sie stiehlt und lügt, oft ohne ersichtlichen Grund. Wenn er sie um etwas bittet oder ihr etwas erklärt, dann ist die Antwort grundsätzlich ‘Nein’, weil er nur ein dummer Farang ist und sie alles besser weiß, weil sie in einem thailändischen Dorf geboren ist.
Sie arbeitet am Computer und löscht seine Programme. Wenn er ihr sagt, daß sie das nicht tun soll, sagt sie ihm, er versteht nichts davon, sie braucht in ihrem File mehr Platz zum Üben. Deswegen löscht sie dann noch mehr Programme einschließlich des Schreibprogramms und wundert sich, daß sie nicht mehr schreiben kann. Dann sagt sie ihm, daß er zu dumm ist, mit einem Computer umzugehen und ihn richtig aufzusetzen, nur deshalb wäre das Schreibprogramm gelöscht, wo sie das doch braucht. Wenn er ihr sagt, sie soll nicht mit den Fäusten auf die Tastatur schlagen, sagt sie ihm, er hat keine Ahnung, das muß man tun, damit die Tasten sich nicht festsetzen. Wenn er ihr sagt, sie soll ihm nicht Essig und Chili in seine Erbsensuppe schütten, sagt sie, daß er keinen Geschmack hat und daß die Farang die Erbsensuppe so essen. Kurz, sie verhält sich wie ein trotziges, bösartiges Kind und nicht wie eine Partnerin. Es hat noch nicht einmal Sinn, mit ihr zu sprechen, denn sie hört gar nicht hin und zu allem, was er sagt, hat sie nur zur Antwort, daß er nichts weiß, daß er nur ein dummer Farang ist, der keine Ahnung hat und daß er besser auf sie hört, weil sie auf einer guten Schule war.
Als die Freunde ihn fragten, warum er dann noch mit ihr zusammenlebt; meinte er, sie wäre ja eigentlich kein schlechter Mensch, sie hätte nur keine Chance gehabt, sich zu entwickeln und selbständig zu werden. Er versuchte, ihr zu sagen, wie sie selbständig leben kann und wollte ihr diese Möglichkeit geben. Es sei sicherlich nur eine Entwicklungsphase, in der sie sich befindet, so wie die Trotzphase in der Kindheit. Er hätte ihr schon gesagt, daß sie sich ihre Handlungen überlegen soll und wie sie das machen kann. Seine Freunde zeigten sich skeptisch und fragten, ob sie denn mit ihren Überlegungen schon begonnen hätte und Enno mußte zugeben: „Nein, noch nicht. Sie hat mir gesagt, ich bin ein dummer Farang, der Thailänder nicht verstehen kann. Aber, ich glaub’, das hat sie nur so gesagt und wird schon noch anfangen, zu überlegen, was ich ihr gesagt hab’, und dann wird sie sich bestimmt ändern.“
Zwei Monate nach der Hochzeit wurde August von seinen Freunden an der Bar gefragt, wie seine Ehe läuft. Er strahlte und sagte: „Bestens, wie geschmiert.“ Die Freunde fragten, ob er seine Frau tatsächlich als Gemahlin ansieht. Er machte eine wegwerfende Handbewegung: „Is doch Quatsch, aber so ist es, wie es sich gehört. Frauen sind doch nur als Dienstmädchen und im Bett zu gebrauchen. Sonst sind die doch alle doof. Ich sag’ ihr, was sie zu machen hat, sie macht sauber, sie macht das Essen und wäscht die Wäsche, dafür kann sie bei mir wohnen und kriegt was zu essen, damit hat sich’s.“ Einer der Männer fragte: „Wieviel Geld gibst Du ihr denn im Monat und wieviel zahlst Du den Eltern?“ August schüttelte den Kopf und meinte: „Geld kriegt die von mir, wenn ich sie einkaufen schicke, sonst nicht. Und wenn sie wiederkommt, dann will ich eine klare Abrechnung sehen.
Aber, wenn sie was braucht, kann sie mir das sagen. Wenn sie das wirklich braucht, so wie Monatsbinden, Haarfestiger oder Hautcreme - die Frauen sind da ja alle so verrückt - oder auch schon einmal ein Hemd oder einen Rock, dann soll sie mir das sagen und dann geb’ ich ihr das Geld. Für die Eltern gibt’s nichts, da hat sie mich auch nur einmal nach gefragt. Ich hab’ ihr gesagt, mit denen geh’ ich nicht ins Bett, dann brauch’ ich denen auch kein Geld zu geben.“ Ein anderer fragte: „Wieviel klaut sie Dir denn so im Monat, wenn sie von Dir kein Geld bekommt?“ August lachte und meinte, das hat die nur einmal versucht. Da hat’s kräftig was hinter die Ohren gegeben und seitdem ist Ruhe. Außerdem hab’ ich sowieso nur Kleingeld in der Tasche, das andere ist im Safe oder auf der Bank, da kommt die nicht dran.“
Ein Dritter wollte wissen: „Nimmst Du die abends nicht mit? Wie bist Du denn sicher, daß sie auch zuhause bleibt?“ August erklärte: „Manchmal nehm’ ich sie mit an die Bar, da kann sie sich in ein Ecke setzen und Wasser trinken, oder manchmal einen Orangensaft. Wenn wir natürlich unterwegs sind und nachher vielleicht noch in ‘ne Shorttime-Bar gehen, hat die selbstverständlich zuhause zu bleiben. Wegzugehen traut die sich sowieso nicht. Die weiß genau, was passiert, wenn sie abends ausgeht und ich dahinterkomme. Das macht die nie.“ Einer der Kumpels meinte traurig: „So müssten die deutschen Frauen sein, dann hätt’ ich’s nicht nötig, hier zu sein.“ Doch jemand wußte Trost und sagte: „Hier bist Du besser aufgehoben, Junge, hier ist der Schnaps billiger und hier haben die Frauen zu gehorchen, sonst kannst Du sie jederzeit umtauschen und kriegst vielleicht noch ‘ne hübschere.“
Und Enno sucht wieder ein süßes, junges Mädchen, dem er ja nur noch zu sagen braucht, wie es selbständig leben kann. Dabei gibt es allerdings ein kleines Problem, das nicht nur Eltern und Pädagogen, sondern besonders gerne auch Partner zu übersehen belieben. Mit der Selbständigkeit und der Freiheit verhält es sich so ähnlich wie mit einem Bandoneon. Wer das Instrument spielt, kann jedem Menschen seine Funktionsweise erklären. Aber es ist pure Dummheit, anzunehmen, daß der deswegen auch schon damit umgehen kann.
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