In meinem Freundeskreis gibt es hauptsächlich glückliche Paare und Familien mit Kindern. Keine einfache Ausgangssituation für eine Partnersuche also. Dabei müsste es doch viele Menschen geben, die in einer ähnlichen Lage sind wie ich. Man müsste sie nur finden – dachte ich mit – dann könnte man auch gezielt auf sie zugehen. DAs Internet ist hier immerhin schon mal sehr hilfreich.

Doch die klassischen Singlebörsen bieten meines Erachtens für meine Generation nur bedingt eine Lösung. In der Regel wird auf ganz junge Themen eingegangen. Es finden sich hier Möglichkeiten wie SMS-, Flirtvideo- und Sprachnachrichten-Versand. Das geht mir schon alles zu weit. Würde ich einer interessanten Dame, die auch gerne wie ich in die Berge geht ein Flirt-Video schicken?

Auch ist mir aufgefallen, dass der Umgang unter 25 – 30jährigen Flirtenden manchmal etwas respektlos ist. In Chats wird da ohne lange Faxen zumindest verbal direkt „zur Sache“ gekommen – was mich eher abschreckt. Meist macht diese Altersgruppe die Mehrheit aus. Auch daher fühlte ich mich nicht gut aufgehoben, denn Kontakte zu Menschen unter 30 ersehe ich nicht als viel versprechend.

Sind die Bedürfnisse so anders als die der jüngeren Singles? Ich denke nein. Was ist mir wichtig bei der Partnersuche? Meiner Meinung nach sollte bei einem Online-Treff die Betonung bei der Suche nach gemeinsamen Interessen und Übereinstimmungen bei der Freizeitgestaltung liegen. Denn in unserem Alter geht es nicht mehr primär um die Suche nach der großen Liebe – oder sagen wir, wir haben alle schon unsere Erfahrungen geamcht. Jetzt geht es darum, sie mit anderen zu teilen und das Leben von der entspannteren seite zu genießen.

Für den Moment werde ich lieber bei Gleichgesinnten eventuell nach einer gemeinsamen Bergtour am Wochenende anfragen. Denn das ist ja genau, was ich will. Wenn sich aus solch einer Unternehmung mehr ergeben sollte – wunderbar. Und vielleicht schreibe ich da auch wieder einen Artikel zu. Mal sehen was sich daraus dann noch so ergibt :)