Waren das noch Zeiten, als ich so einfach in die Disco oder andere Lokalitäten ging, meinen Spass hatte, Bekannte traf, tanzte, mich gut unterhielt und so ganz nebenbei noch neue Bekanntschaften schloss. Nur, wenn ich es recht überlege: es waren nur Bekanntschaften, manche mit sexueller Komponente, doch das änderte nichts daran, dass man einander fremd blieb, es auch gar nicht anders wollte.......Freundschaft oder gar Liebe wurde daraus nie. Die haben einen ganz anderen Stellenwert. Da muss man sich nämlich mit dem Gegenüber auseinander setzen, sich auf ihn einlassen - eben nicht nur am eigenen Spass orientiert sein. Habe ich jetzt begriffen! Theoretisch. Kann ich es auch? Lasse ich das Andere zu? Ist es nicht immer noch zu anstrengend und aufwändig, einmal das eigene EGO hintenan zu stellen? Den potentiellen Partner neutral anzusehen ohne den Gedanken der eigenen Nutznießung?  Frage ich mich - doch auch die Gegenpole.

In Foren wie diesem bin ich auf einige Männer getroffen, die auf der Suche nach einer neuen Partnerin sind . Ich meine wirklich auf der Suche nach einer   P a r t n e r i n  - über diejenigen, die nur eine Urlaubsbegleitung, Haushälterin, Ersatzmutter für ihre Kinder oder zeitweise Gespielin suchen, brauchen wir nicht weiter zu reden - möchten zum großen Teil vorgeben, was für Bedingungen diese Partnerin zu erfüllen hat. Schließlich soll sie in erster Linie kompatibel  sein. Ins eigene Leben passen oder sich passend machen. Vom Aussehen ganz zu schweigen! Schlank und blond - möglichst langhaarig, durchtrainiert, sportlich aktiv......sollte sie schon sein. Mit über fünfzig? Eher selten. Auch wenn der eigene Spiegel sagt: Du hast auch schon bessere Zeiten gesehen. Oder habt ihr Ihn zugeklebt mit einem Jugendfoto?

Wie auch immer: Ich nehme mir vor, nicht zu kritisch zu sein.  Also, der Brad Pit mit Waschbrettbauch ist schon mal gestrichen. Würde zu meiner barocken Figur auch gar nicht passen.

Neues, Anderes zulassen. Was sich zu Anfang vielleicht als Macke darstellt, kann eine Beziehung später bereichern. Und ehrlich gesagt: so gut das Wort Dualseele auch ankommt, manchmal beleben gerade Unterschiede eine Partnerschaft - wenn es denn nicht um Grundlegendes geht . Leben gemeinsam er-leben. Das wäre es doch. Nähe genießen - Distanz zulassen. Ein Miteinander, dass körperlich wie seelisch ausgewogen ist. Klingt doch gut - oder?

Ich wünsche Euch, dass sich Eure Wünsche erfüllen - also seht  zu, dass Ihr Euch das Richtige wünscht!!!