Es gibt sicher viele, die wie ich mit oder ohne Kinder in einer zweiten oder dritten Beziehung leben. Ich war einmal verheiratet, 10 Jahre 2 Töchter. In meiner Beziehung von 7 Jahren kamen auch 2 Töchter zur Welt. Es hätte so schön sein können, sollte es aber nicht, dank Alkohol. In meiner jetzigen Beziehung habe ich endlich das gefunden, was ich vermisst habe. Liebe, Vertrauen, Treue, keinen Alkohol und eine Schulter zum anlehnen. Kinder die wieder lachen können. Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt, aber durch miteinander reden und zuhören bleibt der anfängliche Glanz wohl doch erhalten. Meine Kinder sind froh einen guten väterlichen Freund gefunden zu haben, ja, vielleicht sogar den Vater, den sie eigentlich nie hatten. Sie haben gelernt zu vertrauen und finden es gut nicht nur eine alleinerziehende Mutter zu haben die oft gestreßt war. Seit wir mit meinem Partner zusammen leben bin ich ruhiger und ausgeglichener geworden. Kinder sind sehr sensibel für sowas. Da kann ich wohl ruhig sagen, geht es mir gut, geht es auch den Kindern gut. Mein Partner hat keine eigenen Kinder, obwohl er total Kinderlieb ist. Wer weiß wofür das am Ende gut gewesen ist.Denn eine Frau und vier Töchter anzunehmen ist sicher nicht grade leicht. Doch ich bereue diesen Schritt nicht. Hier gibt es eine Gruppe Patchwork, wer weiß vielleicht trifft man sich dort ja mal wieder.
Manches im Leben kommt wie es kommen soll, mal früher mal spater. Doch jeder der einen Neuanfang wagt, wird sehen das es sich auch lohnen kann. Man hat ja einiges gelernt und jeder Mensch hat das Recht auf etwas Glück. Man ist nicht nur Mutter oder Vater, sondern auch eine eigenstänkige Person, jemand der einfach auch Bedürfnisse hat. Patchwork ist sicher nicht leicht, für viele sicher auch ein steiniger Weg, aber es gibt immer eine Möglichkeit es Möglich zu machen.
Denn auch Kinder werden groß und fangen an sich abzunabeln. Spätestens dann kann man es wagen eine neue Partnerschaft anzunehmen. Ich habe es zwei mal gewagt, es war und ist gut so.
