Pia
Wenn wir Freunde verlieren
Pia
Kerstin saß auf einer Bank im Stadtpark und las in einem Buch, als Frank von der Uni kommend, sich zu ihr setzte.
Sie schlug das Buch zu und strahlte ihn an.
„Hast du schon gehört, Pia ist tot.“ sagte Frank und sah Kerstin dabei tief in die Augen.
Ihr Lächeln erfror und für eine Sekunde wurde ihr erschrecktes Gesicht zur Fratze.
„Um Himmels Willen!“ rief sie aus und: „ was macht Rico denn jetzt? Mann, wie geht es ihm?“
Frank wickelte sein Baguette aus, biss ab und schaute betreten drein. Er war froh, dass er mit vollem Mund nicht antworten musste.
Kerstin meinte sofort zu Rico fahren zu müssen, es muss doch jemand bei ihm sein.
„Vergiss nicht, Rico wohnt mit Anne und Kevin zusammen, sie sind WG-Partner. Die beiden passen schon auf ihn auf. Zuviel Besuch könnte Rico jetzt auch aufn Sack gehen, wenn du verstehst.“
Kerstin verstand nicht.
Pia war doch noch gar nicht so alt und beim letzten Besuch richtig gut drauf.
„Was ist denn passiert?“ fragte sie und „Pia war doch gar nicht krank.“
Kauend nickte Frank ihr zu. Auch ihm war nichts aufgefallen, was auf nahes Ende hingewiesen hätte.
Letzten Samstag waren sie im Stadtpark zum Grillen zusammen gekommen, Pia war voller Freude.
Das waren Treffen nach ihrem Geschmack: Jeder wendete sich ihr zu, es schmeichelte ihr, im Mittelpunkt zu stehen.
Und dann das Essen erst.
Pia war immer die letzte die fertig wurde, stets guckte sie, ob einer der anderen noch etwas auf dem Teller hatte. Dabei musste man sich wundern, wie wundervoll schlank sie trotz dieser Völlerei blieb.
Kerstin erinnerte sich auch an jenen Sommerabend, da sie mit Pia im Kiessee baden war. Pia schwamm so weit raus, dass Kerstin sorgenvoll nach ihr gerufen hatte.
Als Pia wieder auf festem Boden war, fing sie mühelos das ihr zugeworfene Handtuch.
Ihre Augen blitzen spitzbübisch und Kerstin fühlte sich ob ihrer eigenen Faulheit ein bissel ausgelacht.
Später saßen sie schweigsam auf der Decke und schauten der untergehenden Sonne zu.
Frank riss Kerstin aus ihren Gedanken: „Vielleicht das Herz? Möglicherweise hat es ja Vorzeichen gegeben und keiner hat sie ernst genommen.“
Aber Kerstin hörte nicht richtig zu, sie sah nur ihren gemeinsamen Freund Rico in Trauer um Pia und, dass er jetzt bestimmt Trost brauchen würde.
Sie stand auf, packte ihr Buch in die Umhängetasche und sagte: „Ich fahre jetzt zu Rico! Ich weiß genau, was er durchmacht. Auch mein Hund ist im letzten Jahr gestorben“.
Kerstin saß auf einer Bank im Stadtpark und las in einem Buch, als Frank von der Uni kommend, sich zu ihr setzte.
Sie schlug das Buch zu und strahlte ihn an.
„Hast du schon gehört, Pia ist tot.“ sagte Frank und sah Kerstin dabei tief in die Augen.
Ihr Lächeln erfror und für eine Sekunde wurde ihr erschrecktes Gesicht zur Fratze.
„Um Himmels Willen!“ rief sie aus und: „ was macht Rico denn jetzt? Mann, wie geht es ihm?“
Frank wickelte sein Baguette aus, biss ab und schaute betreten drein. Er war froh, dass er mit vollem Mund nicht antworten musste.
Kerstin meinte sofort zu Rico fahren zu müssen, es muss doch jemand bei ihm sein.
„Vergiss nicht, Rico wohnt mit Anne und Kevin zusammen, sie sind WG-Partner. Die beiden passen schon auf ihn auf. Zuviel Besuch könnte Rico jetzt auch aufn Sack gehen, wenn du verstehst.“
Kerstin verstand nicht.
Pia war doch noch gar nicht so alt und beim letzten Besuch richtig gut drauf.
„Was ist denn passiert?“ fragte sie und „Pia war doch gar nicht krank.“
Kauend nickte Frank ihr zu. Auch ihm war nichts aufgefallen, was auf nahes Ende hingewiesen hätte.
Letzten Samstag waren sie im Stadtpark zum Grillen zusammen gekommen, Pia war voller Freude.
Das waren Treffen nach ihrem Geschmack: Jeder wendete sich ihr zu, es schmeichelte ihr, im Mittelpunkt zu stehen.
Und dann das Essen erst.
Pia war immer die letzte die fertig wurde, stets guckte sie, ob einer der anderen noch etwas auf dem Teller hatte. Dabei musste man sich wundern, wie wundervoll schlank sie trotz dieser Völlerei blieb.
Kerstin erinnerte sich auch an jenen Sommerabend, da sie mit Pia im Kiessee baden war. Pia schwamm so weit raus, dass Kerstin sorgenvoll nach ihr gerufen hatte.
Als Pia wieder auf festem Boden war, fing sie mühelos das ihr zugeworfene Handtuch.
Ihre Augen blitzen spitzbübisch und Kerstin fühlte sich ob ihrer eigenen Faulheit ein bissel ausgelacht.
Später saßen sie schweigsam auf der Decke und schauten der untergehenden Sonne zu.
Frank riss Kerstin aus ihren Gedanken: „Vielleicht das Herz? Möglicherweise hat es ja Vorzeichen gegeben und keiner hat sie ernst genommen.“
Aber Kerstin hörte nicht richtig zu, sie sah nur ihren gemeinsamen Freund Rico in Trauer um Pia und, dass er jetzt bestimmt Trost brauchen würde.
Sie stand auf, packte ihr Buch in die Umhängetasche und sagte: „Ich fahre jetzt zu Rico! Ich weiß genau, was er durchmacht. Auch mein Hund ist im letzten Jahr gestorben“.
4 Platinern gefällt der Artikel
Gefällt mir auch
Kommentare zum Artikel