Schatz, Du meckerst an mir rum

und Du nimmst es mir echt krumm,

wenn ich nach Erfüllung kreischend

pausenlos nach Beifall heischend

um die Männer werbend kreise.  

 

Ich hol’ mir auf diese Weise

Nur meine Bestätigung. 

 

Damals, da war ich noch jung,

war ich voll Bewunderung

für die kapriziösen Weiber,

denn die schwenkten ihre Leiber

vor den Männern voll Begehren.

 

Niemand konnte es mich lehren

was den Männern daran schmeckt.

Prickelnd schien’s für sie, wie Sekt. 

 

Dann kamst Du. Auf alle Fälle

warst Du rasch an erster Stelle. 

 

Das, was früher ich begehrte,

das, was niemand mir bescherte

brauche ich nur noch von Dir,

aber Du verwehrst es mir. 

 

Du sagst, ich soll mich benehmen,

mich für mein Benehmen schämen.

 

Es käme doch nur drauf an

dass ich mich verlassen kann

darauf, dass Du zu mir stehst,

dass Du nie zu andern gehst. 

 

Sag, wie stehst Du denn zu mir?

 

Ich sag’s ehrlich: neben Dir

schlafen mir die Füße ein. 

 

Ich will endlich glücklich sein,

ich will lachen, ich will leben,

jeden Tag Dir Liebe geben.

Liebe auch von Dir empfangen,

denn das kann ich wohl verlangen,

wenn Du geil im Bett erscheinst,

dass Du mich auch wirklich meinst. 

 

Schatz, auch wenn es Dich erschreckt:

Prickelnd bin ich heut wie Sekt

für die Kerls, die ich nicht bräuchte,

die ich rasend schnell verscheuchte

dass, wenn Du mit mir verkehrst,

Du auch wirklich mich begehrst. 

 

Ich bin für Dich, in der Tat

kein Libido-Automat.